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September 2018
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Hercules

Hercules

USA 2014 - mit Dwayne Johnson, Ian McShane, Rufus Sewell, Ingrid Bolsø Berdal, Aksel Hennie u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Hercules
Genre:Abenteuer, Action
Regie:Brett Ratner
Kinostart:04.09.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 98 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.hercules-movie.de
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Hercules (Dwayne Johnson), Sohn des Zeus, hat sich, nachdem er zwölf Prüfungen absolvieren musste, um den Zorn der Götter zu beschwichtigen, müde und abgestumpft von dem göttlichen Teil seiner Herkunft abgewandt. Mit sechs Gleichgesinnten lebt er als Söldner nur noch für den bezahlten Kampf. Dabei geht es Hercules nicht um Gut oder Böse, sondern nur darum, wie viel er bezahlt bekommt. Als er von König Cotys (John Hurt), dem rechtmäßigen Throninhaber, den Auftrag erhält, seine Truppen für den Kampf gegen den Tyrannen Rhesus (Tobias Santelmann) zu trainieren und in die Schlacht um Thrakien zu führen, hinterfragt der Göttersohn diese Aufgabe nicht. Dass Cotys ein doppeltes Spiel treibt, dass Hercules direkt in sein Verderben führen könnte, merkt dieser erst, als es fast zu spät ist…

Bereits vor wenigen Monaten kam eine Version der Legende um Halbgott Hercules in die Kinos. Allerdings war der Actionfilm von Renny Harlin mit Kellan Lutz in der Titelrolle sowohl künstlerisch wie kommerziell ein kompletter Misserfolg, was der Vorfreude auf einen weiteren "Hercules"-Film nicht unbedingt zuträglich war. Dennoch darf jetzt Dwayne Johnson unter der Regie von Brett Ratner ("Rush Hour") in die Rolle schlüpfen, an der sich schon Arnold Schwarzenegger, Lou "Hulk" Ferrigno oder Kevin Sorbo versucht haben. Und auch wenn Ratners "Hercules" weit davon entfernt ist, hochwertiges Unterhaltungskino zu sein, so kann dem Actionstreifen doch ein gewisser Spaßfaktor nicht abgesprochen werden.

Der ist nicht nur einer herrlich überzogenen Inszenierung, die sich oft selbst nicht ganz ernst zu nehmen scheint, zu verdanken, sondern vor allem dem mit ein wenig Selbstironie gewürzten Spiel von Dwayne Johnson. Der ehemalige Wrestler ist eben ein verdammt guter Actionheld, der selbst mit einem albernen Löwenfell auf dem Kopf noch extrem cool wirkt. Wenn Johnson seine Kämpfe mit amüsanten One-Linern würzt, dann macht das einfach richtig viel Spaß – auch wenn das Drehbuch an sich eher dürftig ist. Besonderen Eindruck hinterlässt neben "The Rock" vor allem noch Ian McShane als Wahrsager Amphiaraus, der zusammen mit Hercules für einige der besten und auch amüsantesten Momente des Films sorgt.

Die übrigen Darsteller bleiben dagegen etwas blass, was allerdings wiederum am schwachen Drehbuch liegt, dem es einfach nicht gelingt, die Figuren wirklich interessant zu machen und mit Leben zu füllen. So darf etwa Bademoden-Model Irina Shayk in ihrem Leinwanddebüt nicht mehr sein, als Futter fürs Auge der männlichen Zuschauer und selbst ein Veteran wie John Hurt kann kaum gegen das seichte Skript anspielen. Einzig die von Ingrid Bolsø Berdal, bekannt aus den "Cold Prey"-Filmen, gespielte Kämpferin Atalanta ist noch ein halbwegs interessanter Charakter. Doch auch hier wird zu viel Potential einfach verschenkt.

Das gilt in gewisser Hinsicht auch für die visuellen Effekte, die mal richtig gut, in anderen Szenen aber lediglich durchschnittlich ausgefallen sind. Doch zum Glück hat Ratner hier mit der Entscheidung entgegen gewirkt, viel an großen Sets zu drehen, so dass der Film nie wirklich zu einer puren CGI-Orgie verkommt. Und auch wenn nicht alle Effekte überzeugen können, so sorgt die Mischung aus echten Sets und Computereffekten doch dafür, dass der Film auf einer rein visuellen Ebene durchaus viel Gutes zu bieten hat.

Ratners auf dem Comic von Steve Moore basierende Version des "Hercules" Mythos ist ein reiner Spaßfilm, der zwar hinter seinem Potential zurück bleibt und dadurch längst nicht so episch wirkt, wie sich das Ratner wahrscheinlich ursprünglich vorgestellt hat. Doch als einfach gestricktes Historienabenteuer mit leichten Fantasy-Elementen funktioniert das Ganze aufgrund des coolen Hauptdarstellers und einiger ordentlicher Schauwerte sehr gut – vorausgesetzt, man schraubt seinen intellektuellen  Anspruch auf ein Minimum herab. Wer also nicht mehr erwartet, als ein verdammt teures B-Movie mit einigen richtig guten Actionszenen, der wird hier garantiert seinen Spaß haben. Und für solche Zuschauer gilt dann auch: durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Hercules (USA 2014)"
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