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Januar 2019
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Independence Day: Wiederkehr

Independence Day: Wiederkehr

USA 2016 - mit Jeff Goldblum, Liam Hemsworth, Bill Pullman, Jessie T. Usher, Maika Monroe u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Independence Day: Resurgence
Genre:Action, Sci-Fi, Fantasy
Regie:Roland Emmerich
Kinostart:14.07.2016
Produktionsland:USA 2016
Laufzeit:ca. 121 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.IndependenceDayWiederkehr.de
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20 Jahre ist es nun schon her, dass die Aliens unsere Erde angegriffen haben und die Menschheit beinahe ausgelöscht hätten. Doch die Invasion konnte erfolgreich abgewehrt werden. Die Überlebenden haben die Städte wieder aufgebaut, alte Konflikte begraben und eine internationale Allianz geschlossen, um sich mit Hilfe der Alien-Technologie vor zukünftigen Angriffen zu schützen. Aber auch die Aliens hatten zwei Jahrzehnte Zeit, um die Rache für ihre Niederlage vorzubereiten. Und so kehren sie mit einem noch größeren Mutterschiff und noch tödlicheren Waffen zurück, um die Menschheit ein für allemal zu vernichten. Der Wissenschaftler David Levinson (Jeff Goldblum), der schon bei der ersten Alien-Invasion maßgeblich an der Rettung der Erde beteiligt war, muss sich nun erneut mit einer Gruppe unerschrockener Kämpfer zusammentun, um den interstellaren Feind zu besiegen. Doch dieses Mal scheint der alle Trümpfe in der Hand zu haben…

Immer wieder gab es Gerüchte darüber, dass Roland Emmerich seinen Blockbuster von 1996 fortsetzen würde. Doch erst zwanzig Jahre nach der ersten Alien-Invasion lässt es der "Master of Desaster" erneut so richtig schön krachen. Mit "Independence Day: Wiederkehr" versucht er, alle Fans des Originals zufrieden zu stellen und gleichzeitig eine ganz neue Generation von Kinogängern zu begeistern. Ist ihm das gelungen? Darauf gibt es ein ganz klares: Jein! Dazu muss erst einmal klar gestellt werden, dass "Independence Day" kein wirklich guter Film war. Es war perfekte Popcorn-Unterhaltung mit hohem Spaßfaktor, keine Frage. Der Film hatte einige Bilder zu bieten, die für seine Zeit wirklich spektakulär waren. Doch richtig gut kann man den Streifen beim besten Willen nicht nennen. Und das sagt jemand, der sich den Film mehrfach im Kino angesehen, sich die VHS und später noch die DVD gekauft hat. Ich habe den ersten Film für das geliebt, was er war: unterhaltsames Futter fürs Auge, bei dem die Hirnfunktionen aufs Nötigste runtergefahren werden können. Und genau deshalb habe ich auch nicht erwartet, dass die Fortsetzung ein Genre-Meilenstein wird. Vielmehr bin ich davon ausgegangen, dass uns ein technisch eindrucksvolleres Spektakel mit einem ähnlich hohen Spaßfaktor wie der Erstling geboten wird. Und das liefert Emmerich im Großen und Ganzen durchaus ab.

Das ist dramaturgisch nicht wirklich logisch und schon gar nicht gut geschrieben. Die Dialoge sind mitunter richtig grottig und die Figuren absolut klischeehaft gezeichnet. Darauf muss man sich einlassen können, um Spaß an diesem erneuten Alien-Angriff haben zu können. Doch auch dann gibt es einige unübersehbare Kritikpunkte, die verhindern, dass hier noch einmal der Wow-Effekt erreicht wird, mit dem Teil 1 vor zwanzig Jahren über 9 Millionen Besucher in die deutschen Kinos gelockt hat. Es fehlen dem Film so faszinierende Bilder, wie die der Raumschiffe, die in die Erdatmosphäre eindringen und dann über den Großstädten dieser Welt schweben. Das sind Bilder, die trotz überholter Effekte auch nach zwanzig Jahren funktionieren. In seinem Bemühen, in Runde 2 alles größer, schneller und spektakulärer zu machen, hat es Emmerich nicht geschafft, ähnlich einprägsame Bilder zu schaffen. Die Ankunft der Aliens und der erste große Angriff bestehen aus eher austauschbaren CGI-Sequenzen, die auch aus einem "Transformers"-Film oder einem ähnlichen Effekte-Overkill stammen könnten.

Könnten alle Effekte überzeugen, wäre das vielleicht gar nicht mal so schlimm. Aber bei einigen Sequenzen sind die Green Screen Effekte so offensichtlich, dass man sich fragt, ob den Machern hier das Geld ausgegangen ist. Und es sind dann solche Momente, in denen sich auch offenbart, was für ein Blödsinn hier eigentlich verzapft wurde. Der macht zwar immer noch Spaß, sorgt aber eben auch für einige Momente extremen Augenverdrehens, die bessere Effekte vielleicht verhindert hätten.

Über die Darsteller muss eigentlich kaum etwas gesagt sein, denn ihnen bleibt nur wenig Raum, um sich entfalten zu können. Dafür ist das Drehbuch einfach nicht gut genug. Während sich Viele einfach nur an die Regieanweisung "Augen und Mund aufreißen und gen Himmel schauen" zu halten scheinen, fahren Routiniers wie Jeff Goldblum oder Bill Pullman nur auf Autopilot. Doch auch hier gilt: Wer großes Schauspielkino erwartet hat, ist nach den Erfahrungen aus Teil 1 leider selbst schuld! Auch alle, die sich darüber aufregen, dass die USA hier mal wieder als Retter der Welt gefeiert wird, sollten einfach mal tief durchatmen, sich dann überlegen, was für einen Film sie gerade gesehen haben und den dann einfach als das akzeptieren, was er ist: harmlose, kurzweilige Popcorn-Unterhaltung. Wirklich schade ist eigentlich nur, dass der Fortsetzung das Besondere fehlt, das den ersten Teil zu einer Art Klassiker gemacht hat. Der Film ist nett anzuschauen und mitunter auch (nicht immer beabsichtigt) sehr spaßig, aber mehr auch nicht – und dafür gibt es dann auch ein ordentliches: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Independence Day: Wiederkehr (USA 2016)"
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