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Juni 2018
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Gods of Egypt

Gods of Egypt

USA 2015 - mit Nikolaj Coster-Waldau, Gerard Butler, Brenton Thwaites, Courtney Eaton, Elodie Yung u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Gods of Egypt
Genre:Fantasy, Abenteuer, Action
Regie:Alex Proyas
Kinostart:21.04.2016
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 128 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.GodsOfEgypt-film.de
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Es war einmal in einer Zeit, in der die Welt der Menschen und die Welt der Götter nebeneinander existierten, als der gnadenlose Set (Gerard Butler), Gott der Finsternis, die Macht über das Land übernommen hat. Der junge Dieb Bek (Brenton Thwaites) sieht sich gezwungen, es mit diesem übermächtigen Gott aufzunehmen, als seine große Liebe Zaya (Courtney Eaton) stirbt. Um sie ins Leben zurück zu holen, muss Bek irgendwie den Weg ins Jenseits finden. Doch dafür braucht er die Hilfe von Horus (Nikolaj Coster-Waldau), dem Gott des Himmels, der seit der gewaltsamen Machtübernahme von Set im Exil lebt. Nachdem ihm Bek eines seiner magischen Augen wiederbeschaffen konnte, willigt Horus ein, Bek dabei zu helfen, seine große Liebe wieder ins Leben zurück zu holen. Gleichzeitig will er sich an Set rächen und seine Schreckensherrschaft beenden. Doch das löst einen gnadenlosen Kampf aus, der sowohl Bek, als auch Horus große Opfer abverlangen wird…

Mit "Gods of Egypt" wagt sich Regisseur Alex Proyas ins Fahrwasser von Filmen wie "Kampf der Titanen". Eigentlich könnte davon ausgegangen werden, dass Proyas für solch ein Unterfangen genau der richtige Mann ist. Denn mit Filmen wie "The Crow" und "Dark City" hat er bewiesen, dass er anspruchsvolles Fantasy-Kino mit viel Atmosphäre inszenieren kann. Und selbst konventionelleres Genre-Kino wie "I, Robot" hat Proyas sehr sehenswert gemeistert. Doch mit einem Drehbuch der Autoren von "Dracula Untold" oder "The Last Witch Hunter", extrem hölzern agierenden Darstellern und mitunter überraschend schlechten Effekten kann auch ein an sich talentierter Regisseur wie Proyas nur sehr wenig Positives abliefern.

Die Geschichte ist zwar nicht besonders originell, bietet aber durchaus Potential für ein großes Fantasy-Abenteuer. Doch leider sind die Dialoge zum Davonlaufen schlecht und die Figuren so eindimensional gezeichnet, dass nahezu alle gelungenen Elemente der Story davon begraben werden. Dieses Skript ist der beste Beweis dafür, dass die Produzenten in Hollywood tatsächlich keine Drehbücher mehr lesen. Denn anders lässt es sich nicht erklären, dass ein so dürftiges Drehbuch ein Budget von fast 150 Millionen Dollar zugesprochen bekommen hat. Noch erschreckender ist allerdings die Tatsache, dass man dem Film sein hohes Budget nur relativ selten ansieht. Oft wirkt das Ganze wie ein B-Movie mit einfachen Videogame-Effekten. Großes Blockbuster-Kino dagegen sieht anders aus.

Auch die Darsteller enttäuschen auf ganzer Linie. Nikolaj Coster-Waldau ("Game of Thrones"), der etwa in dem Drama "Zweite Chance" gezeigt hat, was für ein guter Schauspieler in ihm steckt, ist als göttlicher Actionheld bemüht, bleibt aber genauso blass, wie Gerard Butler. Brenton Thwaites liefert eine völlig farblose Performance ab und seine Partnerin Courtney Eaton wird darauf reduziert, mit weit aufgerissenen Augen und üppigem Dekolleté durch die Szenerie zu stolpern. Und auch Elodie Yung, die gerade in der zweiten Staffel der Netflix-Serie "Daredevil" als Elektra überzeugen konnte, verkauft sich hier völlig unter Wert. Richtig enttäuschend aber ist Oscar-Gewinner Geoffrey Rush. Es ist fast schon eine Leistung, aus diesem großartigen Schauspieler eine derart schwache, unfreiwillig komische Performance herauszuholen. Alex Projas hat es geschafft! Gratulation!

Wer Filme wie "Pompeij" mochte und kein Problem mit flachen Charakteren, durchschnittlichen Effekten und schlechten Dialogen hat, der wird hier noch genügend Action und Schauwerte entdecken können, die einen Kinobesuch (besonders der 3D Version) lohnenswert machen. Doch wer für gute Kinounterhaltung mehr braucht, als ein paar attraktive Menschen und viel Fantasy-Action, für den wird der Besuch bei den "Gods of Egypt" vieles sein, nur kein Vergnügen. Und daher gibt es hier auch nur ein: Mit sehr deutlichen Abstrichen bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Gods of Egypt (USA 2015)"
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