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Oktober 2018
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Hai-Alarm am Müggelsee

Hai-Alarm am Müggelsee

Deutschland 2012 - mit Henry Hübchen, Michael Gwisdek, Tom Schilling, Anna-Maria Hirsch, Annika Kuhl, Benno Fürmann u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Leander Haußmann & Sven Regener
Kinostart:14.03.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.haialarm-derfilm.de
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"Wat`n dette?", fragt sich der Bademeister (Michael Gwisdek) vom Müggelsee, als er eines Morgens beim Baden plötzlich eine Hand weniger hat. Alles deutet auf das Unfassbare hin: ein Hai macht den idyllischen See im Berliner Ortsteil Friedrichshagen unsicher. Und das ausgerechnet jetzt, wo der Bürgermeister (Henry Hübchen) doch gerade erst die große Surfpaddelschule eröffnet hat. Es bleibt nur ein Ausweg: der Hai-Alarm wird ausgerufen. Doch weder die Städtemarketing-Expertin Vera Baum (Anna-Maria Hirsch), noch der Fischexperte (Tom Schilling) der Humboldt-Universität oder Polizist Müller (Detlev Buck) wissen genau, wie sie mit dieser für Friedrichshagen ungewohnten Situation umgehen soll. Zum Glück gibt es da Snake Müller (Uwe Dag Berlin), ein Haijäger, der gerade aus Hawaii zurück in seine alte Heimat gekommen ist. Wird Snake Müller den Hai erlegen können? Wird der Müggelsee bald schon wieder zum Badeparadies werden und so neues Geld in die Kassen des reichen Manns von Friedrichshagen (Benno Fürmann) spülen? Oder kommt es doch noch zur großen Katastrophe?

Alle Antworten auf diese und andere brennende Fragen beantworten Leander Haußmann und Sven Regener in "Hai-Alarm am Müggelsee", dem ersten und bislang besten Beitrag des neuen cineastischen Genres des Alarm-Films. Es ist eine ganz neue Kunstform, an die sich der Zuschauer freilich erst einmal wird gewöhnen müssen. So besteht die Gefahr, dass es nur Wenige geben wird, denen sich dieser Autorenfilm, den Sven Regener als "die Ultima Ratio der cineastischen Revolution" bezeichnet hat, erschließen wird und dass die Genialität der Vermischung von Elementen aus Katastrophen- und Actionfilm mit dem klassischen Bürokratie-Drama erst in vielen Jahren erkannt werden wird.

Andererseits kann der Streifen natürlich auch so bewertet werden: bei ihrer ersten gemeinsamen Regiearbeit haben Haußmann und Regener einen hemmungslos albernen Spaßfilm inszeniert, der mit trockenem Wortwitz, allerhand Absurditäten und einer etwas trashig angehauchten Inszenierung eigentlich nur zwei Reaktionen zulässt: entweder man rollt sich tränenüberströmt vor Lachen auf dem Boden, oder man verlässt verärgert das Kino. Dazwischen gibt es eigentlich Nichts. Den Film einfach nur ganz nett und recht amüsant zu finden, ist eigentlich unmöglich. Entweder er trifft mit seiner ganz speziellen Art mitten ins Humorzentrum, oder aber komplett daneben.

Wer mit den Komödien von Zucker/Abrahams/Zucker ("Die unglaubliche Reise in einem verrückten Flugzeug", "Die nackte Kanone") aufgewachsen ist, wird hier ebenso einige Einflüsse spüren, wie von den Filmen, die Helge Schneider seinen Fans geschenkt hat. Und hier und da blitzt gerade bei den Dialogen in den besten Momenten sogar ein wenig Loriot auf. Das Beste an dieser kruden Mischung ist, dass es den Darstellern deutlich anzumerken ist, dass sie diesen Film nicht des Geldes wegen gemacht haben, sondern einfach aus purem Spaß. Hier geht es nicht um mögliche Filmpreise oder um hochgeistige Kunst. Nein, dieser Film ist einfach nur aus Vergnügen für alle Beteiligten entstanden. Und das überträgt sich freilich auch auf den Zuschauer. In einem Wust aus Betroffenheitsdramen und plumpen Fäkalkomödien ist es einfach erfrischend, auch mal wieder über so einen ausgemachten Blödsinn (im besten Sinne des Wortes natürlich) lachen zu dürfen.

Wer völlig absurden, dabei meist wunderbar trockenen Humor mag, wer sich auch mal über fröhlichen Trash amüsieren kann und nicht immer perfekt inszenierte Hochglanzprodukte mag und wer wissen möchte, was passiert, wenn wirklich einmal Hai-Alarm ausgerufen werden sollte, dem kann dieser erste – und hoffentlich nicht letzte – Alarm-Film wärmstens ans Herz gelegt werden. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Hai-Alarm am Müggelsee (Deutschland 2012)"
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