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Hell

Hell

Deutschland 2011 - mit Hannah Herzsprung, Lars Eidinger, Stipe Erceg, Angela Winkler ...

Filminfo

Genre:Thriller, Horror, Drama
Regie:Tim Fehlbaum
Kinostart:22.09.2011
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 89 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.hell-derfilm.de
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Ein apokalyptischer Horrorfilm aus Deutschland? Das können Sie sich nicht vorstellen? Regisseur Tim Fehlbaum beweist mit dem von Roland Emmerich produzierten "Hell", dass spannende Genreunterhaltung nicht zwangsläufig aus dem Ausland kommen muss. Eines ist dabei sicher: nach diesem Film wird sich wohl keiner mehr darüber beschweren, dass sich die Sonne in diesem Sommer so rar gemacht hat. 

Denn in "Hell" hat das Sinnbild für schönes Wetter und gute Laune unseren Planeten in eine leblose, tödliche Wüste verwandelt. Wasser und Nahrung sind ein seltenes Gut geworden, für das so mancher Mensch auch über Leichen geht. Marie (Hannah Herzsprung) kämpft sich in einem verdunkelten Auto gemeinsam mit ihrer jüngeren Schwester Leonie (Lisa Vicari) und ihrem Freund Phillip (Lars Eidinger) in Richtung der Berge, wo es angeblich noch nicht versiegte Wasserquellen gibt. Bei einem Zwischenstop an einer verlassenen Tankstelle trifft das Trio auf Tom (Stipe Erceg), der zwar versucht, die wenigen Vorräte der Drei zu stehlen, sich aber aufgrund seiner Fähigkeiten als Mechaniker als hilfreicher Begleiter erweist. Als sie inmitten der kargen Einöde in einen Hinterhalt gelockt werden, wird die kleine Zweckgemeinschaft brutal getrennt. Und bald schon scheint die sengende Sonne ihr geringstes Problem zu sein... 

Gedreht in einem von Borkenkäfern ruinierten Waldstück in Bayern und in einem weitflächig abgebrannten Waldgebiet auf Korsika haben Fehlbaum und sein Team ohne große Computereffekte und mit recht einfachen Mitteln eine überzeugende apokalyptische Welt geschaffen. In ihr schlagen sich die Protagonisten durch eine Geschichte, die zu Beginn noch wie eine deutsche Adaption der Bestsellerverfilmung "The Road" anmutet. Hier wie dort wird im Kleinen gezeigt, wie sich eine Apokalypse auf ganz normale Menschen auswirkt. Zwar gibt es hier und da einige kleine Logiklöcher, doch unterm Strich gelingt es dem Film sehr gut, den Zuschauer in die trostlose Welt von "Hell" hinein zu ziehen. 

In der zweiten Hälfte wandelt sich das Endzeit-Drama dann in einen handfesten Psycho-Horror, bei dem besonders Angela Winkler ("Die Blechtrommel") als anfangs sehr fürsorgliche Bäuerin eine sehr intensive Darstellung abliefert, die beim Zuschauer alles Andere als Sympathie hervorruft. Hannah Herzsprung vermeidet souverän die typische Opferrolle, obgleich ihr Charakter immer wieder in aussichtslose Situationen gebracht wird und daher auch sehr viel Leid erfährt. Lars Eidinger ("Alle Anderen") hat als feiger Phillip die wohl undankbarste Rolle, die er allerdings glaubhaft meistert. Und auch Stipe Erceg und Nachwuchsschauspielerin Lisa Vicari liefern durchaus überzeugende Leistungen ab. 

"Hell" erfindet das Genre sicherlich nicht neu. Dafür scheint viel zu oft der Einfluss anderer Vertreter dieses Sujets in Fehlbaums Inszenierung durch. Was diesen apokalyptischen Horror so sehenswert macht, ist, dass er zum Einen wirklich wie eine Kinoproduktion und nicht wie ein aufgeblasener TV-Film aussieht und dass er die Spannungsschraube bis zum Finale angezogen zu halten vermag. Sicherlich, dem Vergleich zu "The Road", der sich in gewisser Weise aufdrängt, kann "Hell" nicht ganz standhalten. Doch was Fehlbaums Film an Anspruch und Originalität vermissen lässt, macht er mit seinem Unterhaltungswert wieder wett. So ist dieser Besuch in einer postapokalyptischen Welt vielleicht nicht das ganz große Kopfkino, aber kurzweilige Genre-Unterhaltung wird dem Zuschauer auf jeden Fall geboten. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Hell (Deutschland 2011)"
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