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Getting on – Die komplette erste Staffel - DVD

Getting on – Die komplette erste Staffel - DVD

USA 2014 - mit Laurie Metcalf, Alex Borstein, Niecy Nash, Mel Rodriguez u.a

Filminfo

Originaltitel:Getting on – Season 1
Genre:TV-Serie, Komödie
Regie:Miguel Arteta, Howard Deutch u.a.
Verkaufsstart:29.01.2015
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 163 Min
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Verpatzte Szenen, nicht verwendete Szenen
Regionalcode:2
Label:Warner Home Video Germany
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Inhalt: Es ist der erste Tag für Schwester Didi Ortley (Niecy Nash) auf der Pflegestation des Mount Palms Hospitals in Long Beach. Und schnell muss sie lernen, dass hier an einen geordneten Dienst kaum zu denken ist. Das liegt nicht an den Patientinnen, die in erster Linie an Demenz oder Alzheimer leiden, sondern auch an großen Egos, Bürokratie und dem harten Kampf um die Krankenhausbetten. So wird ein kleines Stück Kot auf einem Stuhl im Behandlungszimmer beinahe zum Politikum, anstatt das es einfach entsorgt und der Stuhl gereinigt wird. Von ihrer Kollegin, Schwester Dawn Forchette (Alex Borstein) erhält Didi nur wenig Rückendeckung, ist Dawn doch längst schon in diesem chaotischen Mechanismus gefangen. Die Launen von der behandelnden Ärztin Dr. Jenna James (Laurie Metcalf), die auf diese Station strafversetzt wurde, macht die Arbeit nicht gerade einfacher. Patienten, deren Sprache Niemand versteht, die sich mitten auf dem Flur miteinander verlustieren oder die mit rassistischen Beschimpfungen um sich werfen, stellen ebenfalls eine enorme Herausforderung dar. Als sich dann auch noch die neue Oberschwester Patsy (Mel Rodriguez) als Mann entpuppt, der die ganze Station umkrempeln möchte und schon mal eine Verlegung aller Patienten für eine ganzheitliche Reinigung anordnet, könnte Didi eigentlich vollends verzweifeln. Doch sie, Dawn und Jenna machen gegen alle Widerstände weiter – nicht nur für die Patienten…

"Getting on" ist das US-Remake der gleichnamigen BBC-Serie, die zwischen 2009 und 2012 drei Staffeln lang für Begeisterung bei Kritikern und Publikum sorgte und mehrfach ausgezeichnet wurde. Obwohl sich die HBO-Produktion gerade in den ersten Folgen sehr eng ans Original hält, findet die Serie schnell ihren ganz eigenen Ton. Die wunderbaren Hauptdarstellerinnen und die guten Drehbücher machen die Serie auch für solche Zuschauer sehenswert, die das britische Original bereits kennen. Was die Geschichte aus der geriatrischen Abteilung eines Krankenhauses so gelungen macht, ist die Mischung aus dem dokumentarisch anmutenden Stil und dem bissigen, dabei aber niemals zynischen Humor. So ist das Ganze witzig und extrem menschlich zugleich, womit der für diese Thematik perfekte Ton erzielt wird. Dass zudem in den eher emotionalen Momenten komplett auf den üblichen Betroffenheitskitsch verzichtet wird, unterstützt den positiven Gesamteindruck zusätzlich.

Sicherlich, wer leichte Comedy-Kost oder klassische Sitcom-Unterhaltung erwartet, wird sich vielleicht etwas schwer tun, sich mit dem Treiben im Mount Palms Hospital anzufreunden. Wer sich aber darauf einlässt, der wird sich über den Kampf der Schwestern gegen Bürokratie, das Pokern um Krankenbetten oder die Versuche von Dolmetschen über das Telefon köstlich amüsieren können. Und spätestens wenn Laurie Metcalf als Dr. Jenna James mitten auf der Station eine Art Nervenzusammenbruch erleidet wird klar, welch gutes Händchen die Macher nicht nur beim Verfassen der Drehbücher, sondern auch bei der Auswahl der Darsteller gehabt haben.

Gerade weil sich "Getting on" nicht dem breiten Massengeschmack unterordnet, sondern eher holprige, wenig ausgetretene Pfade beschreitet, funktioniert die Serie richtig gut. Wer bissige Satiren der etwas anderen Art mag und hochwertige Serienkost aus Amerika schätzt, der sollte dieser ersten Staffel unbedingt eine Chance geben. Absolut sehenswert!

Bild + Ton: An der technischen Umsetzung gibt es eigentlich kaum etwas zu bemängeln. Für eine TV-Produktion kann die visuelle Umsetzung in Sachen Gesamtschärfe, Farbgebung und Kontraste absolut überzeugen. Hier und da gibt es kleinere Unschärfen, doch insgesamt fallen die kleinen Schwachpunkte kaum nennenswert ins Gewicht. Der Ton ist, was für eine Comedy-Serie nicht weiter überraschend ist, wenig spektakulär. Die Dialoge sind eher zentral abgemischt, echtes Surround-Feeling kommt nur sehr selten auf. Dennoch: für eine aktuelle TV-Serie ist das Alles absolut zufriedenstellend. Gut!

Extras: Neben einigen verpatzten Szenen (ca. 6:02 Min.) hat die DVD zudem noch geschnittene Szenen aus den Episoden 1,2,4 und 6 zu bieten (ca. 5:53 Min.).

Fazit: "Getting on" ist mit seiner Mischung aus fast dokumentarisch anmutendem Stil und bitterer Komik eine wirklich ungewöhnliche Serie, die gekonnt den Spagat zwischen Satire und Menschlichkeit schafft. Obwohl diese HBO-Serie nur ein Remake der gleichnamigen BBC-Produktion ist, findet die US-Version schnell ihren ganz eigenen Ton, der sie dann auch für Kenner des Originals genauso sehenswert macht, wie generell für alle Liebhaber von TV-Komödien der etwas anderen Art. Die DVD präsentiert die sechs Episoden der Staffel in guter Bild- und Tonqualität. Das Bonusmaterial ist übersichtlich, aber qualitativ völlig in Ordnung. Unterm Strich gibt es dafür ein: Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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