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Hatchet II – DVD

Hatchet II – DVD

USA 2010 - mit Danielle Harris, Tony Todd, Kane Hodder u.a

Filminfo

Originaltitel:Hatchet II
Genre:Horror, Komödie
Regie:Adam Green
Verkaufsstart:07.04.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 78 Min. (gekürzte Fassung)
FSK:ab 18 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1,85:1)
Extras:Audiokommentar, Making of, Featurette, Trailer
Regionalcode:2
Label:Sunfilm Entertainment
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Amazon Link : Hatchet II – DVD

Film: Victor Crowley ist zurück! Und er stürzt sich natürlich sofort auf Marybeth (in Teil 2 gespielt von Danielle Harris), die einzige Überlebende der blutigen Ereignisse aus Teil 1. Doch Marybeth kann fliehen und schwört Rache. Sie will dem entstellten Killer endlich den verdienten Garaus machen. Mit Hilfe von Reverend Zombie (Tony Todd) und ihres Onkels (Tom Holland) versammelt Marybeth eine Gruppe unerschrockener Jäger um sich, die Crowley aufspüren und töten sollen. Doch kaum in Victors Revier angekommen wird klar, wer hier Jäger und wer Beute ist...

Mit "Hatchet" hatte Adam Green 2006 eine amüsante Hommage an die Backwood-Slasher der 80er Jahre inszeniert und konnte damit Genre-Fans auf der ganzen Welt begeistern. Nun kommt die heiß ersehnte Fortsetzung in unsere Heimkinos, die noch mehr schrägen Witz, noch mehr Blut und noch sehr viel mehr Gore verspricht. Doch halten kann "Hatchet II" dieses Versprechen nur bedingt. Zwar gibt es zahlreiche recht amüsante Momente und das Spiel mit den Klischees dieses Sujets ist auch im zweiten Anlauf wieder gelungen. Dennoch wirkt das Ganze so, als habe Green zu bemüht versucht, noch witziger, noch cleverer zu sein, als im ersten Teil. Dadurch wird der Humor an vielen Stellen zu überdreht und albern, um noch als liebevolle Hommage durchgehen zu können.

Allerdings könnte der Film ja noch durch seine völlig übertriebenen Splatter-Einlagen punkten. Könnte, wenn da nicht für die Veröffentlichung in Deutschland kräftig die Schere angesetzt worden wäre. Von den derben Effekten, die den durchaus vorhandenen Spaßfaktor der Fortsetzung ausgemacht haben, ist kaum etwas übrig geblieben. Das ist insofern verwunderlich, da die Effekte derart übertrieben auf Komik und nicht auf Schrecken ausgerichtet sind und da sie zudem überaus deutlich als Effekte erkennbar sind. Dass hier irgendwelche Zuschauer Realität und Fiktion verwechseln könnte, was bei einigen Horrorfilmen sehr viel eher der Fall sein mag, wäre bei "Hatchet II" also kaum zu erwarten gewesen. Dennoch fielen in Deutschland knapp 3 Minuten der Schere zum Opfer. Und auch, wenn Zuschauer, die jene ungekürzte Fassung, die 2010 auf dem Fantasy Filmfest zu sehen war, nicht kennen, nicht jeden Schnitt bemerken, sind manche Szenen anscheinend mit Victor Crowleys Kettensäge bearbeitet worden.

Was übrig geblieben ist, ist ein Splatterspaß, der immer dann abgewürgt wird, wenn er zu Hochtouren aufläuft. Genre-Fans werden zwar an den Auftritten von Kane "Jason" Hodder, Tony "Candyman" Todd oder "Chucky"-Regisseur Tom Holland ihre Freude haben und sich über die kleinen Gastauftritte von Darstellern aus dem ersten Teil amüsieren. Besonders die Art und Weise, wie Parry Shen, dessen Charakter Shawn ja eigentlich im ersten Film das Zeitliche gesegnet hat, wieder mit ins Boot geholt worden ist, ist schon recht amüsant. Genre-Profi Danielle Harris ("Halloween 4 + 5", "Düstere Legenden"), die für Tamara Feldman eingesprungen ist, macht ihre Sache auch recht gut, auch wenn sie gerade zu Beginn etwas zu häufig eine Augenbraue hochzieht.

An sich ist "Hatchet II" also eine durchaus gelungene Fortsetzung, die nur daran leidet, dass sie etwas zu verkrampft versucht, alle gelungenen Elemente des Vorgängers in den Schatten zu stellen. Würden die Schnitte in der deutschen Heimkinofassung nicht zum Teil arg deutlich auffallen, könnte diese DVD allen Fans von Teil 1 wärmstens ans Herz gelegt werden, denn unterhaltsam ist der Film allemal. So aber ist eine solche Empfehlung nur sehr bedingt möglich.

Bild + Ton:
Technisch liegt die DVD auf gutem Niveau. Das Bild ist in den hellen Sequenzen angenehm scharf und besonders die Rot-Töne sind sehr wirkungsvoll umgesetzt. Die Schwarzwerte sind gut, in den dunklen Sequenzen gibt es allerdings einige Schwachpunkte bei den Kontrasten und der Detailschärfe. Der Ton bleibt weitgehend ruhig, doch in einigen Spannungsmomenten werden gezielt wirkungsvolle Surroundeffekte eingesetzt. Gut!

Extras: Die Kürzung des Hauptfilms hat auch Einfluss auf das Bonusmaterial. So wurde etwa für die deutsche Veröffentlichung eine Kurzdokumentation, die sich in erster Linie mit den Gore-Effekten befasst, völlig gestrichen. Aber auch bei den übrigen Extras wurde kräftig die Schere angesetzt. Beim Making of sind es gleich 7 Minuten, die sich mit eben den Momenten befassen, die aus dem Hauptfilm herausgeschnitten worden sind. Ansonsten ist diese Dokumentation durchaus sehenswert und informativ – auch wenn hier, wie beim Film selbst, die interessantesten Momente fehlen. Die kürzere "First Look" Werbe-Dokumentation ist zwar ebenfalls gekürzt, allerdings nur um 7 Sekunden, was durchaus verschmerzt werden kann.

Nicht gekürzt wurden dagegen die beiden leider nicht optional untertitelten Audiokommentare, was allerdings zur Folge hat, dass sie schon nach wenigen Minuten aufgrund der Kürzungen im Hauptfilm nicht mehr synchron zum eigentlichen Film laufen und am Ende noch über den Abspann hinaus fortlaufen – was die Laufzeit des Films von knapp 78 auf 82 Minuten erhöht. Der erste Kommentar wurde von Adam Green, Kameramann Will Barratt und dem Special Makeup Effects Supervisor Robert Pendergraft eingesprochen, der zweite von Green und den Darstellern Kane Hodder und Tony Todd. Während der erste Kommentar eher die technischen Aspekte beleuchtet und viele interessante Making of-Informationen enthält, geht der zweite Kommentar mehr auf die Ereignisse während der Dreharbeiten und die Reaktionen der Fans ein. Was natürlich etwas stört ist, dass hier zum Teil über Dinge gesprochen wird, die der Zuschauer nicht zu sehen bekommt, bzw. noch über Szenen diskutiert wird, die aufgrund der Kürzungen längst vorbei sind. Und wenn die Beteiligten einmal eine Pause einlegen und der O-Ton des Films läuft, ist dieser natürlich nicht synchron zu dem, was der deutsche Zuschauer sieht. Trotzdem ist es schön, dass zumindest die Kommentare nicht geschnitten worden sind.

Fazit: Nicht mehr ganz so unbeschwert vergnügt, wie sein Vorgänger, aber dennoch kurzweilig und blutig, präsentiert sich "Hatchet II" in Deutschland leider in einer stark geschnittenen Fassung. Das, was diese Fortsetzung sehenswert macht, ist also hier kaum noch erkennbar. Und auch das Bonusmaterial erscheint hierzulande nur in gekürzter Form, was es äußerst schwer macht, diese Heimkino-Premiere Genrefans ans Herz zu legen.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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