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Gefühlt Mitte Zwanzig – DVD

Gefühlt Mitte Zwanzig – DVD

USA 2014 - mit Ben Stiller, Naomi Watts, Adam Driver, Amanda Seyfried, Charles Grodin, Adam Horovitz u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung - Film:
Ausstattung:

Filminfo

Originaltitel:While we`re young
Genre:Komödie
Regie:Noah Baumbach
Verkaufsstart:04.12.2015
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 94 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Interviews, Mini-Featurettes, Trailer
Regionalcode:2
Label:Universum Film
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Amazon Link : Gefühlt Mitte Zwanzig – DVD

Film: Josh (Ben Stiller) und Cornelia (Naomi Watts) sind davon überzeugt, die perfekte Beziehung zu führen. Während all ihre Freunde Kinder bekommen haben, können sie ihre Freiheit in vollen Zügen genießen. Oder besser gesagt, sie könnten es, wenn sie mal aus ihrem eingefahrenen Alltag ausbrechen würden. So sind sie zwar glücklich, haben aber trotzdem das Gefühl, dass ihnen etwas fehlt. Das ändert sich, als sie das junge Hipster-Pärchen Jamie (Adam Driver) und Darby (Amanda Seyfried) kennen lernen. Josh und Cornelia sind fasziniert von der Unbeschwertheit und Offenheit der jungen Menschen und lassen sich nur allzu gerne in deren Leben hineinziehen. Bei gemeinsamen Radtouren durch New York, Restaurantbesuchen, Partys und entspannendem Grasrauchen vergessen sie ihre monotone Spießigkeit und fühlen sich gleich ein ganzes Stück jünger. Doch die aufgesetzte Jugendlichkeit, die sie ab sofort an den Tag legen, stößt nicht nur ihren Freunden sauer auf. Auch Josh und Cornelia müssen irgendwann erkennen, dass man vor den echten Problemen nicht weglaufen kann…

Noah Baumbach widmet sich auch in seiner neuesten Komödie "Gefühlt Mitte Zwanzig" wieder den Neurosen und dem Gefühlschaos von Großstadtmenschen. Nachdem er in seinem gefeierten Werk "Frances Ha" die sogenannten Twentysomethings ins Visier genommen hatte, bekommen jetzt die Mittvierziger ihr Fett weg. Dabei beweist Baumbach einmal mehr eine hervorragende Beobachtungsgabe für ganz alltägliche Absurditäten, die er freilich etwas überspitzt darstellt. Doch es sind eben nicht die offensichtlich überzeichneten Szenen, die diesen Film so gelungen machen, auch wenn sie durchaus für einige sehr gute Lacher sorgen. Vielmehr sind es kleine Momente, wunderbar geschriebene Dialogzeilen, durch die das Gefühl einer extremen Authentizität erschaffen wird. Perfekt entwirft Baumbach den Konflikt zwischen jungen Hipstern und einer Generation, die glaubt, junggeblieben zu sein, in Wirklichkeit aber weiter von der Jugend entfernt ist, als sie das wahrhaben möchte.

Ben Stiller, der schon in Baumbachs "Greenberg" geglänzt hat, nimmt sich angenehm zurück und verzichtet weitgehend auf eine klamaukige Darstellung wie in den erfolgreichen "Nachts im Museum"-Filmen. An seiner Seite kann auch Naomi Watts überzeugen. Gemeinsam sorgen sie mit ihren verzweifelten Versuchen, hip und jugendlich zu wirken, für einige herrliche Momente, die nur ganz knapp am tragikomischen Fremdschämen vorbeischrammen. Aber auch Adam Driver ("Girls", "Star Wars: Episode VII") und Amanda Seyfried sind als vermeintlich cooles Hipster-Pärchen einfach großartig besetzt.

So amüsant der Film ist, so macht er in einigen Momenten doch auch nachdenklich. So stellt sich etwa die Frage, ob der Wunsch, seine eigenen Träume zu verwirklichen, alleine ein äußerst Ich-bezogenes Verhalten rechtfertigt. Und es wird auch das Bild einer jungen Generation aufgezeigt, die von den vielen Möglichkeiten, die sich ihr bieten, völlig überfordert zeigt. Wenn dann einige eine extreme Vorliebe für alles, was irgendwie Retro ist, offenbaren, dann mag das oberflächlich betrachtet cool und hip sein, könnte aber auch als eine Flucht vor der eigenen Zukunft ausgelegt werden. All das wird allerdings nur relativ subtil angedeutet. Denn in erster Linie soll "Gefühlt Mitte Zwanzig" Spaß machen – und das gelingt dieser kurzweiligen New-York-Komödie auch sehr gut.

Gegen Ende geht der temporeichen Inszenierung allerdings ein wenig die Puste aus. Obwohl die Auflösung der Geschichte sehr stimmig ist, fehlt ihr doch der Biss, der gerade die erste Hälfte so gelungen macht. Trotzdem: auch mit kleinen Abstrichen ist Noah Baumbach eine zwar konventionelle, aber dennoch mitreißende, charmante Komödie gelungen, die das Lebensgefühl zweier Generationen sehr gut einfängt. Leichtfüßig inszeniert, gut gespielt und damit einfach: absolut sehenswert!

Bild + Ton: Die audiovisuelle Umsetzung des Films auf der DVD liegt auf einem für eine aktuelle Kinoproduktion gutem bis sehr gutem Niveau. Das Bild ist absolut sauber und gefällt mit einer angenehm warmen Farbgebung und einer hohen Gesamtschärfe, die einzig in dunklen Momenten ein paar kleine Schwächen bei der Detaildarstellung aufweist. Der Ton ist wie für einen Film dieses Genres nicht unüblich eher zurückhaltend, wobei die Dialoge gut verständlich aus den Lautsprechern erklingen. Große Surround-Effekte gibt es nicht, aber dennoch wirkt das Ganze durch stimmige Umgebungsgeräusche und die Filmmusik in vielen Momenten angenehm dynamisch. Gut!

Extras: Wirklich viel gibt es hier nicht. Neben einem ausführlichen Interview mit Ben Stiller (ca. 19:14 Min.) und einem Gespräch mit Noah Baumbach (ca. 9:39 Min.) gibt es noch Promo-Clips über den Hip Hop Tanzkurs (ca. 1:02 Min.), den Regisseur (ca. 2 Min.) und die Darsteller (ca. 2:03 Min.). In erster Linie bestehen diese Clips aus kommentierten Filmausschnitten. Wirklich tiefgehende Informationen bekommt man hier wahrlich nicht geboten. Der Trailer schließt das Zusatzangebot ab.

Fazit: "Gefühlt Mitte Zwanzig" ist eine leichtfüßig inszenierte Generationen-Komödie, die mit einigen amüsant umgesetzten Alltagsbeobachtungen, sympathischen Darstellern und gut geschriebenen Dialogen überzeugen kann. Die DVD präsentiert die Komödie in ansprechender audio-visueller Umsetzung. Das Bonusmaterial ist etwas oberflächlich, die beiden Interviews sind aber durchaus sehenswert. Insgesamt gibt es hier ein klares: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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