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März 2019
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Godzilla

Godzilla

USA 2013 - mit Aaron Taylor-Johnson, Ken Watanabe, Bryan Cranston, Elizabeth Olsen, Sally Hawkins u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Godzilla
Genre:Abenteuer, Fantasy, Action
Regie:Gareth Edwards
Kinostart:15.05.2014
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 123 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.Godzilla-derFilm.de
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Eines der bekanntesten Monster der Filmgeschichte ist zurück! In 28 japanischen Filmen hat "Godzilla" bislang für Angst und Schrecken gesorgt. 1998 hatte sich schon Roland Emmerich daran versucht, das japanische Kult-Monster auch international salonfähig zu machen. Obwohl sein Film kommerziell recht erfolgreich war, fiel er bei Kritikern und ganz besonders bei "Godzilla"-Fans völlig durch. Jetzt wagt Gareth Edwards einen zweiten Anlauf für einen weltweiten "Godzilla"-Blockbuster. Und obwohl sein Film der Erwartungshaltung einiger Zuschauer entgegen laufen wird, ist sein Versuch mehr als gelungen.

Bei einem Unfall in einem japanischen Atomkraftwerk verliert der Physiker Joe Brody (Bryan Cranston) seine Frau (Juliette Binoche). Während die Behörden das Unglück als Naturkatastrophe deklarieren, ist Joe davon überzeugt, dass etwas ganz anderes dahinter steckt, was die Regierung um jeden Preis verheimlichen will. In den folgenden vierzehn Jahren versucht Joe wie besessen, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Doch nicht einmal sein Sohn Ford (Aaron Taylor-Johnson) will ihm glauben. Der hat mit seiner Frau Elle (Elizabeth Olsen) eine eigene Familie gegründet und will mit der Vergangenheit endgültig abschließen. Doch dann zeigt sich, dass Joe die ganze Zeit Recht hatte. Auf dem angeblich radioaktiven Gelände des vor Jahren zerstörten Kraftwerks erwacht ein Monster zum Leben, gegen das selbst die stärksten Waffen der Menschen machtlos zu sein scheinen. Doch es gibt etwas, was dieses Wesen töten könnte. Etwas Großes und Mächtiges, das lange Zeit unbemerkt in den Tiefen des Meeres geschlummert hat – Godzilla!

Gareth Edwards hat mit seinem Spielfilmdebüt "Monsters" den wohl ungewöhnlichsten Monster-Alien-Film der letzten Jahre geschaffen. Denn in Zeiten von Mega-Blockbustern, die in erster Linie mit teuren Special Effects klotzen, hat er einfach über weite Strecken darauf verzichtet, die titelgebenden Monster zu zeigen. Eigentlich erst in der Schlusssequenz bekamen Zuschauer die riesigen Wesen aus einer anderen Welt zu Gesicht. Wer jetzt darauf hofft, dass Edwards in "Godzilla" all das nachholt, was er in "Monsters" vielleicht auch aus Budget-Gründen nicht gezeigt hat, der wird enttäuscht werden. Denn trotz einiger wirklich spektakulärer Szenen ist auch dieser Film kein Special Effects-Overkill. Godzilla ist nur wenige Minuten zu sehen und die meiste Zeit davon ist er zum großen Teil durch Staub verdeckt. Das mag jetzt eher abschreckend klingen. Doch auch wenn ein bisschen mehr Godzilla in einem Film, der seinen Namen trägt, schon schön gewesen wäre, so muss auch zugestanden werden, dass gerade dadurch, das man ihn kaum sieht, die Szenen, in denen er in voller Größe auftaucht, extrem effektiv sind.

Muto, das andere Monster des Films, ist zwar wesentlich öfter in voller "Schönheit" zu sehen, doch auch bis zu seinem ersten Auftauchen dauert es über 45 Minuten. Wer also einen puren Monsterfilm erwartet, der wird über weite Strecken bitter enttäuscht werden. Denn wie schon bei "Monsters" stehen auch bei "Godzilla" die Menschen im Mittelpunkt des Geschehens. Die Familiengeschichte, die Edwards dabei erzählt, ist nicht gerade neu und hat auch einige arg abgenutzte Klischees zu bieten. Doch von einigen kleinen Hängern abgesehen ist ihm ein dramaturgisch spannender Film gelungen, bei dem emotionale Momente genauso wichtig sind, wie große Effekt-Szenen. Auch wenn Bryan Cranston, Aaron Taylor-Johnson oder Ken Watanabe keine Oscar-verdächtigen Leistungen abliefern, so ist das, was sie schauspielerisch zum Besten geben,  im Vergleich zu anderen Genrewerken und ganz besonders zu Emmerichs "Godzilla" wahrlich pures Gold.

Im letzten Drittel geht es dann in Sachen Action aber doch noch richtig zur Sache. Hier haben der Oscar-prämierte Effekte-Spezialist Jim Rygiel ("Herr der Ringe"-Trilogie) und sein Team wirklich hervorragende Arbeit geleistet. Denn auch wenn das Design von Godzilla eher traditionell ist, so erinnert doch Nichts an den amüsanten "Mann-im-Gummianzug"-Look der alten Streifen. Unterstützt von einer düster-packenden Grundatmosphäre sind die monströsen Kampfsequenzen wirklich ein Fest fürs Auge und gerade eine Sequenz, in der Godzilla eine ganz spezielle Fertigkeit einsetzen darf, hinterlässt wahrlich bleibenden Eindruck.

Gareth Edwards beweist mit seinem zweiten Monsterfilm, dass großes Eventkino nicht zwangsläufig von schnellen Schnitten, lauter Action und einem Dauerbeschuss mit CGI-Effekten dominiert sein muss, sondern dass es auch ein bisschen subtiler geht und trotzdem ganz Groß wirken kann. Ob er damit den Geschmack der breiten Masse treffen wird, das wird sich erst noch zeigen. Fakt ist aber, dass er einen visuell extrem mitreißenden und dramaturgisch fesselnden Streifen inszeniert hat, der nicht nur gut unterhält, sondern ganz besonderes eines macht: mehr Lust auf "Godzilla". Und dafür gibt es ein ganz klares: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Godzilla (USA 2013)"
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