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Dezember 2019
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Joker

Joker

USA 2019 - mit Joaquin Phoenix, Robert De Niro, Zazie Beetz, Brett Cullen, Frances Conroy ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Joker
Genre:Drama, Thriller
Regie:Todd Phillips
Kinostart:10.10.2019
Produktionsland:USA 2019
Laufzeit:ca. 122 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.facebook.com/WarnerBrosAction
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Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) führt ein Leben am Rande der Gesellschaft von Gotham City. Tagsüber arbeitet er als Clown, während er abends davon träumt, ein erfolgreicher Stand Up Comedian zu sein. Und dann in der Late Night Show des großen Murray Franklin (Robert De Niro) auftreten – das wäre der Höhepunkt in Arthurs Leben. Doch stattdessen lacht man nicht über seine Witze, sondern über ihn. Ständig wird er lächerlich gemacht, geschlagen und gedemütigt. Seine Mutter (Frances Conroy) hofft immer noch auf die Hilfe ihres einstigen Arbeitgebers Thomas Wayne (Brett Cullen), doch auch diese Hoffnung erweist sich als trügerisch. Und irgendwann ist der Punkt gekommen, an dem es Arthur einfach leid ist, dass der Scherz immer auf seine Kosten geht…. 

Regisseur Todd Phillips ist in erster Linie mit Komödien wie den drei "Hangover"-Filmen oder dem abgedrehten "Old School" bekannt geworden. Für einen düsteren, bisweilen auch verstörenden Film wie "Joker" scheint er auf den ersten Blick nicht die richtige Wahl zu sein. Doch das, was Phillips hier auf die Leinwand gebracht hat, ist wirklich über jeden Zweifel erhaben. Nicht, dass es nicht ein paar berechtigte Kritikpunkte gäbe. Doch als düstere Charakterstudie und entlarvender Blick auf unsere Gesellschaft ist diese Geschichte um einen der bekanntesten Bösewichte des DC-Universums schlichtweg großartig. 

Im Vorfeld gab es viel Kritik an dem Film, befürchtete man doch, dass ein Killer – wenn auch ein fiktiver – glorifiziert werden würde und dass die Gewaltdarstellung zu exzessiv ausfallen würde. Gerade in Erinnerung an die von einem Amok-Schützen verübten Morde in einem US-Kino während einer Premieren-Vorstellung des Batman-Films "The Dark Night Rises" schien Vielen eine Huldigung an den Joker arg unpassend. Tatsächlich könnte man bei oberflächlicher Betrachtung das Gefühl bekommen, dass die Taten des Jokers dadurch gerechtfertigt werden, dass Arthur als ein Mann dargestellt wird, der von der Gesellschaft immer wieder getreten und gequält wird. Doch so einfach macht es sich Phillips eben nicht. 

Sein "Joker" hat sehr viel mehr Ebenen, als es zu Beginn den Anschein hat. Arthur dabei zu beobachten, wie er immer mehr in einer Abwärtsspirale in Richtung Wahnsinn gefangen ist, ist packend, aber auch sehr unbequem. Zumal Phillips auch Themen anspricht, die einen deutlichen Bezug zu den Problemen unserer Gesellschaft haben. Und dass sich einige Zuschauer daran stören, dass ihnen der Spiegel vorgehalten wird und ihnen nicht gefällt, was sie sehen, bleibt da natürlich nicht aus. Deshalb aber den Film als Gewaltverherrlichend zu kritisieren, ist natürlich absoluter Blödsinn. 

Es gibt Aspekte in dem Film, die nicht ganz so gut funktionieren oder etwas aufgesetzt wirken. Auf diese einzugehen würde bedeutet, zu viel über die Handlung zu verraten, was ich aber tunlichst vermeiden werde. Aber was ich sagen kann, ist Folgendes: Jeder noch so berechtigte kritikpunkt wird durch das intensive Spiel von Joaquin Phoenix zunichte gemacht. Was Phoenix hier abliefert, ist im wahrsten Sinne des Wortes erschreckend gut. Alleine sein Lachen, das in dem Film als eine Art Tourette-Syndrom erklärt wird, verfolgt einen auch nach dem Ende des Films noch lange. Aber auch Robert De Niro ist in seiner kleinen Nebenrolle so gut wie schon lange nicht mehr. 

Über das Ende wird es garantiert noch lange hitzige Diskussionen und Spekulationen geben. Ganz klar ist aber: Egal, wie man die letzte Szene – und damit auch die vorangegangenen Ereignisse - interpretieren mag, daran, dass "Joker" ein wirklich packendes Psychogramm geworden ist, ändert das nichts. Kein leichter Film, keiner, den man sich wirklich gerne ansieht, aber trotzdem ein Stück ganz großes Kino! Wer glaubt, dass alle Comicverfilmungen gleich sind, wird hier mit einem herben Schlag in die Magengrube eines Besseren belehrt. Und dafür gibt es ganz klar ein: Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Joker (USA 2019)"
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