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Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard

Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard

Schweiz 2010 - mit Sheela Birnstiel, Hugh Milne ...

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Sabine Gisiger und Beat Häner
Kinostart:29.10.2010
Produktionsland:Schweiz 2010
Laufzeit:ca. 98 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.pandorafilm.de
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Viele Menschen waren in den 70er Jahren auf der Suche. Auf der Suche nach dem inneren Glück, nach Spiritualität, nach neuen Ideen, um das Bewusstsein zu erweitern und nach sexueller Befreiung. Ein Mann, der für Tausende die Verkörperung aller Ziele ihrer Suche darstellte, war der spirituelle Lehrer Bhagwan Shree Rajneesh.

Die Dokumentation "Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard" entwirft anhand von zahlreichen Aufnahmen aus den 70ern und 80ern, sowie aktuellen Interviews mit Sheela Birnstiel, einst Bhagwans persönliche Sekretärin, und Hugh Milne, der als sein Leibwächter eng an der Seite Bhagwans stand, ein faszinierendes Bild vom Aufbau und Zerfall einer als ideale Form des Zusammenlebens gedachten Gesellschaft. Der Film von Sabine Gisiger und Beat Häner zeigt, warum Bhagwan eine so große Anziehungskraft auf so viele Menschen ausüben konnte, wie er sich selbst immer mehr vom spirituellen Lehrer zum größenwahnsinnigen Sektenführer wandelte und wie der Traum der idealen Lebensgemeinschaft in den Bergen von Oregon für mehr als 5000 Menschen zerplatzte.

Dabei versucht die Dokumentation angenehm neutral zu bleiben. Sie läßt die recht unterschiedlichen Protagonisten und die Bilder für sich selbst sprechen. Dabei ist es besonders interessant zu sehen, dass die Faszination, die Bhagwan seinerzeit auf Sheela und Hugh ausgeübt hat, auch Heute noch in ihren Worten und Gestik zu spüren ist, auch wenn sich besonders Hugh von seinem einstigen Guru durchaus distanziert und bei weitem nicht Alles gutheißt, was damals passiert ist.

Die Einblicke, die der Film in das Leben in der Lebensgemeinschaft rund um Bhagwan dem Zuschauer gewährt, sind absolut faszinierend, mitunter aber auch erschreckend und entlarvend. Was zu Beginn noch nach dem Paradies klingt, verwandelte sich im Laufe der Jahre für Viele zu einem Alptraum, und auch das wird in dem Film auf bisweilen bedrückende Art vermittelt.

Sicherlich will die Dokumentation Niemanden die Suche nach der Spiritualität verderben oder ausreden, vielmehr steht am Ende die Erkenntnis, dass die willenlose Bewunderung eines Menschen stets mit Vorsicht zu genießen ist und dass sich es mehr als gesund ist, Ansichten anderer Menschen, so positiv sie auch klingen mögen, immer kritisch zu hinterfragen, anstatt sie einfach kritiklos zu übernehmen. All das macht "Guru – Bhagwan, His Secretary & His Bodyguard" zu einem spannenden wie unterhaltsamen Film, den sich Liebhaber von interessanten Dokumentarfilmen auf keinen Fall entgehen lassen sollten.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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