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Ich & Orson Welles

Ich & Orson Welles

GB 2009 - mit Zac Efron, Christian McKay, Claire Danes, Ben Chaplin, Eddie Marsan ...

Filminfo

Originaltitel:Me & Orson Welles
Genre:Komödie, Drama, Romantik
Regie:Richard Linklater
Kinostart:26.08.2010
Produktionsland:GB 2009
Laufzeit:ca. 109 Min.
Webseite:www.farbfilm-verleih.de
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Dass er ordentlich singen und tanzen kann, hat Zac Efron schon in den "High School Musical" Filmen bewiesen. Doch nun ist es ihm ein Herzenswunsch, auch zeigen zu können, dass er mehr ist, als ein kleiner Teenie-Star. Und da kommt die Hauptrolle in Richard Linklaters "Ich & Orson Welles" eigentlich genau richtig, spielt Efron darin doch einen jungen Mann, der als Schauspieler ernst genommen werden will.

Eigentlich soll Richard (Efron) ja die Schulbank drücken. Statt dessen aber versucht er sich lieber als Theaterschauspieler. Ausgerechnet in der neusten Produktion von Orson Welles (großartig: Christian McKay) darf Richard erstmals auf der Bühne stehen. Doch so schillernd schön, wie sich der junge Mann die New Yorker Theaterszene vorgestellt hat, ist die Realität bei weitem nicht. Denn so genial Welles auch ist, so exzentrisch, launisch und herrisch ist er auch. Überall herrscht Neid, Konkurrenzkampf und die ständige Angst, ausgetauscht zu werden. Doch Richard scheint bei dem Regisseur ein Stein im Brett zu haben – bis er sich in die Regieassistentin Sonja (Claire Danes) verliebt…

Mit so unterschiedlichen Filmen wie "Before Sunrise", "School of Rock" oder "A scanner darkly" hat sich Richard Linklater einen Namen als äußerst vielseitiger Regisseur gemacht, der sowohl kommerzielles Kino, als auch experimentelle Filme oder Independet Produktionen inszenieren kann. "Ich & Orson Welles" ist eine gelungene Mischung aller Stärken von Linklater. Die Geschichte des Films entspricht eher gradlinigem Mainstreamkino, die Inszenierung dagegen versprüht den Charme kleiner Independentproduktionen. Getragen wird die leichtfüßige Inszenierung von ganz wunderbaren Darstellern, unter denen besonders Christian McKay als Orson Welles hervorsticht. Die Intensität, mit der McKay den herrischen wie genialen Egomanen spielt, macht diesen Film alleine schon sehenswert. McKay schafft es, dem Zuschauer glaubhaft zu vermitteln, dass Welles eine Persönlichkeit war, die man sowohl lieben, als auch hassen musste. Es ist unmöglich, sich der Anziehungskraft dieser Figur zu entziehen, wofür Christian McKay größtmöglichstes Lob gebührt.

Doch auch die übrigen Darsteller, von einem wirklich charismatischen Zac Efron über eine bezaubernde Claire Danes bis zu einem intensiv agierenden Ben Chaplin, sorgen dafür, dass der Zuschauer das Gefühl bekommt, wirklich in die Theaterwelt im New York der 1930er eintauchen zu können. Angefüllt mit großartigen Dialogen (die freilich durch die Synchronisation ein wenig an Qualität einbüßen) und kleinen zauberhaften Momenten ist "Ich & Orson Welles" zwar ein kleiner Film, aber gleichzeitig ganz großes Kino. Eine bezaubernde Liebeserklärung an das Theater, an die Liebe und das Leben und genau deshalb auch: absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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