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Juni 2018
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In the Darkroom

In the Darkroom

Deutschland 2012 - mit Magdalena Kopp, Rosa Kopp u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Nadav Schirman
Kinostart:26.09.2013
Produktionsland:Deutschland 2012
Laufzeit:ca. 91 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.realfictionfilme.de
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Die Geschichte des Terroristen Ilich Ramírez Sánchez, genannt Carlos, der Schakal, ist schon ausgiebig erzählt worden, zuletzt in Olivier Assayas` großartigem Thriller-Drama  "Carlos, der Schakal". Eine kleine Rolle spielte dort auch Nora von Waldstätten als Magdalena Kopp, die Frau, die mit dem meist gesuchten Terroristen der Welt verheiratet war. Kopps Geschichte möchte nun der Filmemacher Nadav Schirman in "In the Darkroom" erzählen, wobei er sich dem Thema nicht dramaturgisch, sondern dokumentarisch nähert. In langen Interviews mit Kopp, die Schirman in einem alten Frankfurter Kino kurz vor dessen Abriss filmte, lässt er die umstrittene Frau ihre Sicht der Dinge vortragen. Das ist erfüllt von sehr viel Reue, aber auch von einer gewissen Opferhaltung, durch die Kopps Äußerungen bisweilen ein wenig an Glaubwürdigkeit verlieren.

Würde sich der Film gänzlich auf die Gespräche mit Magdalena Kopp konzentrieren, würde er daher auch bestimmt nach spätestens zwanzig Minuten nicht mehr funktionieren. So interessant der Ansatz auch ist, aus erster Hand etwas darüber zu erfahren, wie eine junge Frau in eine Welt aus Revolution, Terror und Verbrechen abgleiten kann und wie schwer es ist, da wieder heraus zu kommen, wirklich tiefe Einblicke oder neue Erkenntnisse bietet Kopp den Zuschauern nicht an.

Doch Schirman beleuchtet die Ereignisse auch aus anderer Sicht, lässt kritische Stimmen zu Wort kommen. Zudem begleitet er Rosa Kopp, die Tochter von Magdalena und Sánchez, auf ihrer Suche nach der Wahrheit über ihre Eltern, ganz besonders aber nach der über den ihr fast völlig unbekannten Vater. Rosa Kopp kommt deutlich sympathischer, ehrlicher und aufgeschlossener rüber, als ihre Mutter und wird im Laufe des Films quasi zum Sprachrohr für den Zuschauer. Ihre Reise in die nicht immer schöne Vergangenheit ihrer Familie bietet einige wirklich emotionale Momente, die der ansonsten etwas zu trockenen Dokumentation sehr gut tun.

"In the Darkroom" ist eine sehr ambitionierte Dokumentation, die aber insgesamt leider nicht ganz so interessant und spannend geworden ist, wie es bei diesem Thema möglich gewesen wäre. Wer auf neue Informationen über den Menschen und Terroristen Carlos oder über die Terrorszene in Deutschland hofft, der wird sicherlich enttäuscht werden, denn das, was man hier erfährt, ist bereits Bekanntes aus einem neuen Blickwinkel. Das ist genügend für ein paar sehr einnehmende Momente, aber nicht für durchweg fesselnde 90 Minuten. Und daher gibt es unterm Strich auch nur ein: mit Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "In the Darkroom (Deutschland 2012)"
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