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Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang – DVD

Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang – DVD

USA 2011 - mit Billy Drago, Barbara Nedelyakova, Tim Rock, Kelen Coleman, Dusty Burwell ...

Filminfo

Originaltitel:Children of the Corn: Genesis
Genre:Mystery, Thriller, Horror
Regie:Joel Soisson
Verkaufsstart:06.09.2012
Produktionsland:USA 2011
Laufzeit:ca. 78 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1,85:1)
Extras:Trailer
Regionalcode:2
Label:Sunfilm Entertainment
Webseite:www.sunfilm.de
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Amazon Link : Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang – DVD

Film: "Kinder des Zorns" ist auf seine ganz eigene Art ein echtes Phänomen. Basierend auf einer Kurzgeschichte von Stephen King, die 1977 erstmals im Männermagazin Penthouse veröffentlicht worden ist, entstand 1984 ein Low Budget Horrorfilm mit Linda Hamilton ("Terminator") und Peter Horton in den Hauptrollen. Ausgehend von seinen Kosten von rund 3 Millionen Dollar war der Film ein beachtlicher Erfolg, so dass bald eine Fortsetzung folgte, die zumindest in den USA noch in die Kinos kam. Bis 2001 wurden insgesamt sieben Teile der Reihe produziert, 2009 folgte dann noch ein TV-Remake des ersten Films. Dass eine Kurzgeschichte so viel Stoff hergibt, ist wahrlich ein Wunder. Wenig verwunderlich ist es aber auch, dass gerade die späteren Teile der Reihe qualitativ stetig nachgelassen haben. Dennoch erfreuen sich die "Kinder des Zorns" noch immer einer ordentlichen Beliebtheit, die nun einen weiteren Teil hervor gebracht hat.

Teil 8 trägt den Untertitel "Genesis – Der Anfang". Doch obwohl es etliche Verweise auf die Stadt Gatlin und "ihn, der hinter den Reihen geht" gibt, hat der Film letztendlich nur sehr wenig mit Stephen Kings Geschichte und den früheren Filmen zu tun. Lediglich die Ausgangssituation ist gleich geblieben: ein junges Paar, Tim (Tim Rock) und seine schwangere Freundin Alice (Kelen Coleman), haben auf einer Reise durch Kalifornien eine Autopanne und sind mitten im Nirgendwo gestrandet. In einem abgelegenen Haus hoffen sie, Hilfe zu finden. Die Bewohner, ein alternder Priester (Billy Drago) und seine sehr viel jüngere Frau (Barbara Nedeljakova), gewähren dem Paar nur widerwillig Einlass. Sie dürfen die Nacht über bleiben, sofern sie nicht herumschnüffeln und sich nur um ihre eigenen Sachen kümmern. Doch das ist natürlich leichter gesagt, als getan. Denn als Alice beim Gang auf die außen gelegene Toilette merkwürdige Geräusche aus einem alten Schuppen kommend hört, macht sie eine verstörende Entdeckung. Und bald schon ist es mehr als fraglich, ob das junge Paar die Nacht lebend überstehen wird…

Auch wenn Tim und Alice dem Zuschauer nie wirklich sympathisch werden, so kann ihr Schicksal zumindest zu Beginn durchaus noch fesseln. Die Atmosphäre ist düster und beklemmend und Billy Drago sorgt als mysteriöser Priester für eine gehörige Portion Irrsinn, die dem Film insgesamt sehr zu Gute kommt. Barbara Nedeljakova, bekannt durch eine kleine Rolle im ersten "Hostel"-Film, darf zwar auch hier nicht sehr viel mehr machen, als ihre Reize zur Schau zu stellen. Doch wirkt auch sie dadurch, dass sie so überhaupt nicht zu dem Priester und in sein heruntergekommenes Haus passt, auf eine gewisse Art bedrohlich. Wie die Hauptfiguren, so fühlt sich auch der Zuschauer schnell in dem unheimlichen Haus gefangen und es kommt tatsächlich auch so etwas wie Spannung auf.

Doch leider nimmt das Ganze in der zweiten Hälfte eine Wendung, die realen Horror gegen übernatürlichen Hokuspokus tauscht. Dass dieser aufgrund des doch sehr geringen Budgets dann auch noch mit sehr mageren Effekten und erstaunlich wenig echten Schockeffekten vermittelt wird, macht aus dem Film dann eigentlich mehr einen Mystery-Thriller, als waschechten Horror. Das eher hölzerne Spiel von Tim Rock und Kelen Coleman ist da nicht wirklich hilfreich, um den Unterhaltungswert des Films auf gutem Niveau zu halten.

Wer die "Kinder des Zorns"-Reihe bislang verfolgt hat, wird eingestehen müssen, dass es schon wesentlich schlechtere Teile in dieser qualitativ nie wirklich besonders wertvollen, aber dennoch irgendwie unterhaltsamen Reihe gegeben hat. "Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang" hat einige gelungene Momente und ein gewisses Spannungspotential. Wer also Fan des Franchise ist, der kann hier getrost einen Blick riskieren. Wer aber auf mehr hofft, als auf einen zumindest zu Beginn recht ordentlichen Low Budget Mystery-Film, der sollte sich für diese zornigen Kinder lieber einen anderen Babysitter suchen.

Bild + Ton: Das nicht gerade übermäßig hohe Budget des Films macht sich auch bei der audiovisuellen Umsetzung des Films bemerkbar. Gerade in den zahlreichen dunkleren Szenen sind bei der Detaildarstellung einige Schwächen auszumachen und auch leichtes Bildrauschen kann hier und da festgestellt werden. Ansonsten aber liegt die Umsetzung des sauberen Bildes auf gutem Niveau, wobei besonders die atmosphärische Farbgebung positiv ins Gewicht fällt. Beim Ton fällt auf, dass die Dialoge hier und da etwas zu leise abgemischt sind und dass die englische Originalspur über deutlich stärker akzentuierte Umgebungsgeräusche und andere kleinere Surround-Effekte verfügt. Wirklich aufregend ist das tonale Geschehen allerdings nie, nur beim Finale kommen einige ordentliche Soundeffekte zur Geltung.

Extras: Als Bonus gibt es nur Trailer zu sehen.

Fazit: Die "Kinder des Zorns" gehen in die achte Runde. Die angekündigte Reise zu den Anfängen der Geschichte hat aber nur marginal noch etwas mit der ursprünglichen Kurzgeschichte von Stephen King und den Vorgängerfilmen zu tun. Die Heimkino-Premiere ist ein in Teilen ordentlicher Horror-Thriller, der sich nach einem gelungenen Anfang leider zu sehr in Klischees und Absurditäten verliert. Innerhalb der Reihe gab es aber schon deutlich schlechtere Filme, weshalb es unterm Strich (trotz fehlenden Bonusmaterials) gerade noch ein gut gemeintes "sehenswert" für Fans des Franchise gibt!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

  • Kinder des Zorns: Genesis – Der Anfang – DVD
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