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Harriet – Der Weg in die Freiheit

Harriet – Der Weg in die Freiheit

USA 2019 - mit Cynthia Erivo, Janelle Monáe, Leslie Odom Jr., Clarke Peters, Joe Alwyn ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Harriet
Genre:Drama
Regie:Kasi Lemmons
Kinostart:09.07.2020
Produktionsland:USA 2019
Laufzeit:ca. 125 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.facebook.com/UniversalPicturesDE
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In der Mitte des 19. Jahrhunderts gelingt der jungen Harriet Tubman (Cynthia Erivo) die Flucht aus der Sklaverei. Obwohl sie es in Sicherheit schafft und fortan ein verhältnismäßig angenehmes Leben führen könnte, entschließt sich Harriet dazu, zum dem Ort zurückzukehren, der ihr so viel Leid und Schmerz zugefügt hat, um auch ihre Familie aus der Unterdrückung zu befreien. Ihr Mut, ihre Willenskraft und auch ihr Einfallsreichtum beeindruckt die Mitglieder der Hilfsorganisation Underground Railroad, der Harriet fortan hilft, um viele weitere Sklaven zu befreien. Die wahre Geschichte um diese legendäre Freiheitskämpferin wird nun in dem Drama "Harriet – Der Weg in die Freiheit" erzählt. 

Regisseurin Kasi Lemmons versucht, dem selbstlosen Kampf dieser großartigen Frau ein filmisches Denkmal zu setzen. Das gelingt ihr deshalb recht gut, weil sie mit Cynthia Erivo eine richtig starke Hauptdarstellerin gefunden hat, die den Film auch über seine schwächeren Passagen trägt. Diese Schwächen beziehen sich nicht auf die Geschichte, denn die ist richtig stark. Nach dem Film will man dann auch unbedingt noch viel mehr über Harriet Tubman und ihr Leben erfahren. Insofern macht dieses Biopic alles richtig. 

Nein, die Schwächen von "Harriet – Der Weg in die Freiheit" liegen eher in der Inszenierung, die arg konventionell geraten ist und sich für die Vermittlung der sehr wichtigen Botschaft etwas zu sehr des moralischen Vorschlaghammers bedient. Eine etwas intensivere Erzählweise der Geschichte und gleichzeitig einen Hauch mehr Subtilität – sei es, bei Kameraeinstellungen oder bei der Charakterzeichnung – wären hier wünschenswert gewesen. Keine Frage, "Harriet – Der Weg in die Freiheit" ist ein guter Film, der eine wichtige und höchst spannende Geschichte über eine faszinierende Frau erzählt – eine Frau, die auch außerhalb der USA unbedingt noch bekannter sein sollte, als sie es ist. Trotzdem: Da es der Umsetzung an herausstechenden Elementen fehlt, gelingt es dem Film nur selten, die emotionale Wucht zu entfalten, die der Geschichte eigentlich innewohnt. 

In Zeiten, in denen immer mehr Menschen gegen Rassismus die Stimme erheben und auf die Straße gehen, ist es wichtig zu sehen, wie lange dieser Kampf gerade in den USA schon ausgetragen wird und dass es Menschen gibt, die den persönlichen Einsatz für Freiheit und Gleichberechtigung über das eigene Leben stellen. Dabei – und das ist die wichtigste Leistung dieses Films – verbreitet die Geschichte am Ende keinen Hass (auch wenn sie natürlich wütend macht), sondern Hoffnung. Und das ist etwas, was wir auch heute noch dringend brauchen! Dafür gibt es dann auch – trotz der durchaus vorhandenen Schwächen – ein klares: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Harriet – Der Weg in die Freiheit (USA 2019)"
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