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Juni 2019
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Jäger des Augenblicks

Jäger des Augenblicks

Österreich 2012 - mit Stefan Glowacz, Holger Heuber, Kurt Albert u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Genre:Dokumentarfilm
Regie:Christian Lonk, Philipp Manderla und Malte Röper
Kinostart:25.04.2013
Produktionsland:Österreich 2012
Laufzeit:ca. 102 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.mfa-film.de
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Stefan Glowacz gehört zu den ganz großen Stars der Sportkletter-Szene. Neben etlichen gewonnenen Wettkämpfen war er auch in Filmen von Willy Bogner ("Feuer, Eis & Dynamit") und Werner Herzog ("Schrei aus Stein"), sowie in mehreren  Dokumentationen zu sehen. Und auch als Vortragsredner  und als Unternehmer hat sich Glowacz in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht. Man könnte eigentlich meinen, dass ihn diese Erfolge völlig auslasten. Doch weit gefehlt. Immer wieder ist Glowacz auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Mit dem Erklettern des sagenumwobenen Tafelbergs Roraima im Dreiländereck von Brasilien, Venezuela und Guyana war 2010 eine ebensolche Herausforderung gefunden, der sich Glowacz gemeinsam mit seinem langjährigen Kletterpartner Kurt Albert und dem Extremsportler Holger Heuber stellen wollte. Doch schon der Weg zu dem Berg, den die Männer ohne technische Hilfsmittel zurücklegen wollten, machte klar, wie schwierig diese Expedition werden sollte. Als nach einigen strapaziösen Etappen die helfenden Träger aufgeben müssen, da der Weg durch den Dschungel nur von erfahrenen Kletterern bewältigt werden kann, und die Strecke durch Dauerregen gefährlich rutschig wird, droht das Unterfangen bereits zu scheitern, noch bevor der Roraima überhaupt erreicht ist. Doch die schwierigste Prüfung steht Glowacz und seinen Begleitern erst noch bevor…

"Jäger des Augenblicks" dokumentiert die spektakuläre und sehr gefährliche Tour der Kletterer in atemberaubenden Bildern, mit denen die Kameramänner Kolja Brandt ("Nordwand") und Franz Hinterbrandner ("Am Limit") den Zuschauer regelrecht an den Strapazen, den Erfolgen und Rückschlägen der Männer teilhaben lässt. Die extreme Nähe zu den Protagonisten ist einer der Gründe, warum diese Dokumentation so gut funktioniert. Denn auch wenn die Bilder von der eigentlichen Kletterpartie, die Aufnahmen die steile Felswand hinab oder die Luftaufnahmen, wirklich atemberaubend und zum Teil regelrecht schwindelerregend sind und auch schon mal zu einer heftigen Adrenalinausschüttung führen, kann ein guter Film nicht alleine von solchen Bildern leben.

Der Zuschauer durchlebt mit den Kletterern die Höhen und Tiefen auf ihrer Reise, wird Zeuge von sehr amüsanten Momenten, aber auch von eher emotionalen Episoden. Dadurch entsteht eine gewisse Bindung zu den Protagonisten, weshalb das letzte Drittel des Films besonders intensiv wirkt. Hier wird deutlich, dass "Jäger des Augenblicks" mehr ist, als nur eine einfache extremsport-Dokumentation, mehr als nur ein sehr realer Abenteuerfilm, sondern auch ein zutiefst menschliches Drama über Freundschaft, Respekt vor der Natur und vor seinen Mitmenschen, sowie über den Umgang mit Trauer und persönlichen Niederlagen.

Doch in erster Linie stehen natürlich das Klettern und die Faszination der Natur um den Tafelberg im Vordergrund des spannenden und bis zur letzten Minute fesselnden Films. Wer schon bei der Klettertour der Huberbuam in "Am Limit" schweißnasse Hände bekommen hat, der wird hier in einigen Szenen vor Spannung regelrecht in den Kinosessel gedrückt. Eine wirklich tolle Dokumentation, für die sich nicht nur Kletterer begeistern werden. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Jäger des Augenblicks (Österreich 2012)"
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