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Happy Feet 2

Happy Feet 2

Australien 2011 - mit den Stimmen von Rick Kavanian, Ben Becker ...

Filminfo

Originaltitel:Happy Feet Two
Genre:Animation, Kinderfilm
Regie:George Miller
Kinostart:01.12.2011
Produktionsland:Australien 2011
Laufzeit:ca. 99 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.HappyFeet2-derFilm.de
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In der Arktis wird wieder gesungen und getanzt: die Pinguine aus dem Animationshit "Happy Feet" aus dem Jahr 2006 sind wieder da. Regisseur George Miller taucht in der Fortsetzung seines Oscar-prämierten Films tiefer in die Welt der Pinguine ein und hat dabei den visuellen Aspekt fast zur Perfektion gebracht. Ob die flauschigen Pinguinkinder, schmelzendes Eis oder die faszinierende Unterwasserwelt, selten wurde dies so überzeugend auf die Leinwände gebracht. Der in diesem Fall endlich einmal wieder gelungene 3D Effekt trägt zudem dazu bei, dass "Happy Feet 2" visuell ein echter Genuss ist. Schade ist nur, dass das Drehbuch da nicht wirklich mithalten kann.

Pinguin Mumble aus Teil 1 ist inzwischen erwachsen und hat mit seiner großen Liebe Gloria nun selbst Nachwuchs gezeugt. Der kleine Eric ist, wie einst Mumble selbst, anders, als die anderen kleinen Pinguine. Während die singen und tanzen, was das Zeug hält, sieht Erik darin keinen echten sinn. Als er sich dann aber doch zu ersten Tanzversuchen hinreißen lässt, blamiert er sich schrecklich. Daher beschließt er, die Kaiserpinguinkolonie zu verlassen und Ramon zu seinen Artgenossen, den Adelie-Pinguinen, zu begleiten. Während sich Mumble auf die Suche nach dem kleinen Erik macht, der von seinen beiden besten Freunden begleitet worden ist, sorgt das Schmelzen des Polareises für eine Katastrophe: Mumbles Kolonie, und damit auch Gloria, werden in ihrem Tal eingeschlossen. Es scheint keinen Weg hinein oder hinaus zu geben. Einzig der etwas merkwürdig aussehende Sven könnte Rettung bringen...

"Happy Feet 2" ist offensichtlich bemüht darum, das Erfolgsrezept des ersten Films mit neuen Impulsen zu versetzen und so einen allzu großen Wiederholungseffekt zu verhindern. Die Nebenhandlung um die beiden Krills Will und Bill etwa gehört zu diesen frischen Aspekten, die dem Film wirklich gut tun. Was dagegen nicht oder nur bedingt funktioniert, sind die zahlreichen Tanz- und Gesangseinlagen, die sich schnell abnutzen und auf Dauer nur langweilen. Besonders dann, wenn auch noch der Niedlichkeitsfaktor der Pinguinküken bis zum Anschlag ausgereizt wird. Es soll ja so süß sein, wenn die kleinen flauschigen Racker freche Raps von sich geben oder mit traurigem Blick und leicht lispelnden Stimmchen rührende Dinge sagen. Mag sein, dass dies bei den kleinen Zuschauern auch funktioniert. Erwachsene dürften aber schnell darauf kommen, wie manipulativ dieser Aspekt des Films eingesetzt wird, so dass auf ein herziges "Ahhhh" bald ein genervtes "Ohhhh" folgt.

Es ist Miller hoch anzurechnen, dass er auch im zweiten Film wieder seine ökologische Botschaft nicht nur knallbunt und lustig, sondern auch düster und bedrohlich verpackt hat. Und es sind gerade die dunklen Momente, die hervorstechen und im Gedächtnis bleiben. Brechendes Eis, dunkle Wolken, schwere Stürme, all das macht den Pinguinen dieses Mal zu schaffen. Auf der anderen Seite setzt Miller aber auch auf sehr viel offensichtlicheren Humor, als bei Teil 1. Dabei gehören die besten Lacher einmal mehr Ramon, der im Original von Robin Williams gesprochen und in der deutschen Fassung überzeugend von Rick Kavanian synchronisiert worden ist. Sein verzweifeltes Werben um die Pinguindame Carmen gehört zu den amüsantesten Aspekten des Films.

Was die Musik angeht, so sind die Songs gut ausgewählt, um zum direkten Teil der Geschichte zu werden. Aus diesem Grund wurden auch alle Songs ins Deutsche übersetzt. Das macht die Lieder gerade für kleine Zuschauer, die auch noch keine Untertitel lesen könnten, zwar verständlicher. Allerdings kommen deutsche Zuschauer so auch nicht in den Genuss des schönen Songs "Bridge of Light", der im Original von Pink gesungen wird, die hier die viel zu früh verstorbene Brittany Murphy als Stimme von Gloria ersetzt hat.

"Happy Feet 2" ist ein Fest fürs Auge, sowohl in 2D, ganz besonders aber in 3D. Die Geschichte, der zu aufdringlich eingesetzte Niedlichkeitseffekt der kleinen Pinguine und die im zweiten Anlauf eher ermüdenden Tanz- und Gesangseinlagen machen aus dem Animationsfilm aber ein eher zweifelhaftes Vergnügen, das höchstens Kindern ein paar vergnügliche Minuten bescheren könnte.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Happy Feet 2 (Australien 2011)"
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