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Mai 2018
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Iron Doors 3D

Iron Doors 3D

Deutschland 2010 - mit Axel Wedekind, Rungano Nyoni u.a

Filminfo

Genre:Thriller, Mystery
Regie:Stephen Manuel
Kinostart:10.03.2011
Produktionsland:Deutschland 2010
Laufzeit:ca. 80 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.irondoors3d.de/
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Ein Mann, eine tote Ratte, ein Raum. Das sind die Zutaten des deutschen 3D Thrillers "Iron Doors", einem Low Budget Experiment, das sicherlich gut gemeint, durch seine Umsetzung aber voll in die Hose gegangen ist.

Mark (Axel Wedekind) erwacht in einem kargen Raum. Er weiß nicht, wie er hierher gekommen ist und hält das Ganze für einen schlechten Scherz seiner Freunde. Doch als sich die schwere Eisentür, die den Raum verschließt, auch nach Stunden nicht öffnet, begreift Mark langsam, dass er hier zu einer Figur in einem ganz üblen Spiel geworden ist. Mehrere Tage lang muss er mit den wenigen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, sich durch die Wand in die Freiheit zu graben, muss seinen eigenen Urin trinken und sich von Maden ernähren. Doch als er den Durchbruch endlich schafft, muss er erkennen, dass sein Albtraum noch längst nicht ausgestanden ist...

Versatzstücke aus "SAW" oder "Cube" werden hier zu einer nicht uninteressanten Ausgangssituation verknüpft, die durchaus das Potential zu einem spannenden Thriller gehabt hätte. Doch spätestens nach zehn Minuten wird klar, dass dies nicht gelungen ist. Denn auch wenn Axel Wedekind gerade erst eine Auszeichnung für seine Rolle erhalten hat, so kann seine Leistung einfach nicht als überzeugend bezeichnet werden. Der Schauspieler, der gleichzeitig Produzent des Streifens ist, agiert hölzern und angestrengt cool. Mag sein, dass hier noch viel in der Synchronisation des auf Englisch gedrehten Films verhunzt worden ist, aber das Dauerfluchen und Sprüche wie "Ich bin zu jung für diesen Scheiß" oder "Kein Silikon, genau so wie ich es mag" – geäußert in der wohl unerotischsten Sexszene der Filmgeschichte – sind einfach nur peinlich. Es wird immer wieder deutlich, dass Wedekind gerne so cool wäre, wie Bruce Willis in "Stirb langsam", doch das ist er einfach nicht. Mag sein, dass er charakterlich schwer in Ordnung ist, doch er ist als Schauspieler einfach nicht stark genug, um ein psychologisches Kammerspiel wie dieses fast alleine zu tragen.

Auch handwerklich lässt "Iron Doors" zu Wünschen übrig. So hat sich der Regisseur etwa ganz augenscheinlich in die Aufnahme einer Made, die aus dem Auge einer toten Ratte kriecht, derart verliebt, dass er sie gleich mehrfach verwendet. Die eingesetzte 3D Technik wird zwar in einigen Momenten ganz ordentlich ausgenutzt, doch die Möglichkeit, den klaustrophobischen oder den psychologisch zermürbenden Aspekt der Geschichte dadurch zu verstärken, wurde nicht genutzt. Immer wieder kommt es zu Momenten, in denen das Potential der Idee durchscheint. Doch durchbrechen kann es nie und so dominieren bald nur Langeweile und handwerkliche Durchschnittlichkeit.

Das Ganze gipfelt dann auch noch in einem unsäglichen Finale, das so schnell abgewürgt wird, dass noch nicht einmal die Möglichkeit besteht, die vielleicht geniale Intention des Regisseurs zu erkennen, geschweige denn zu würdigen. Vielmehr wirkt das Ende einfach nur lächerlich. Es tut mir wirklich leid, derart über den Film herzuziehen, denn zum Einen ist erkennbar, dass hier mit guten Intentionen ans Werk gegangen wurde, zum Anderen ist auch klar, wie schwer es ist, einen solchen Film mit geringem Budget auf die Beine zu stellen. Doch selbst die besten Absichten machen noch lange keinen guten Film, und genau das ist bei "Iron Doors" leider der Fall. Daher gilt auch: lediglich für Genre-Fans nur sehr bedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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