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I Origins

I Origins

USA 2014 - mit Michael Pitt, Brit Marling, Astrid Bergès-Frisbey, Steven Yeun ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:I Origins
Genre:Drama, Romantik
Regie:Mike Cahill
Kinostart:25.09.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 107 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.facebook.com/FoxSearchlightDE
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Für den jungen Molekular-Biologen Dr. Ian Gray (Michael Pitt) gibt es Nichts faszinierenderes, als das Auge. Deshalb beschäftigt er sich in seinen Studien auch mit einer Theorie über die Evolution des Auges und lässt keine Gelegenheit aus, um Fotos von den Augen seiner Mitmenschen zu machen. Als er auf einer Party eine mysteriöse junge Frau (Astrid Bergès-Frisbey) kennen lernt, von der er nur die Augen sieht, ist er sofort fasziniert von deren ganz besonderer Einzigartigkeit. Ein kurzer Moment der Leidenschaft entsteht und schon trennen sich die Wege der Beiden wieder. Doch das Schicksal führt sie wieder zusammen und lenkt Ians Leben in eine unerwartete Richtung. Davon werden auch seine Forschungen, die er zusammen mit seiner Laborpartnerin Karen (Brit Marling) betreibt, beeinflusst. Wie sehr, das wird sich erst viele Jahre und einen schweren Schicksalsschlag später zeigen…

"I Origins" ist nach dem gefeierten Drama "Another Earth" der zweite Spielfilm von Regisseur Mike Cahill, in dem Brit Marling die Hauptrolle spielte. Doch die erneute Zusammenarbeit mit Marling ist nicht die einzige Parallele zwischen seinen beiden Spielfilmarbeiten. Beiden Werken ist eine fast schon hypnotische Bildsprache gemein, die für eine ganz eigene, faszinierende Atmosphäre sorgt. Diese lässt sich nur schwer in Worte fassen, sorgt aber dafür, dass die sehr unaufgeregte Inszenierung trotz ihres eher getragenen Tempos extrem mitreißend und fesselnd ist. Zudem beschäftigen sich beide Filme mit sehr spirituellen Fragen, die in Form etwas unkonventioneller Liebesgeschichten verpackt sind.

Ging es in "Another Earth" um Schuld, Vergebung und zweite Chancen, nimmt sich "I Origins" das Auge als Fenster zur Seele vor. Der Jahrhunderte alte Streit zwischen Religion und Wissenschaft wird hier auf einer sehr berührenden Ebene ausgetragen. Während die erste Hälfte des Films eher gradlinig gehalten ist und die wissenschaftliche Arbeit von Ian in den Mittelpunkt stellt, nimmt das Ganze nach einer sehr dramatischen Zäsur  eine für den eigentlich sehr rationalen Ian ungeahnte Wendung. Dabei überlässt es Cahill den Zuschauern, ob sie an Wiedergeburt der Seele glauben wollen. Was er aber deutlich macht, ist, dass man seinen Geist durchaus auch für Dinge öffnen sollte, die sich nicht wissenschaftlich erklären lassen. Denn manchmal findet man notwendige Antworten oder Trost eben nicht in Rationalität.

Das sehr zurückgenommene Spiel von Michael Pitt, Astrid Bergès-Frisbey und Brit Marling fügt sich perfekt in die sphärische Inszenierung ein und machen "I Origins" zu einem sehr intensiven, schönen Tagtraum, der allerdings für einige Zuschauer auch eine Herausforderung sein dürfte. Denn Cahill schwelgt in Langsamkeit, in Andeutungen und in seinen bedeutungsschwangeren Bildern. Was für Liebhaber von kunstvollem Arthauskino sehr ansprechend wirken mag, kann für andere eben in prätentiöse Langeweile ausarten. Man muss sich hier eben nicht nur auf das Tempo, sondern auch auf die ein wenig esoterisch anmutende Botschaft einlassen. Denn dann ist "I Origins" eine zutiefst bewegende Liebesgeschichte, die auch nach ihrem Ende noch lange nachwirkt und zum intensiven Nachdenken anregt. Ein schönes, gut gespieltes und elegant inszeniertes Werk, das zumindest für Freunde des amerikanischen Independent-Kinos ein klares "sehenswert" verdient hat!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "I Origins (USA 2014)"
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