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September 2018
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Jack Reacher

Jack Reacher

USA 2012 - mit Tom Cruise, Rosamund Pike, Richard Jenkins, David Oyelowo, Werner Herzog u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Jack Reacher
Genre:Action, Thriller
Regie:Christopher McQuarrie
Kinostart:03.01.2013
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 130 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.JackReacher.de
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Mit dem ehemaligen US-Militärpolizisten Jack Reacher hat Autor Lee Child einen der wohl besten und populärsten Charaktere der zeitgenössischen Thriller-Literatur geschaffen. In bislang 17 Romanen durfte der erbarmungslose Einzelgänger bereits seinen Kampf gegen das Böse ausfechten. Knapp fünfzehn Jahre, nachdem Reacher das literarische Licht der Welt erblickt hat, wird er nun auch im Kino zum Leben erweckt.

Basierend auf "Sniper", dem neunten Roman der Reihe, erzählt "Jack Reacher" von einem grauenhaften Massaker in Indiana, bei dem fünf Menschen scheinbar wahllos auf extrem kaltblütige Art erschossen werden. Der Täter scheint schnell gefunden: alle Indizien deuten auf den ehemaligen Armee-Scharfschützen James Barr (Joseph Sikora) hin. Doch der schweigt zu den Vorwürfen und hat den Ermittlern nur drei Worte zu sagen: "Holt Jack Reacher". Kurze Zeit später wird Barr während des Gefangenentransports derart brutal zusammen geschlagen, das er im Koma landet. Der richtige Zeitpunkt für Reacher (Tom Cruise) auf der Bildfläche zu erscheinen. Der zynische Einzelgänger kennt Barr noch aus seiner Zeit beim Militär, als der Scharfschütze vier Menschen ermordet hatte. Damals war Barr aus rein politischen Gründen nicht verurteilt worden – für den Gerechtigkeitsfanatiker Reacher natürlich ein Schlag ins Gesicht. So sehr Reacher auch daran glauben möchte, dass Barr auch bei diesem Massaker wieder den Abzug gedrückt hat, so deuten doch seine Ermittlungen bald darauf hin, dass der Ex-Soldat das Opfer einer Verschwörung gewesen ist. Zusammen mit der engagierten Anwältin Helen Rodin (Rosamund Pike) macht sich Reacher daran, die wahren Täter aus dem Umfeld des mysteriösen "The Zec" (Werner Herzog) ausfindig zu machen. Doch die haben längst schon mit ihrer Jagd auf Reacher begonnen, einer Jagd, die nur in einem Blutbad enden kann…

Da Jack Reacher in den Romanen als ein vom Leben und seinen zahlreichen Kämpfen gezeichneter, fast zwei Meter großer Hüne mit blondem Haar und blauen Augen beschrieben wird, stieß die Nachricht, dass ausgerechnet Tom Cruise die Rolle des beliebten Helden schlüpfen wird, gerade bei Fans der Bücher auf wenig Gegenliebe. Doch auch, wenn Cruise nicht den Vorstellungen der Leser entspricht, so erweist er sich am Ende doch nicht als die Fehlbesetzung, über die zunächst so empört geunkt wurde. Denn nicht nur, dass er einige sehr gelungene One-Liner mit absolut überzeugender Coolness abliefert. Auch bei den Kampf- und Actionszenen macht Cruise eine sehr gute Figur.

Zwar hat Cruise schon in der Vergangenheit und ganz besonders in den "Mission: Impossible"-Filmen sein Können im Actionfach bewiesen. Doch begibt er sich hier dennoch in gewisser Hinsicht auf Neuland, da Jack Reacher das genaue Gegenstück zu Ethan Hunt ist. Denn während Hunt auf diverse technische Gadgets und auf sein Team zurückgreifen kann, ist Reacher fast schon eine Art Relikt, der sich nur auf sich selbst und seine Fäuste verlässt. Er besitzt kein eigenes Auto, kein Handy, hat keine familiären oder freundschaftlichen Bindungen und greift auch nur dann zur Waffe, wenn er die Situation nicht im direkten Zweikampf lösen kann. Dabei geht er mit absoluter Präzision und gnadenloser Brutalität vor. Sein klares Verständnis von Gut und Böse bewahrt ihn zudem von jeder Form eines schlechten Gewissens oder moralischen Zweifels.

Regisseur Christopher McQuarrie, der für sein Drehbuch zu "Die üblichen Verdächtigen" mit dem Oscar ausgezeichnet worden ist, hat einen handfesten und recht erdigen Actionthriller inszeniert, der mit einer recht spannenden Geschichte, guter Action und einer leichten Prise Humor gut zu unterhalten weiß. Allerdings wirkt das Ganze auch etwas altbacken und zu gewöhnlich, um wirklich überraschen zu können. Der Film ist ein solider Thriller, wie es sie gerade in den 80er und 90er Jahren massenhaft gab. Das funktioniert zwar, von einigen dramaturgischen Längen abgesehen, auch 2013 noch sehr gut. Doch es fehlt dem Film eben der zündende Funke, der aus einem guten einen erstklassigen Thriller macht, der nicht nur spannend, sondern auch überraschend und in irgendeiner Art innovativ ist. Wer aber klassische Selbstjustiz-Thriller mit guten Kampfszenen mag, der wird in "Jack Reacher" auf jeden Fall gut bedient. Kein absoluter Hammer, auf kurzweilige Genre-Unterhaltung, die sich ein "Sehenswert" dennoch verdient hat!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Jack Reacher (USA 2012)"
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