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Kino Kontrovers 6: Antares – Studien der Liebe – DVD

Kino Kontrovers 6: Antares – Studien der Liebe – DVD

Österreich 2004 - mit Petra Morzé, Andreas Patton, Hary Prinz, Susanne Wuest, Dennis Cubic ...

Filminfo

Genre:Drama
Regie:Götz Spielmann
Verkaufsstart:06.12.2011
Produktionsland:Österreich 2004
Laufzeit:ca. 114 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch (Dolby Digital 5.1, DTS 6.1 Surround)
Untertitel:Deutsch
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Making of, Trailer, Booklet mit Essay zum Film
Regionalcode:2
Label:Euro Video
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Film: Das Leben der Krankenschwester Eva (Petra Morzé) scheint auf den ersten Blick in guten und harmonischen Bahnen zu verlaufen. Ob als Ehefrau, Mutter oder im Beruf, stets erfüllt sie ihren Alltag mit routinierter Gelassenheit. Doch Eva hat ganz andere Wünsche und Fantasien, die sie in einer Affäre mit dem Arzt Tomasz (Andreas Patton) auslebt. Eigentlich sollte es nur Sex sein, doch nach und nach verändern die Treffen Evas Einstellung zum Leben und zu ihrer Ehe.

Zur gleichen Zeit sieht sich die Supermarktkassiererin Sonja (Susanne Wuest) von herben Verlustängsten geplagt. Ihre größte Angst ist, dass sie ihr Freund Marco (Dennis Cubic) verlassen könnte. Dass ihre fast schon krankhafte Eifersucht genau das bewirken könnte, merkt Sonja nicht. Doch es gibt etwas, das ihre Beziehung retten könnte: ein Kind. Doch eine fatale Lüge könnte auch diesem Plan einen Strich durch die Rechnung machen.

Auch der Immobilienmakler Alex (Andreas Kiendl) kämpft um seine Beziehung. Allerdings scheint es dafür schon zu spät, hat ihn doch seine Freundin Nicole (Martina Zinner) bereits vor einiger Zeit verlassen. Doch Alex kann nicht von der allein erziehenden Mutter lassen und taucht immer wieder bei ihr auf. Und seine Verzweiflung steigert sich dabei von mal zu mal, bis es zu einem fatalen Zwischenfall kommt…

In "Antares – Studien der Liebe" erzählt Regisseur Götz Spielmann ("Revanche") drei Geschichten, die sich auf unterschiedliche Art Themen wie Liebe, Einsamkeit oder Verlustangst nähern. Mit großer Realitätsnähe entwirft Spielmann ein an sich recht trostloses Bild von einer Welt, in der Liebe und Glück kein Platz zu haben scheinen. So ist etwa die Ehe von Eva oberflächlich gesehen von Harmonie und gegenseitiger Liebe erfüllt. Doch die Affäre mit Tomasz, die lediglich auf Ich-bezogener Lust, nicht aber auf tief empfunden Gefühlen basiert, offenbart, dass die familiäre Idylle eben nur oberflächlich existiert hat. Gerade in diesem Handlungsbogen muss die überzeugende, aber auch besonders mutige Darstellung von Schauspielerin Petra Morzé gewürdigt werden, die den sehr expliziten Sexszenen eine gewisse Natürlichkeit verleiht. Der Sex zwischen Eva und Tomasz ist leidenschaftlich und erotisch, aber er wirkt erstaunlicherweise nicht wirklich voyeuristisch (obwohl Voyeurismus durchaus eine wichtige Rolle spielt).

Aber auch die von stiller Hoffnungslosigkeit dominierte Darstellung von Susanne Wuest hinterlässt bleibenden Eindruck. Es sind diese in ihrer Authentizität extrem starken Schauspielerleistungen, die in Verbindung mit der intensiv zurückhaltenden Regie aus "Antares – Studien der Liebe" ein packendes Stück österreichischen Arthauskinos macht. Zwar verfügt der Film nicht ganz über die Wucht, die Spielmann in seinem Nachfolgefilm "Revanche" hat erzeugen können. Und auch, wenn den Figuren und der sie umgebenden Welt emotionale Wärme zu fehlen scheint, so fällt es als Zuschauer trotzdem schwer, von dem Einblick in ihr Leben nicht berührt zu werden.

Sicherlich, die getragene, verschachtelte Inszenierung macht das Drama nicht unbedingt zu leichter Wohlfühlkost für den Samstagnachmittag. Dann hätte es der Film auch mit Sicherheit nicht in die Reihe "Kino Kontrovers" geschafft. Doch wer sich gerne auch mal mit etwas schwierigen, in ihrer Trostlosigkeit aber zutiefst menschlichen Dramen auseinandersetzt, der kann hier getrost zugreifen. Sehenswert!

Bild + Ton: Das sehr saubere Bild kann mit seiner atmosphärischen Farbgebung und einem angenehmen Schärfegrad punkten. Der Ton bleibt über weite Strecken eher zurückhaltend, wirkt in der DTS-Abmischung allerdings noch ein wenig kräftiger, als in der guten Dolby Digital 5.1 Mischung. Gut!

Extras: Neben dem Booklet mit einem Essay zum Film und einem Gespräch mit Regisseur Götz Spielmann hat die DVD noch ein etwas über 20minütiges Making of und den Trailer zum Film zu bieten. Gut!

Fazit: "Antares – Studien der Liebe" ist ein episodenhaft erzähltes Drama über Einsamkeit, Sehnsüchte, Liebe und Verzweiflung. Geschickt verwebt Regisseur Götz Spielmann die drei Geschichten miteinander und entlässt den Zuschauer trotz aller Dramatik und Trostlosigkeit nicht mit einem kompletten Gefühl der Hoffnungslosigkeit. Die in der Reihe "Kino Kontrovers" veröffentlichte DVD ist technisch gut umgesetzt und bietet dem Zuschauer noch ein paar sehens- bzw. lesenswerte Extras an. Empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

  • Kino Kontrovers 6: Antares – Studien der Liebe – DVD
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