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Jonas – DVD

Jonas – DVD

Deutschland 2011 - mit Christian Ulmen, Schülern und Lehrern der Paul Dessau Gesamtschule in Berlin u.a

Filminfo

Genre:Komödie
Regie:Robert Wilde
Verkaufsstart:09.08.2012
Produktionsland:Deutschland 2011
Laufzeit:ca. 106 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Keine
Bildformat:16:9 (1.78:1)
Extras:Premierenfilm, Featurette, Outtakes, Interviews, zusätzliche Szene, Audiokommentar, Trailer
Regionalcode:2
Label:DCM Film Distribution GmbH / EuroVideo
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Amazon Link : Jonas – DVD

Film: Wer hatte nach dem Schulabschluss nicht diesen furchtbaren Alptraum: Man sitzt plötzlich wieder in seinem alten Klassenzimmer, es wird eine Arbeit geschrieben oder Hausaufgaben abgefragt und man ist nicht vorbereitet. Dann ist es wieder da, dieses ungute Gefühl, das sich immer dann gemeldet hat, wenn man vorne an die Tafel musste und gezwungen war, sein Unwissen vor der ganzen Klasse zu offenbaren. Doch zum Glück sind das nur Alpträume und man müsste schon ein ziemlicher Idiot sein, um diese noch einmal Wirklichkeit werden zu lassen. Zum Glück für alle Zuschauer hat sich in Christian Ulmen nun doch ein solcher Idiot gefunden, denn in seiner dokumentarischen Komödie  "Jonas" drückt er als 18jähriger noch einmal die Schulbank.

Mit Hilfe seiner Maskenbildner deutlich verjüngt wird Ulmen zum Sitzenbleiber Jonas, der an der Paul Dessau Gesamtschule in Berlin eine letzte Chance erhält. In einigen Testwochen soll er den Lehrern beweisen, dass es ihm ernst mit seinem Wunsch auf einen Abschluss ist und dass sich seine bislang mangelhaften Leistungen deutlich steigern. Auch sich in die Klassengemeinschaft zu integrieren, ist ein wichtiger Teil dieses Tests. Letzterer gelingt Jonas sehr gut, startet er doch nach wenigen Tagen schon ein eigenes Bandprojekt. Doch während es musikalisch rockt, wollen völlig unnötige Dinge wie Logarithmus-Regeln einfach nicht in seinen Kopf. Und dann verliebt er sich auch noch in seine Musiklehrerin Frau Maschke. Wie soll sich ein junger Mensch da noch konzentrieren können?

Sechs Wochen lang hat das Team von "Jonas" an einer echten Schule mit echten Schülern und Lehrern gedreht. Christian Ulmen hat sich dabei immer als seine Kunstfigur Jonas gegeben und sich so direkt in den Schulalltag integriert. Auch wenn der Film nicht verrät, wie viel von dem Ganzen gestellt ist und inwiefern den Schülern und Lehrern die wahre Identität von Jonas bekannt war, funktioniert das Ganze doch erstaunlich gut. Denn wie schon bei früheren Formaten wie "Mein neuer Freund", dessen Regisseur Robert Wilde auch hier wieder die Fäden im Hintergrund zog, verschmilzt Ulmen derart mit seiner Rolle, dass man durchaus geneigt ist, nachvollziehen zu können, dass er in der Schule auch als Jonas akzeptiert worden ist.

Angenehm ist, dass "Jonas", anders als "ulmen.tv" oder "Mein neuer Freund" nicht auf Provokation aus ist. Sicherlich, es gibt immer wieder Momente, in denen Ulmen sein Gegenüber dazu bringt, eine komische Situation entstehen zu lassen. Trotzdem will diese Art moderner "Feuerzangenbowle" eher beobachten und den Zuschauer an die eigene Schulzeit zurück erinnern. Und so gibt es dann auch immer wieder Szenen, die wohl die Meisten exakt so oder so ähnlich auch erlebt haben dürften. Gut, es könnte dem Film nun vorgeworfen werden, dass er ein sehr geschöntes Bild des aktuellen Schulsystems zeigt. Denn hier gibt es keine echten Konflikte, die Schüler sind weitgehend brav und sind am Lernen interessiert. Mobbing, Gewalt, Integrationsproblematik, desillusionierte Lehrer am Rande des Bourn-Out – all das sucht man hier vergebens. Und dennoch: "Jonas" ist realistisch. Denn auch, wenn einige wichtige Problematiken – die bei einem solchen komödiantischen Format auch fehl am Platz gewesen wären – ausgeklammert werden, so werden doch essentielle Schulerfahrungen sehr gut eingefangen.

Ob nun echt oder teilweise inszeniert, "Jonas" ist ein ganz großer Spaß, auch weil der Film nicht immer eine angenehme Zeitreise zurück in die eigene Jugend ist und den ein oder anderen Fremdschämmoment zu bieten hat. und wieder einmal ein Beweis dafür, in welchen Formaten Christian Ulmen einfach in seinem Element ist. Damit ist die Versetzung keinesfalls gefährdet!

Bild + Ton: Der im dokumentarischen Stil gehaltene Film präsentiert sich auf der DVD in entsprechender Qualität. Das saubere Bild ist in den meisten Szenen recht scharf, die Farben sind stimmig und bis auf ein paar kleine Nachzieheffekte bei schnelleren Schwenks gibt es kaum Grund zur Klage. Der Ton bleibt weitgehend zurückhaltend, wird dem dokumentarischen Stil des Films aber absolut gerecht. Gut!

Extras: Die DVD hat über 100 Minuten an Extras zu bieten. Los geht das Ganze mit einem sehr amüsanten und aufschlussreichen Audiokommentar von Christian Ulmen und Regisseur Robert Wilde. Die Beiden sorgen nicht nur für einige sehr amüsante Momente, sondern bieten dem interessierten Hörer auch etliche interessante Details über die Dreharbeiten, die Auswahl der Schule und darüber, inwiefern Lehrer und Schüler über das Projekt informiert waren. Ein guter Kommentar, den es sich wirklich anzuhören lohnt.

Weiter geht es mit einem kurzen Film von der Premierenfeier (ca. 3 Min.), sowie einen interessanten Blick auf Probeaufnahmen mit Christian Ulmen in einem Fatsuit. Hier bekommt der Zuschauer gezeigt, dass die erste Idee für den Film völlig anders aussah, als das Schul-Projekt. Und auch, wenn man den Maskenbildnern und auch Ulmen zu ihrer Leistung gratulieren muss, so wird in den 6 Minuten dieser Kurzdokumentation deutlich, dass es eine gute Entscheidung war, sich gegen diese Idee zu entscheiden.

Zudem hat die DVD noch ein Interview mit Helge Schneider zum Thema Schule (ca. 5:30), sowie mit Christian Ulmen über sein Make Up (ca. 1:30) zu bieten. Den Großteil des Bonusmaterials aber machen ausführliche Interviews mit Schülern und Lehrern der Schule, an der gedreht wurde, sowie mit Christian Ulmen und Produzent Detlev Buck aus. In insgesamt 82 Minuten wird nicht nur über den Film, sondern über den Alltag an den Schulen, die Arbeit der Lehrer sowie Frustrationen, Wünsche und Träume der Schüler gesprochen.

Damit nicht genug: abschließend bekommt der Zuschauer noch kurze Outtakes (ca. 3 Min.), sowie eine zusätzliche Szene (ca. 2 Min.) und den Trailer geboten. Ein sattes und wirklich interessantes Bonuspaket. Sehr gut!

Fazit: Es ist eigentlich egal, wie viel von "Jonas" nun "echt", und wie viel inszeniert ist. Diese mitunter schmerzliche Erinnerung an die eigene Schulzeit macht einfach Spaß, zumal Christian Ulmen einmal mehr perfekt mit seinem Alter Ego verschmilzt und einige wirklich großartige Momente abliefert. Trotz einiger Hänger und kleiner Fremdschäm-Momente ein sehr amüsanter und sehenswerter Film, der auf der DVD technisch ordentlich umgesetzt ist und in Sachen Bonusmaterial bleiben kaum Wünsche offen. Und genau dafür gibt es dann auch ein: Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Jonas – DVD (Deutschland 2011)"
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