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Le Passé – Das Vergangene - DVD

Le Passé – Das Vergangene - DVD

Frankreich 2013 - mit Tahar Rahim, Bérénice Bejo, Ali Mosaffa, Pauline Burlet, Jeanne Jestin u.a

Filminfo

Originaltitel:Le passé
Genre:Drama
Regie:Asghar Farhadi
Verkaufsstart:15.08.2014
Produktionsland:Frankreich 2013
Laufzeit:ca. 125 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Anzahl der Disc:1
Sprachen:Deutsch, Französisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel:Deutsch, Farsi
Bildformat:16:9 (1.85:1)
Extras:Making of, Interviews, Trailer
Regionalcode:2
Label:Camino Filmverleih
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Amazon Link : Le Passé – Das Vergangene - DVD

Film: Nach vier Jahren im Iran kehrt Ahmad (Ali Mosaffa) nach Paris zurück, um die Scheidung von seiner Noch-Ehefrau Marie (Bérénice Bejo) über die Bühne zu bringen. Obwohl sie eigentlich im Guten auseinandergegangen sind, hat Marie bislang verschwiegen, dass sie mittlerweile mit einem neuen Mann, Samir (Tahar Ramin) und dessen Sohn zusammenlebt. Ahmad spürt schnell, dass seine ältere Stieftochter Lucie (Pauline Burlet) sehr darunter leidet, dass nun schon wieder ein neuer Mann an der Seite ihrer Mutter lebt. Die Tatsache, dass Samirs Frau nach einem Selbstmordversuch im Koma liegt, während er sich mit Marie ein neues Familienglück aufbaut, scheint eine entscheidende Rolle für die Ablehnung des Mädchens zu spielen. Doch je mehr Zeit Ahmad mit der neuen Patchwork-Familie von Marie verbringt, desto mehr kommt er der eigentlichen, traurigen Wahrheit auf die Spur…

Mit "Le Passé – Das Vergangene" hat der iranische Filmemacher Asghar Farhadi einen mehr als würdigen Nachfolger zu seinem Oscar-Gewinner "Nader und Simin – Eine Trennung" inszeniert. Der Film mag schon alleine aufgrund der Tatsache, dass er nicht im Iran, sondern in Frankreich spielt, nicht so kontrovers und bedeutsam sein, wie sein Vorgänger. Doch die Geschichte, die hier in einer bedrückenden Langsamkeit aufgebaut wird, ist am Ende sogar noch berührender und emotionaler, als der preisgekrönte Scheidungskampf von Nader und Simin. Farhadi versteht es perfekt, den Vorhang sehr gemächlich immer weiter zu öffnen, so dass der Zuschauer immer tiefer unter die Oberfläche schauen kann, bis sich am Ende schließlich die ganze Tragik der Handlung offenbart. Wie Ahmad hat man auch als Zuschauer Ahnungen und Befürchtungen, doch die eigentliche Wahrheit trifft einen dann doch etwas überraschend.

Weshalb das dann gerade auf einer emotionalen Ebene so gut funktioniert, ist die Tatsache, dass Farhadi dieses Mal eine in ihrer Intimität doch eher universelle Geschichte erzählt, die ganz losgelöst von kulturellen Unterschieden theoretisch Jeden betreffen könnte. Es ist eine zutiefst traurige Geschichte, die ohne jede Form von überzogenem Kitsch oder forciertem Happy End erzählt wird – und gerade deshalb so lebensnah und packend wird. Die tollen Darsteller, allen voran Ali Mosaffa und Bérénice Bejo, intensivieren diesen Eindruck noch und machen aus dem Film ganz großes emotionales Schauspielerkino.

Sicherlich, um einfach mal Abzuschalten und entspannt den Feierabend zu genießen ist "Le Passé – Das Vergangene" nicht unbedingt der richtige Film. Wer aber anspruchsvolle Arthaus-Kost mit tollen Schauspielern, einer einnehmenden Kameraarbeit und einer bedrückend-bewegenden Geschichte schätzt, der kommt an diesem Film einfach nicht vorbei. Absolut sehenswert!

Bild + Ton: Die DVD präsentiert das Drama in guter Bild- und Tonqualität. Die visuelle Umsetzung überzeugt mit einer guten Gesamtschärfe und einer authentisch wirkenden Farbgebung. Kleinere Schwächen bei der Detaildarstellung in dunklen Szenen fallen kaum negativ ins Gewicht. Der Ton ist dem Film entsprechend eher zurückhaltend, transportiert aber die Dialoge gut verständliche aus den Lautsprechern und sorgt durch stimmig abgemischte Umgebungsgeräusche für einen atmosphärischen Klangteppich. Gut!

Extras: Als Bonus hat die DVD noch ein gutes Making of (ca. 25:50 Min), sowie Interviews mit Ali Mosaffa (ca. 6:54 Min.), Bérénice Bejo (ca. 7:37 Min.), Mahmoud Kalari (ca. 8:20 Min.) und Tahar Rahim (ca. 5:34 Min.) zu bieten. Gut!

Fazit: "Le Passé – Das Vergangene" ist ein bewegendes Drama, das trotz – oder vielleicht gerade wegen – seiner Langsamkeit extrem packen kann und dadurch noch emotionaler und eindrucksvoller ist, als Asghar Farhadis Oscar-Gewinner "Nader und Simin – Eine Trennung". Tolle Darsteller, eine einnehmende Kameraarbeit und eine fesselnde Geschichte machen aus dem Kammerspiel ein großes Stück Arthaus-Kino, das sich auf der DVD in guter Bild- und Tonqualität präsentiert und zudem noch sehenswertes Bonusmaterial bietet. Für Liebhaber anspruchsvollerer Dramen ein absolutes Muss!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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