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Gefährliche Begierde – DVD

Gefährliche Begierde – DVD

Großbritannien 2012 - mit Sebastian Koch, Lotte Verbeek, Emilia Fox, Rebecca Night u.a

Filminfo

Originaltitel:Suspension of Disbelief
Genre:Drama, Thriller
Regie:Mike Figgis
Verkaufsstart:07.11.2013
Produktionsland:Großbritannien 2012
Laufzeit:ca. 108 Min
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Trailer, Programmtipps
Regionalcode:2
Label:Sunfilm Entertainment
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Amazon Link : Gefährliche Begierde – DVD

Inhalt: Sein letzter Erfolg liegt schon einige Zeit zurück und auch sein neuestes Werk will einfach nicht so richtig in die Gänge kommen. Drehbuchautor und Schriftsteller Martin (Sebastian Koch) hat wahrlich schon bessere Zeiten erlebt. Doch hat er es geschafft, sein Leben nach dem mysteriösen Verschwinden seiner Frau vor 15 Jahren endlich wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Doch als er auf der Party zum 25. Geburtstag seiner Tochter, der aufstrebenden Schauspielerin Sarah (Rebecca Night) die verführerische Französin Angelique (Lotte Verbeek) trifft, wird diese Ordnung jäh zerstört. Denn am nächsten Tag wird die junge Frau tot in der Themse aufgefunden. Obwohl Martin nicht direkt als Verdächtiger gilt, sieht der ermittelnde Kommissar Bullock (Kenneth Cranham) durchaus Parallelen zum Verschwinden von Martins Frau. Als dann auch noch Angeliques Zwillingsschwester Therese in London auftaucht, gerät Martin in einen gefährlichen Sog aus Verführung, Lügen und Betrug…

Mit "Gefährliche Begierde" versucht der zweifach für den Oscar-nominierte Regisseur Mike Figgis ("Leaving Las Vegas"), einen erotisch angehauchten Thriller zu präsentieren, der die Grenzen zwischen Fiktion und Realität verschwimmen lässt. Um das zu erreichen, wendet Figgis die Regeln des Drehbuchschreibens an, die er für den Zuschauer ersichtlich direkt in das Bild integriert. Da erscheinen dann Figurenbeschreibungen und Drehbuchanweisungen im Bild oder es werden Split Screen und andere Effekte angewandt. So wird etwa die Szene, in der Martin nach Frankreich fliegt, um mehr über Therese zu erfahren, durch einen vorgelesenen Drehbuchauszug abgekürzt. Statt alles zu zeigen, bekommt der Zuschauer dann etwas wie "Montage. Ein Jet hebt ab, landet in Frankreich. Martin mietet sich einen Wagen" zu hören.

So lässt Figgis den Zuschauer stets im Unklaren, ob er jetzt gerade dem neuesten Drehbuch von Martin oder tatsächlichen Ereignissen aus dessen Leben folgt. Das ist ein spannender und ungewöhnlicher Ansatz, durch den der Film zumindest bei Zuschauern, die ungewöhnlichen Erzählformen gegenüber aufgeschlossen sind, großes Interesse wachruft. Doch gerade in der zweiten Filmhälfte wird immer wieder deutlich, dass sich mit seinen hohen Ambitionen selbst ein Bein zu stellen scheint. Denn wenn Martin zu Beginn seinen Studenten, denen er die hohe Kunst des Drehbuchschreibens zu vermitteln versucht, erklärt, dass man dem Zuschauer nach einem interessanten Anfang ein gutes Ende schuldet, erwartet man dies erst recht von einem Film, der sich derart auf das Spiel mit filmischen Regeln stützt.

Doch leider verliert sich Figgis mehr und mehr in der verworrenen Geschichte, deren Aufbau einfach interessanter ist, als ihre Auflösung. Zudem bleibt auf einer rein visuellen Ebene das Gefühl, dass die Ambitionen des Regisseurs für das geringe Budget, das ihm zur Verfügung stand, einfach zu hoch waren. Die guten Darsteller können dieses Manko nur geringfügig auffangen, weshalb "Gefährliche Begierde" trotz guter Ideen und einer interessanten Ausgangssituation am Ende leider nur für Liebhaber von eher experimentellem Arthaus-Kino sehenswert ist.

Bild + Ton: Das Bild verfügt über eine leicht unterkühlt wirkende Optik, die der Atmosphäre der Geschichte aber absolut gerecht wird. Ansonsten liegen Farbgebung, Bildschärfe oder auch Kontraste durchweg auf ordentlichem Niveau, allerdings wäre in allen Bereichen qualitativ noch deutlich Luft nach oben gewesen. Das gilt auch für den Sound, der sich insgesamt sehr unaufgeregt präsentiert. Allerdings ist das hier angesichts der eher von einer unterschwelligen Bedrohlichkeit erfüllten Inszenierung absolut angemessen, weshalb es für die technische Umsetzung auch insgesamt ein zufriedenes "Gut" gibt!

Extras: Als Bonus gibt es lediglich den Trailer und weitere Programmtipps des Anbieters.

Fazit: Mit "Gefährliche Begierde" versucht sich der Oscar-nominierte Regisseur Mike Figgis an einem erotisch aufgeladenen Thriller, der die Ebenen von Fiktion und Realität immer wieder miteinander vermischt. Das hat interessante und auch effektive Aspekte, hätte aber gerade in der zweiten Hälfte ein besseres und spannenderes Drehbuch gut vertragen können. So reicht es nur zu einem etwas sperrigen Film Noir, der seine sehr gute Grundidee viel zu wenig ausschöpft. Die guten Darsteller und das Spiel mit den verschiedenen Ebenen machen das Werk trotz seiner Längen und dramaturgischen Hänger dennoch gerade für Filminteressierte und Liebhaber von experimentellem Arthauskino durchaus noch sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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