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Honig im Kopf – Blu-ray

Honig im Kopf – Blu-ray

Deutschland 2014 - mit Dieter Hallervorden, Emma Schweiger, Til Schweiger, Jeanette Hain u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung - Film:
Ausstattung:

Filminfo

Genre:Komödie, Tragikomödie
Regie:Til Schweiger
Verkaufsstart:27.08.2015
Produktionsland:Deutschland 2014
Laufzeit:ca. 139 Min
FSK:ab 6 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (DTS-HD Master Audio 5.1), Audiodeskription für Blinde (Dolby Digital 2.0)
Untertitel:Deutsch, Englisch
Bildformat:16:9 (2.35:1) 1080 High Definition
Extras:Audiokommentar, Teamfilm, Hinter den Kulissen Clips, Musikvideos, Outtakes, Trailer
Label:Warner Home Video Germany
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Amazon Link : Honig im Kopf – Blu-ray

Film: Seit dem Tod seiner Frau baut Amandus (Dieter Hallervorden) immer mehr ab. Immer öfter vergisst er Dinge und er wird zunehmend zur Belastung für seinen bemühten Sohn Niko (Til Schweiger) und ganz besonders für seine Schwiegertochter Sarah (Jeanette Hain). Die würde den alten Mann lieber heute als Morgen in ein Pflegeheim abschieben – ein Gedanke, mit sich Niko noch nicht so recht anfreunden will. Zumal seine Tochter Tilda (Emma Schweiger) eine ganz besondere Beziehung zu ihrem Großvater pflegt. Während sich ihre Eltern immer öfter streiten, genießt das elfjährige Mädchen jede Sekunde, die sie mit ihrem geliebten Großvater verbringen darf. Als sie begreift, was es bedeutet, dass Amandus "Honig im Kopf" hat, möchte sie ihm unbedingt noch seinen allergrößten Wunsch erfüllen: einmal Venedig sehen! Und während Niko und Sarah nur mit sich selbst beschäftigt sind, schleichen sich Tilda und Amandus aus dem Haus und machen sich auf eine abenteuerliche Reise, immer im Wettlauf gegen das stetig voranschreitende Vergessen…

Mit "Honig im Kopf" hat Til Schweiger einmal mehr den Nerv seines Publikums getroffen. Über 7 Millionen Zuschauer konnte der Film in die Kinos locken – und die meisten von ihnen waren von der berührenden Geschichte absolut begeistert. Es ist tatsächlich so, dass "Honig im Kopf" aus dramaturgischer Sicht Schweigers bislang reifster und bester Film ist. Dabei sollte allerdings nie vergessen werden, dass es sich dabei nicht um ein dokumentarisches Drama, sondern um einen überzeichneten Unterhaltungsfilm handelt - auch wenn einige Aspekte des Themas Alzheimer durchaus realitätsnah und authentisch abgebildet sind. Wer das akzeptiert, der wird auch über einige der etwas platteren oder plakativen Momente hinwegsehen können.

Schauspielerisch sorgt Dieter Hallervorden dafür, dass der Zuschauer hier großes Kino serviert bekommt. Hallervorden spielt die Rolle mit einer Sensibilität, die das Drehbuch bisweilen vermissen lässt. Denn insgesamt leidet der Film unter genau den Schwächen, die Til Schweiger seit jeher in seiner Funktion als Regisseur aufweist. Subtilität ist einfach nicht seine Stärke – und genau die hätte der Film an einigen Stellen sehr gut vertragen können. Auch schlägt Schweiger beim Humor gerne mal über die Stränge. Die Reaktion von Sarah auf Amandus` "Gartenarbeit" ist gelinde gesagt albern und erschreckend übertrieben gespielt. Und auch die noble Gartenparty gipfelt in einem völlig unnötigen Feuerwerkfinale, das einfach schlecht umgesetzt ist. Denn dass der für das Feuerwerk verantwortliche seelenruhig in die Hecken pinkelt, während neben ihm schon die ersten Fontänen hoch gehen, und er das scheinbar nicht bemerkt, nur damit es etwas später eine möglichst spektakuläre Slow Motion Sequenz geben kann, zeugt nicht gerade von hoher Regiekunst.

Einige völlig unnötige Szenen, die eigentlich nur dazu dienen, möglichst viele prominente Gaststars auftreten zu lassen, trüben den ansonsten sehr positiven Gesamteindruck ebenso wie zähe Nebenhandlungsstränge. Hier hätten gut und gerne 20 Minuten der Schere zum Opfer fallen können, ohne dass die Geschichte darunter gelitten hätte – im Gegenteil! Auch das für Schweiger-Filme so beliebte Untermalen von Szenen mit irgendwie immer gleich klingenden Popsongs lässt eine kreative Weiterentwicklung des Filmemachers Til Schweiger vermissen. Doch auch wenn all das berechtigte Kritikpunkte sein mögen, so ist es eigentlich völlig sinnlos, diese anzuführen. Denn Fans von Til Schweiger – und davon gibt es bekanntlich sehr viele – stören sich daran einfach nicht. Ihnen gefallen die Filme so, wie sie sind. Und auch wenn das nicht von Jedem nachvollzogen werden kann und es manch einer traurig findet, dass an sich sehr gute Geschichten unter Schweigers Regie nie ihr volles Potential entfalten können, haben seine Filme doch genau aufgrund ihrer extrem hohen Beliebtheit auch ihre Daseinsberechtigung.

"Honig im Kopf" mag also kein perfekter Film sein. Stellenweise mag er sogar kein besonders guter Film sein. Doch er trifft sein Zielpublikum mitten ins Herz, schenkt ihnen zwei Stunden ganz große Gefühle und einen wunderbaren Dieter Hallervorden. Und genau dadurch gab es nicht nur im Kino über 7 Millionen begeisterte Zuschauer, sondern auch für die Heimkinoversion ein verdientes: Sehenswert!

Bild + Ton: Die für Til Schweigers Filme mittlerweile typisch verfremdete, in warme Sepia-Töne getauchte Farbgebung kommt auf der Blu-ray gut zur Geltung. Das Bild ist zudem sehr sauber und die Gesamtschärfe liegt auf einem gutem bis sehr gutem Niveau. Auch der DTS-HD Master Audio 5.1 kann überzeugen. Dass die Musik mitunter etwas zu laut abgemischt ist, gehört dabei ebenfalls zu den gerne eingesetzten Stilmitteln von Til Schweiger und sollte daher auch nicht als negativ bewertet werden (zumindest nicht in technischer Hinsicht).

Extras: Das gute Bonusangebot beginnt mit einem informativen Audiokommentar von Til Schweiger und Drehbuchautorin Hilly Martinek. In dem Kommentar offenbart Schweiger ein ungeahntes Händchen für feine Ironie. Daneben gibt es natürlich jede Menge der üblichen Lobgesänge auf Darsteller, Crew und sich selbst. Doch uninteressant ist der Kommentar an vielen Stellen nicht. Für Fans absolut hörenswert und aufschlussreich. Ein netter Teamfilm (ca. 14:44 Min.) fängt dann die Atmosphäre während der Dreharbeiten ein und stellt dabei die Mitglieder des Filmteams vor. Neun kurze Hinter den Kulissen Clips bieten dann einen Einblick auf die eigentlichen Dreharbeiten bestimmter Szenen (ca. 13:37 Min.), bevor dann einige amüsante Outtakes (ca. 16:38 Min.), der Trailer zum Film und zwei Musikvideos das Zusatzpaket abrunden. Gut!

Fazit: "Honig im Kopf" ist mit über 7 Millionen Kinozuschauern einer der größten Erfolge für Til Schweiger. Aller (zum Teil berechtigter) Kritik zum Trotz scheint er einen Nerv beim Publikum zu treffen. Und auch wenn der Film unnötige Längen und einige deutliche handwerkliche Schwächen aufweist, so berührt die Geschichte doch viele Zuschauer so sehr, dass sie gerne darüber hinweg sehen. Ein Film muss eben nicht perfekt sein und nicht Jedem gefallen, um trotzdem ein voller Erfolg zu werden. Und den kann man "Honig im Kopf" nun wirklich nicht absprechen. Die audiovisuelle Umsetzung der Blu-ray ist absolut stimmig und das Bonusmaterial dürfte jeden Fan zufrieden stellen. Dafür gibt es dann auch ein verdientes: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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