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Im Oktober werden Wunder wahr

Im Oktober werden Wunder wahr

Peru 2009 - mit Bruno Odar, Gabriela Velásquez, Carlos Gasols, María Carbajal ...

Filminfo

Originaltitel:Octubre
Genre:Komödie, Drama
Regie:Daniel und Diego Vega
Kinostart:14.10.2010
Produktionsland:Peru 2009
Laufzeit:ca. 93 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.neuevisionen.de
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Nur selten verirrt sich eine Produktion aus Peru in unsere Kinos. Der Komödie "Im Oktober werden Wunder wahr" ist es nun gelungen, einen Platz in den Deutschen Lichtspielhäusern zu ergattern, was sich für Arthaus-Liebhaber als echter Glücksfall erweist.

Der Film erzählt die Geschichte von dem zurückgezogen lebenden Pfandleiher Clemente (Bruno Odar), der jedem Aspekt seines Lebens mit professionellem Abstand begegnet. Ob im Umgang mit seinen Kunden, oder auch beim Sex, den er sich nur bei Prostituierten holt, emotionale Nähe lehnt Clemente scheinbar prinzipiell ab. Doch als er eines Abends in seiner Wohnung ein Baby vorfindet, gerät seine eigene Weltordnung völlig aus dem Gleichgewicht. Bei seiner Nachbarin Sofia (Gabriela Velásquez) holt sich Clemente Hilfe – natürlich gegen Bezahlung. Doch noch ahnt er nicht, dass sich durch seine neuen Mutbewohner seine Einstellung zum Leben nach und nach ändern wird.

"Im Oktober werden Wunder wahr" ist eine sehr ruhige Komödie, die ihren Witz nicht nur aus den Charakteren und den Dialogen, sondern auch aus ihrer intensiven Bildsprache bezieht. In langen, ruhigen Einstellungen können die Darsteller ihr ganzes Können entfalten und bescheren so dem Zuschauer ein amüsantes Kinoerlebnis der etwas besonderen Art. Es ist sehr schön, mit anzusehen, wie Celements Schale langsam aufbricht. So sieht er das Baby zunächst nur als Gegenstand ("Das Ding da ist schuld"), dessen Verlust leicht zu begleichen wäre ("Wenn sie es verlieren, ziehe ich es ihnen vom Lohn ab"). Doch je mehr Zeit er in der Gegenwart anderer Menschen verbringt, die er zwangsläufig in sein Leben lassen musste, um so mehr erkennt er, dass es sich lohnt, aus der Einsamkeit auszubrechen.

Diese Erkenntnis hätte leicht zu einem eher pathetischen Finale führen können. Doch die Brüder Daniel und Diego Vega beenden ihren Film genau so, wie sie ihn begonnen haben: ruhig, unaufdringlich und gerade dadurch enorm stark. Der Weg dorthin steckt voller skurriler Charaktere, Szenen leiser, charmanter Komik und dezenter Emotionalität. Ganz sicher kein Film für das Mainstream-Publikum, aber Programmkino-Stammgäste und Arthaus-Liebhaber sollten sich dieses preisgekrönte Werk nicht entgehen lassen. Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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