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Joe Bell – DVD

Joe Bell – DVD

USA 2020 - mit Mark Wahlberg, Reid Miller, Connie Britton, Gary Sinise, Maxwell Jenkins ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung - Film:
Ausstattung:

Filminfo

Originaltitel:Good Joe Bell
Genre:Drama
Regie:Reinaldo Marcus Green
Verkaufsstart:10.12.2021
Produktionsland:USA 2020
Laufzeit:ca. 90 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch für Hörgeschädigte
Bildformat:16:9 (2.55:1)
Extras:Trailer
Regionalcode:2
Label:Leonine
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Amazon Link : Joe Bell – DVD

Film: Ich möchte gleich mit einer Warnung beginnen: Bitte schaut Euch nicht den Trailer zu "Joe Bell" an. Der Film ist bewusst so aufgebaut, dass ein emotionales Element der Geschichte nicht gleich zu Beginn, sondern erst nach etwa 30 Minuten enthüllt wird. Im Trailer dagegen wird es einem gleich verraten, was die emotionale Kraft des Films deutlich schwächt. Völlig spoilerfrei kann aber gesagt werden, dass der Film die Geschichte von Joe Bell (Mark Wahlberg), einem etwas raubeinigen und gerne mal aufbrausenden Kleinstadtvater aus der Arbeiterklasse, erzählt. Als ihm sein Sohn Jadin (Reid Miller) eröffnet, dass er schwul ist, kann Joe damit zunächst nicht besonders gut umgehen. Doch als er mitbekommt, wie grausam sein Junge in der Schule gemobbt wird, beschließt er, quer durch die USA zu wandern und auf seinem langen Weg nach New York die Menschen für die schlimmen Auswirkungen von Mobbing zu sensibilisieren…

Mit dem Drama "Joe Bell" erzählt Reinaldo Marcus Green ("King Richard") eine wahre Geschichte, die von dem Autoren-Duo Diana Ossana und dem 2021 verstorbenen Larry McMurtry für die Leinwand adaptiert wurde. Ossana und McMurtry waren 2006 für ihr Drehbuch des Films "Brokeback Mountain", in dem sie sich bereits mit dem Thema Homosexualität im ländlichen Amerika beschäftigt hatten, mit dem Oscar ausgezeichnet worden. In ihren Händen ist die Geschichte über einen Jungen, der aufgrund seiner Homosexualität in der Schule gemobbt wird, durchaus gut aufgehoben.

Wie eingangs bereits erwähnt, ist der Aufbau der Geschichte emotional sehr gut gelungen. Das liegt sowohl an der Erzählstruktur, aber auch an dem guten Spiel der Darsteller. Reid Miller verkörpert den gemobbten Jadin mit einer einnehmenden Mischung aus Zerbrechlichkeit und Stärke. Mark Wahlberg ist zwar auch überzeugend, kann aber nicht die gleiche emotionale Stärke entfachen, die von Miller ausgeht. Erwähnenswert ist zudem noch Gary Sinise in einer kleinen, aber sehr wichtigen Nebenrolle, die gerade zum Ende hin für einen sehr ergreifenden Moment sorgt.

Es gibt sehr viel, was an der Inszenierung und an der Leistung des Ensembles gelobt werden kann. Allerdings gibt es auch Kritikpunkte. So bleibt das Geschehen in vielen Szenen arg oberflächlich, was daran liegen kann, dass es die recht kurze Laufzeit von 90 Minuten nicht erlaubt, in allen Momenten wirklich in die Tiefe zu gehen. So dauert es etwa sehr lange, bis man die Intention von Joe, die ihn dazu bringt, sich auf einen Fußmarsch durch die USA zu begeben, auch nachvollziehen kann. Hier hetzt Green zu sehr durch die Geschichte, die er in anderen Augenblicken wieder mit extremer Langsamkeit erzählt. Hier hätte dem Film etwas mehr Ausgewogenheit gut getan.

Doch die ganz große Stärke von "Joe Bell" ist seine ergreifende Geschichte, deren Ende für alle, die mit den wahren Hintergründen nicht vertraut sind, sehr unerwartet kommt und sicherlich für die eine oder andere Träne sorgen wird. Es ist ein trauriger Film, der aber irgendwie auch Hoffnung macht. Auch wenn die Inszenierung der wahren Geschichte nicht ganz gerecht wird, so ist der Film insgesamt auf jeden Fall: Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Die Momente, in denen die Weite der Landschaft, durch die Joe wandert, gezeigt wird, bestechen nicht nur durch eine hohe Schärfe, sondern auch durch kraftvolle Farben, stimmige Kontraste und eine angenehme Bildtiefe. Bei dunkleren Innenaufnahmen, etwa in Bars oder im Haus der Bells, sind mitunter kleinere Schwächen bei der Detaildarstellung auszumachen. Der Sound liegt als relativ unspektakulärer Dolby Digital 5.1 Mix vor. Dass sich das tonale Geschehen eher im Zentrum abspielt und neben der Musik und den Dialogen wenig Surround-Momente zu bieten hat, ist weniger der Qualität der DVD als dem Genre geschuldet. Daher gibt es da auch keine Punktabzüge und insgesamt für die technische Umsetzung ein mehr als zufriedenes: Gut!

Extras: Bis auf den Trailer zum Film und weitere Programmtipps gibt es leider kein Bonusmaterial. 

Fazit: "Joe Bell" ist ein bewegendes Drama, das auf wahren Ereignissen beruht. Schauspielerisch kann besonders Reid Miller bleibenden Eindruck hinterlassen. Aber auch Mark Wahlberg liefert eine mehr als überzeugende Leistung ab. Ein leiser, trauriger und doch auch irgendwie hoffnungsvoller Film, der auf DVD zwar ohne Bonusmaterial auskommen muss, dafür aber in technischer Hinsicht überzeugen kann. Alles in allem ein klarer Fall von: Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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