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Karate Kid

Karate Kid

USA 2010 - mit Jaden Smith, Jackie Chan, Taraji P. Henson u.a

Filminfo

Originaltitel:The Karate Kid
Genre:Drama, Kinderfilm
Regie:Harald Zwart
Kinostart:22.07.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 140 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.karatekid-film.de
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1984 wurde Ralph Macchio als Daniel Laruso mit Hilfe von Pat Morita alias Mr. Miyagi zum "Karate Kid". Der Film von John G. Avildsen wurde zum Riesenerfolg und gilt als einer der ganz großen Kultfilme der 1980er. Drei Fortsetzungen, zwei davon noch mit Ralph Macchio und die dritte mit einer noch sehr jungen Hilary Swank, folgten und dann wurde es ruhig um den "Karate Kid". Bis jetzt, denn nun schickt "Der rosarote Panther 2"-Regisseur Harald Zwart die Neuauflage des Franchise ins Rennen.

Musste Daniel Laruso seinerzeit nur von New Jersey nach Kalifornien umziehen, geht die Reise für den neuen "Karate Kid" etwas weiter: Der zwölfjährige Dre Parker (Jaden Smith) muss mit seiner Mutter Shelley (Taraji P. Henson) von Detroit ins ferne Peking ziehen. Die fremde Sprache, die neue Kultur und die so gar nicht vertraute Umgebung machen dem Jungen schwer zu schaffen. In der Schule macht ihm zudem der geübte Kung-Fu Kämpfer Cheng und seine Clique das Leben schwer. Doch als Dre in dem schweigsamen Hausmeister Mr. Han (Jackie Chan) einen Mentor findet, der ihm nicht nur in Kung Fu lehrt, sondern ihm auch beibringt, die wahren Werte des Lebens schätzen zu lernen, könnte sich das Leben des Kindes für immer ändern…

Eines muss Harald Zwart hoch angerechnet werden: Anstatt lediglich ein modernisierten Abklatsch des ersten Films abzuliefern, versucht er, der bekannten Geschichte ganz neue, eigenständige Aspekte abzugewinnen. So spielt er gleich zu Beginn der ersten Begegnung von Der mit Mr. Han auf sehr amüsante Art mit einer der ikonischsten Szenen des Originals und macht so auch dem letzten Fan deutlich, dass hier Altbekanntes in ganz neuem Gewandt geboten wird.

Es ist auch nicht zu leugnen, dass die Chemie zwischen Jackie Chan und Jaden Smith stimmt und die Beiden ein sehr gutes Leinwand-Duo abgeben. Und dennoch: trotz wunderbarer Landschaftsaufnahmen, trotz einiger sehr hübscher Momente zwischen Dre und Mr. Han, so wirklich überzeugen kann der neue "Karate Kid" nicht. Und das liegt nicht an der Tatsache, dass es in einem Film mit dem Titel "Karate Kid" nicht eine Sekunde lang Karate zu sehen gibt und der Film aufgrund seiner Eigenständigkeit problemlos in das passendere "Kung Fu Kid" hätte umbenannt werden können und sollen. Was dem Film nicht wirklich gut tut, ist das Alter der Hauptfigur, der mit einer gewissen Arroganz erfüllte Blick von klein Jaden und die Botschaft, die am Ende den kleinen Kinobesuchern mit auf dem Weg gegeben wird.

War Daniel Laruso ein Teenager mit typischen Teenager-Problemen ist Dre eben noch ein Kind, das sich mit Teenager-Problemen herumschlagen muss. So wirkt dann auch die Romanze zwischen Dre und der von Wenwen Han gespielten Mei Ying einfach zu aufgesetzt und unglaubwürdig. Hätte man auf diesen Aspekt der Handlung verzichtet, Dre einfach noch ein wenig mehr Kind sein lassen und den Film so um einige Minuten gekürzt (was bei einer Laufzeit von 140 Minuten durchaus wünschenswert gewesen wäre), so hätte dies der Geschichte in keiner Hinsicht geschadet.

Auch was die Kung Fu Kämpfe angeht, stößt das Alter des Kung Fu Kid eher negativ zu Buche. Denn es ist schon fragwürdig, dass eine Mutter ihr Kind anfeuert, ein anderes Kind kampfunfähig zu schlagen oder still auf ihrem Platz sitzen bleibt, wenn der geliebte Sohn windelweich geprügelt wird. Da die zugegebenermaßen sehr gut choreographierten Kampfszenen mit etwas arg übertriebenen Soundeffekten untermalt werden, hat hier Kampf nichts mehr mit Ehre und Würde zu tun, sondern eben nur noch mit Gewalt. Dass der Film dennoch ab 6 Jahren freigegeben worden ist, zeigt einmal mehr, wie willkürlich die FSK ihre Altersfreigaben verteilt und wie unglaubwürdig diese Institution ist.

Sicherlich, der 2010er "Karate Kid" ist kein schlechter Film. Der Streifen ist unterhaltsam, in schöne Bilder getaucht und das Duo Chan-Smith funktioniert wirklich gut. Doch die etwas fragwürdige Botschaft und der allzu altklug agierende Hauptdarsteller, der die Rolle etwas zu offensichtlich seinen den Film mit produzierenden prominenten Eltern zu verdanken hat, hinterlassen einen etwas faden Beigeschmack. Daher gilt: Mit kleinen Einschränkungen durchaus sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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