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Dezember 2018
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Kein Ort ohne Dich

Kein Ort ohne Dich

USA 2015 - mit Scott Eastwood, Britt Robertson, Jack Hudson, Oona Chaplin, Alan Alda u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The longest Ride
Genre:Romantik, Drama
Regie:George Tillman, Jr.
Kinostart:30.04.2015
Produktionsland:USA 2015
Laufzeit:ca. 129 Min
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.KeinOrtOhneDich-derFilm.de
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Eigentlich hat die junge Studentin Sophia (Britt Robertson) ihr Leben ganz genau geplant. Nach ihrem kurz bevorstehenden Abschluss will sie ein Praktikum in einer angesehenen New Yorker Kunstgalerie absolvieren und von dort aus in der Szene Fuß fassen. Doch ihre Pläne werden völlig über den Haufen geworfen, als sie bei einem Rodeo den attraktiven Bullenreiter Luke (Scott Eastwood) kennenlernt und sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Doch ist das, was sich zwischen den Beiden entwickelt, wirklich stark und wichtig genug, um dafür das lukrative Praktikum sausen zu lassen. Es scheint so zu sein, dass sich die Studentin gegen die Liebe und für die Karriere entscheidet. Doch dann lernt sie den 91jährigen Ira Levinson (Alan Alda) kennen, dem Luke nach einem Unfall das Leben gerettet hat. Zwischen dem alten Mann, der seit dem Tod seiner geliebten Frau vor acht Jahren jeden Lebenswillen verloren hat, und Sophia entwickelt sich eine enge Freundschaft, als sie sich bereit erklärt, ihm die alten Briefe vorzulesen, die er als junger Mann (Jack Huston) an seine Ruth (Oona Chaplin) geschrieben hat. Und je mehr Sophie in die Liebesgeschichte der Beiden eintaucht, desto mehr verändert dies ihren Blick auf ihre eigene Romanze. Doch vielleicht ist es dafür längst schon zu spät…

"Kein Ort ohne Dich" ist bereits die zehnte Verfilmung eines Romans von Nicholas Sparks. Nachdem die letzte Kinoadaption, die Südstaaten-Romanze "The Best of me", in fast jeder Hinsicht enttäuscht hat und auch an den Kinokassen gefloppt ist, kann Regisseur George Tillman Jr. ("Faster") die Fans des Bestsellerautors mit seiner Verfilmung des 2013 veröffentlichten Romans wieder ein wenig versöhnen. Dabei ist "Kein Ort ohne Dich" zwar sicherlich nicht die beste Sparks-Verfilmung. Doch die auf zwei Zeitebenen erzählte Geschichte, die vielen sehr schönen Bilder und die beiden attraktiven Hauptdarsteller machen den Film trotz einer Überdosis an Kitsch und Klischees zu einer rundum gelungenen Romanze.

Zu Beginn wird allerdings etwas dick aufgetragen. Der Besuch von Sophia und ihrer besten Freundin beim Rodeo, wo sie beim Anblick der kernigen Typen sofort das Sabbern anfangen, lässt Schlimmes erwarten. Und auch die ersten Dialogfetzen, die der raubeinige Bullenreiter und die zarte Studentin austauschen, sind derart "cheesy", dass man sich als Zuschauer schnell dabei ertappt, entnervt die Augen zu verdrehen. Doch wenn der Gentleman der alten Schule seine Angebetete dann zum ersten Date abholt, offenbart der Film auch einen leichten Hauch von Selbstironie, wodurch der Unterhaltungswert deutlich ansteigt. Dieses Gefühl wird dann intensiviert, wenn auch die Geschichte von Ira und Ruth in die Handlung eingewoben wird. Nicht nur, dass diese Liebesgeschichte sehr gut gespielt und anrührend erzählt ist. Auch der Kontrast zwischen den beiden Handlungssträngen und die Art, wie diese zusammengeführt werden, funktionieren trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit sehr gut.

Scott Eastwood, Sohn von Kinolegende Clint Eastwood, scheint auf den ersten Blick nur ein weiterer Schönling zu sein, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit sein Shirt ausziehen muss. Doch tatsächlich erlaubt ihm der Film gerade in der zweiten Hälfte auch, so etwas wie schauspielerisches Talent zeigen zu können. Das gelingt auch Britt Robertson ("Under the Dome"), die den ersten Eindruck vom naiven College-Blondchen, der nach der Eröffnungsszene entstanden ist, schnell relativieren kann. Zwischen den Beiden knistert es tatsächlich gewaltig, so dass gerade die Liebesszenen nicht so unfreiwillig komisch wirken, wie das beim letzten Sparks-Film der Fall war. Aber auch zwischen Jack Hudson und Oona Chaplin stimmt die Chemie, wobei ihre Romanze etwas ernsthafter wirkt, als die doch eher an eine Teenie-Romanze erinnernde Beziehung zwischen Sophie und Luke.

Am Ende ist "Kein Ort ohne Dich" schöner Hollywood-Kitsch ohne viel Tiefe, dafür aber mit einem hohen Schluchz-Faktor. Wer attraktive Menschen in schöner Umgebung sehen möchte, wem dünne Dialoge und viele Klischees nichts ausmachen und wer einfach nur wieder mal hemmungslos Schmachten möchte, der ist hier genau richtig. Ein gut auf sein Zielpublikum abgestimmtes Werk, das ein "Sehenswert" absolut verdient hat.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Kein Ort ohne Dich (USA 2015)"
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