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Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2

UK/USA 2010 - mit Daniel Radcliffe, Rupert Grint, Emma Watson, Ralph Fiennes, Helena Bonham Carter, Alan Rickman ...

Filminfo

Originaltitel:Harry Potter and the Deathly Hallows – Part 2
Genre:Fantasy, Abenteuer, Action
Regie:David Yates
Kinostart:14.07.2011
Produktionsland:UK/USA 2010
Laufzeit:ca. 130 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.harrypotter.de
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Nach zehn Jahren heißt es nun Abschied nehmen. Denn mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" kommt der definitiv letzte Teil um die Abenteuer des Zauberschülers in unsere Kinos. Nachdem die erfolgreiche Buchreihe bereits 2007 zu Ende gegangen ist, blieb der Kino-Harry den Fans noch etwas mehr als drei Jahre erhalten. Doch jetzt ist endgültig Schluss! Doch bevor jetzt die kollektive Trauer ausbricht, dürfen sich Fans erst noch einmal richtig freuen. Denn das Finale von "Harry Potter" ist schlicht und ergreifend genial und ein mehr als würdiger Abschluss der großartigen Kino-Saga.

Harry (Daniel Radcliffe), Ron (Rupert Grint) und Hermine (Emma Watson) sind auch nach den dramatischen Ereignissen aus "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1" auf der Suche nach den letzten Horkruxen, in denen Lord Voldemort Teile seiner Seele aufbewahrt. Harry weiß, dass er den dunklen Lord nur dann endgültig besiegen kann, wenn er alle Horkruxe zerstört hat. Doch die Zeit drängt, denn Voldemort hat den Elderstab, eines der legendären Heiligtümer des Todes, gefunden und ist nun bereit, Harry endgültig zu töten. Während der dunkle Magier seine Truppen vor den Toren von Hogwarts versammelt, um zum finalen Schlag auszuholen, muss sich Harry seiner bislang schwersten Prüfung stellen – eine Prüfung, die viele Opfer fordern wird...

"Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" ist ein im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubendes Finale. Während es in den ersten sieben Filmen immer wieder längere ruhige und auch amüsante Momente gab, ist der letzte Teil fast durchweg rasant, düster, blutig und sehr emotional. David Yates, der seit seinem Potter-Einstand mit "Der Orden des Phoenix" deutlich gereift ist, hat einige wahrhaft magische Kinomomente geschaffen, die diese großartige Geschichte mehr als angemessen zu Ende bringt.

Dabei ist es ihm besonders gut gelungen, große Emotionen zu erzeugen, ohne zu kitschig zu werden oder die bewegenden Momente des Finales zu sehr auszuschlachten. Wer das Buch kennt, weiß, dass der Kampf in Hogwarts einige Opfer kostet und dass einige liebgewordene Figuren ihr Leben lassen müssen. Diese Szenen setzt Yates sehr sensibel um, wird ihrer emotionalen Kraft voll und ganz gerecht, obwohl er sie eigentlich nur im Vorbeigehen abhandelt. Einem Tod aber wird etwas mehr Zeit gewidmet, was für einen der großartigsten schauspielerischen Momente der ganzen Reihe sorgt. Der Charakter dieser Figur (Fans werden sicherlich wissen, von wem hier die Rede ist, ich möchte es aber an dieser Stelle trotzdem nicht verraten) wandelt sich in nur wenigen Augenblicken völlig, was Dank ihres hervorragenden Darstellers für mehr als eine Gänsehaut sorgt. Hier wird einmal mehr deutlich, dass die "Harry Potter" nicht nur großes Unterhaltungskino waren und Fantasy-Futter fürs Auge zu bieten haben, sondern dass hier auch großen Wert auf schauspielerisches Können gelegt worden ist.

Emotionale Höhepunkte wie diesen hat der Film in Hülle und Fülle zu bieten. Etwa, wenn Minerva McGonagall und die anderen Lehrer von Hogwarts die Schule mit einem magischen Kraftfeld zu schützen versuchen, was visuell umwerfend dargestellt ist, oder wenn Neville Longbottom Voldemort heldenhaft entgegen tritt, wenn Harry Ginny nur mit einem Blick seine Liebe gesteht oder wenn er einen Blick in die Vergangenheit seiner Eltern werfen darf. Aber die Emotionen der Fans werden auch dann Achterbahn fahren, wenn immer wieder Verweise auf ältere Filme eingestreut werden, gleichzeitig aber gerade dadurch deutlich wird, wie sehr sich das Harry Potter Universum im Lauf der Jahre verändert hat.

Alexandre Desplats großartige Musik fügt sich da perfekt ein. Denn auch er webt immer wieder bekannte Themen, gerade die, die John Williams für die ersten Filme komponiert hat, in seinen Klangteppich ein und macht so den Abschied auch in musikalischer Hinsicht bittersüß. Es gibt einen Moment nach der ersten Attacke von Voldemorts Schergen auf Hogwarts, die gerade durch Desplats Score beinahe zu Tränen rührt. Auch wenn sich viele Fans gewünscht hätten, dass John Williams für das Finale noch einmal zu der Reihe zurückkehrt, so kann doch mit Fug und Recht behauptet werden, dass Alexandre Desplat die übergroßen Fußstapfen des legendären Williams durchaus auszufüllen weiß und dem Komponisten und seiner Arbeit im Finale auf würdevolle Art Tribut zollt.

Die Sets, die Spezialeffekte, das Make Up, die Kostüme und die Choreographie des Kampfgetümmels, in jedem Bereich wurde noch einmal Großartiges abgeliefert. Man spürt, dass die Macher genau gewusst haben, was sie den Fans schuldig sind. Und auch, dass sie im Laufe von einem Jahrzehnt tief in das von J.K. Rowling erschaffene Universum eingetaucht sind. Es ist ihnen gelungen, die Zuschauer in eine andere Welt zu entführen, in der man sich trotz aller Magie doch irgendwie zu Hause fühlt. Es ist schön, wenn der Abschied aus einer solchen Traumwelt derart gelungen und angemessen ausfällt, wie das bei "Harry Potter" der Fall ist.

Zum Abschied gibt es Harry und seine Freunde erstmals auch in 3D zu sehen. Ich persönlich bin kein großer Freund von Filmen, die nachträglich in 3D konvertiert werden. Doch bei "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" muss ich sagen, dass David Yates und sein Team mit großer Sorgfalt ans Werk gegangen sind. Natürlich gibt es einige "typische" 3D Szenen, etwa, wenn der Drache, auf dem Harry, Ron und Hermine aus der Gringotts-Bank fliehen, direkt ins Publikum schnappt. Doch im Großen und Ganzen bewirkt die Dreidimensionalität hier tatsächlich, dass der Zuschauer in das Geschehen integriert wird, dass man mehr als jemals zuvor das Gefühl hat, selbst durch die Gänge von Hogwarts zu streifen. Sicherlich, der Film funktioniert auch in der 2D Fassung perfekt. Doch "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" gehört zu den wenigen Fällen, in denen der 3D Effekt den zusätzlichen Aufpreis an der Kinokasse tatsächlich rechtfertigt.

Es gäbe noch so viel mehr über dieses Finale zu sagen. Etwa über die großartige Leistung von Ralph Fiennes, der in einigen Nahaufnahmen wirklich zum Fürchten aussieht. Oder über die zur Höchstform auflaufende Helena Bonham Carter, die besonders als von Hermine durch Vielsafttrank verkörperte Bellatrix für einen der wenigen humorvollen Momente des Films sorgt. Über den großartig ausgestatteten Raum der Wünsche oder über die letzte Szene zwischen Harry, Ron und Hermine in den Trümmern von Hogwarts. Doch statt hier noch zu sehr ins Detail zu gehen, bleibt mir nur noch, allen Fans der Reihe diesen letzten Teil wärmstens ans Herz zu legen und mich von einer liebgewonnenen Filmserie zu verabschieden. Zwar wird es mit Sicherheit auch in Zukunft viele magische Kinomomente geben, doch "Harry Potter" war und ist einfach etwas ganz Besonderes. Und das sollten Sie jetzt unbedingt ein letztes Mal noch im Kino genießen!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2 (UK/USA 2010)"
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