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Mai 2018
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Howl - Das Geheul

Howl - Das Geheul

USA 2010 - mit James Franco, Jon Hamm, David Strathairn, Mary-Louise Parker u.a

Filminfo

Originaltitel:Howl
Genre:Drama
Regie:Rob Epstein & Jeffrey Friedmann
Kinostart:06.01.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 84 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:howl.pandorafilm.de
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Das Gedicht "Howl" hat Allen Ginsberg in den späten 1950ern nicht nur auf einen Schlag berühmt und zum Idol der sogenannten Beat-Generation gemacht. Es hat den Dichter auch direkt vor Gericht gebracht, denn im prüden Amerika wurden Ginsbergs Worte nur als obszön angesehen. Die ohnehin nicht besonders große Auflage des Gedichts wurde beschlagnahmt und dem Verleger Lawrence Ferlinghetti wurde der Prozeß gemacht. Diese Gerichtsverhandlung bildet den Rahmen für "Howl – Das Geheul", eine faszinierende filmische Umsetzung des Gedichts, die sich ganz dem Geiste Ginsbergs entsprechend jeder Konvention entledigt und damit auch das interessierte Publikum spalten dürfte.

Es steht außer Frage, dass besonders Hauptdarsteller James Franco als Allen Ginsberg eine großartige Leistung abliefert. Besonders in der englischen Originalfassung wird deutlich, wie gut Franco den Ton dieses Gedichts getroffen hat. Er trägt das aus drei Teilen und einer Fußnote bestehende Gedicht vor, unterbrochen von kurzen Interviewsegmenten und Szenen aus der Gerichtsverhandlung, in der sich "Mad Men"-Star Jon Hamm als Verteidiger Jake Ehrlich und David Strathairn als Staatsanwalt Ralph McIntosh faszinierende Wortgefechte abliefern.

Was "Howl – Das Geheul" aber letztendlich so besonders macht, ist die visuelle Umsetzung des Gedichts. Mal sieht der Zuschauer hier Franco als Ginsberg beim Vortrag vor einem begeisterten Publikum, dann wieder verschiedene Spielszenen, Bildmontagen und sogar sehr originelle Animationen, in denen der mitunter sehr verwirrende Inhalt des Gedichts, bei dem sich Ginsberg auch selbst erdachter Wortkreationen bedient hat, in eine nicht minder intelligente Bildsprache zu übertragen. Man muss sich allerdings auf das Gedicht einlassen, sich von den Wortwellen überrollen lassen, um auch von dieser visuellen Umsetzung fasziniert zu werden. Ansonsten kann der Film sehr schnell anstrengend wirken.

Am Ende macht der Film von Rob Epstein und Jeffrey Friedmann eindrucksvoll deutlich, dass Kino nicht nur gute Unterhaltung, sondern auch echte Kunst bieten kann. Damit hat es "Howl – Das Geheul" zwar schwer, ein breites Publikum zu finden, aber interessierte Arthaus-Liebhaber wird der Film auf jeden Fall begeistern. Mein Tipp: lesen Sie im Vorfeld das Gedicht, dann können Sie sich im Kino voll und ganz auf die faszinierende Bildsprache und die tollen Darsteller konzentrieren!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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