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Green Lantern

Green Lantern

USA 2011 - mit Ryan Reynolds, Blake Lively, Peter Sarsgaard, Mark Strong, Tim Robbins, Angela Bassett u.a

Filminfo

Originaltitel:Green Lantern
Genre:Fantasy, Abenteuer, Action
Regie:Martin Campbell
Kinostart:28.07.2011
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 113 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.GreenLantern-DerFilm.de
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2011 ist für Liebhaber von Superhelden- und Comic-Verfilmungen ein verdammt gutes Jahr. Ob die "X-Men", "Thor" oder "Captain America", die Flut an derartigen Filmen scheint einfach nicht abzuebben. Nun kommt mit "Green Lantern" wieder einmal ein Vertreter aus dem DC-Universum, zu dem auch Superman und Batman gehören, in unsere Kinos. Mit Ryan Reynolds ist der Film zwar perfekt besetzt, doch bis auf ein paar nette Effekte kann der Kinoauftritt dieser über 70 Jahre alten Figur nicht wirklich überzeugen.

Im Universum gibt es unzählige Gefahren, von denen wir Menschen nicht das Geringste ahnen. Um alle Bewohner der unzähligen Welten zu schützen, gibt es seit vielen Jahrhunderten eine ausgewählte Einheit, die mit besonderen Kräften ausgestattet dafür sorgt, dass Frieden und Gerechtigkeit herrschen. Diese Einheit ist das Green Lantern Corps. Es ist nicht möglich, sich dafür zu bewerben, ein Green Lantern zu werden. Man ist dafür bestimmt – ob man nun will, oder nicht. Als der mächtige und durch und durch böse Parallax den Green Lantern Corps den Kampf ansagt und einen der stärksten Kämpfer tötet, wird ein neuer Green Lantern rekrutiert. Und dieses Mal wird ausgerechnet ein Mensch ausgewählt: der Testpilot Hal Jordan (Ryan Reynolds). Auch wenn der sich mit seiner neuen Aufgabe nicht wirklich anfreunden kann und auch von den anderen Mitgliedern des Corps wenig an den Menschen glauben, scheint es nur mit Hal möglich zu sein, Parallax aufzuhalten, bevor er die Macht über das gesamte Universum übernehmen kann...

Das größte Kompliment, das "Green Lantern" gemacht werden kann, ist gleichzeitig auch sein größter Schwachpunkt. Dass dem Film sein Comic-Ursprung weitaus deutlich anzumerken ist, als das etwa bei "Thor" oder "Iron Man" der Fall war, dürfte Fans der Vorlage durchaus gefallen. Regisseur Martin Campbell ("Casino Royale", "Die Maske des Zorro") und sein Team haben ein buntes Fantasyabenteuer geschaffen, das mit comichaften Effekten und Designs zu unterhalten versucht. Das Problem hierbei ist allerdings, dass Vieles, das in einem Comic noch gut aussehen mag und funktioniert, in einem Realfilm einfach trashig oder unfreiwillig komisch wirkt. Das wird besonders bei der Figur des von Peter Sarsgaard gespielten Hector Hammond deutlich, der, nachdem er mit Partikeln von Parallax in Berührung kommt, zu einem gefährlichen und im wahrsten Sinne des Wortes dickköpfigen Gegenspieler von Hal mutiert. Doch auch wenn Sarsgaard die Rolle mit offensichtlichem Spaß gespielt hat, wirkt Hammond doch niemals wirklich bedrohlich, sondern einfach nur lächerlich.

Das Design von Oa, der Welt des Green Lantern Corps, ist nicht schlecht, wirkt aber einfach zu künstlich und zu offensichtlich am Computer generiert, um den Zuschauer wirklich in eine andere Welt zu transportieren. Es ist den Machern hoch anzurechnen, dass sie den Ansprüchen der Comic-Fans gerecht werden wollten. Doch haben sie dadurch gleichzeitig die Gelegenheit verpasst, etwas Besonderes zu schaffen, das auch solche Fantasy-Fans anspricht, die sich im DC-Universum nicht auskennen.

Der größte Pluspunkt des Films ist nicht etwa der 3D Effekt, der nur in wenigen Momenten wirklich zum Tragen kommt, sondern Hauptdarsteller Ryan Reynolds, der mit der perfekten Mischung aus Selbstironie und Ernsthaftigkeit sein Bestes gibt, um als Superheld überzeugen zu können. Während etwa "Gossip Girl" Blake Lively, die zuletzt in Ben Afflecks "The Town – Stadt ohne Gnade" beweisen durfte, dass sie wirklich schauspielern kann, hier als attraktives Beiwerk verheizt wird, kann Reynolds auch in jeder noch so albernen Szene überzeugen. So liegt es also nicht an der Figur Green Lantern selbst, dass der Film nicht so recht funktionieren will, sondern an dem schwachen Drehbuch und der visuell zu bemüht comicartigen Umsetzung.

Ein paar gute Actionsequenzen gerade zu Beginn und am Ende des Films geben "Green Lantern" immerhin genügend Unterhaltungswert, um einen Kinobesuch für Fans der Comic-Figur zu rechtfertigen. Und es wird deutlich, dass in diesem ganz speziellen Universum ein gewisses Potential steckt, das zukünftige Filme (trotz des finanziellen Misserfolgs ist tatsächlich eine Fortsetzung geplant) vielleicht besser ausschöpfen können. Doch am Ende ist "Green Lantern" keine strahlende Heldensaga, sondern eher ein schwacher Leuchtfeuer, das von der Masse an sehr viel besseren Vertretern des Genres ganz schnell ausgeblasen werden könnte. Daher gilt: nur für Fans sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Green Lantern (USA 2011)"
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