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August 2018
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Let me in

Let me in

USA 2010 - mit Kodi Smit-McPhee, Chloe Moretz, Richard Jenkins, Dylan Minnette, Sasha Barrese u.a

Filminfo

Originaltitel:Let me in
Genre:Horror, Drama
Regie:Matt Reeves
Kinostart:15.12.2011
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 119 Min.
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.letmein-film.de/
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Mit seinem Roman "So finster die Nacht" hat der schwedische Autor John Ajvide Lindqvist dem momentan etwas überstrapazierten Vampirgenre noch etwas frisches Blut abzapfen können. Die gleichnamige Verfilmung von Tomas Alfredson, für die Lindqvist das Drehbuch schrieb, war im Jahr 2008 derart erfolgreich, dass sich bald auch US-Studios für den Stoff interessierten. "Cloverfield"-Regisseur Matt Reeves inszenierte mit "Let me in" ein Remake des schwedischen Films, das auf der einen Seite eine sehr getreue Adaption von "So finster die Nacht" geworden ist, andererseits aber auch seinen eigenen Ton trifft und sich mit einer spannenden Inszenierung und tollen Darstellern seine Daseinsberechtigung verdient hat.

1983: Der zwölfjährige Owen (Kodi Smit-McPhee) lebt mit seiner Mutter in einer öden Kleinstadt inmitten der Berge von New Mexico. Der Einzelgänger wird von einigen seiner Mitschüler regelmäßig gedemütigt und gequält. Doch seiner Mutter kann er sich nicht anvertrauen und Freunde hat er keine. Doch das ändert sich, als Abby (Chloe Moretz) in Owens Nachbarschaft zieht. Das Mädchen scheint sich in der Welt genauso verloren zu fühlen, wie Owen und so schließen die Beiden eine ungewöhnliche Freundschaft. Als einige brutale Morde die kleine Stadt erschüttern, beginnt Owen zu vermuten, dass Abby und ihr Vater (Richard Jenkins) damit etwas zu tun haben könnten. Doch ihr wahres Geheimnis ahnt der Junge da noch nicht…

"Let me in" ist ein atmosphärisches Horrordrama, der gleich auf mehreren Ebenen funktioniert. Da ist zum Einen die ästhetische Ebene. Kameraarbeit und die Ausstattung erzeugen in Kombination mit der Musik von Michael Giacchino ("Lost") eine düstere Atmosphäre, die realistische und fantastische Elemente zu einem einnehmenden Ganzen verbindet. Des weiteren ist da die schauspielerische Ebene und auch hier kann das Remake überzeugen. Mit Kodi Smit-McPhee ("The Road") und Chloe Moretz ("Kick-Ass") wurden zwei erstklassige Jungstars engagiert, die diesen Film nahezu ganz alleine tragen. Zwar sind auch andere Darsteller wie Richard Jenkins oder Elias Koteas mehr als überzeugend, doch ohne das gute Zusammenspiel der beiden Kinder würde "Let me in" einfach nicht funktionieren. Auch wenn das Spiel von Chloe Moretz gerade zu Beginn etwas bemüht mysteriös wirkt, so kann unterm Strich an den darstellerischen Leistungen kaum etwas ausgesetzt werden.

Und schließlich wäre da noch die inhaltliche Ebene. Wie schon Alfredson ist es auch Reeves sehr gut gelungen, die Geschichte an der Oberfläche wie einen düsteren Horrorfilm erscheinen zu lassen, der sich darunter als sehr zärtliches Drama um Freundschaft und den schmerzvollen Weg zum Erwachsenwerden offenbart. Zwar lässt auch diese Adaption einige wichtige Aspekte über Abbys Vergangenheit aus, aber dennoch konzentriert sich Reeves etwas stärker auf die Freundschaft zwischen dem Jungen und dem Vampirmädchen, als das in Alfredsons Version der Fall gewesen ist. Andere Bewohner der Wohnsiedlung, in der Owen lebt, aber auch sein Vater spielen in dieser Version keine wirkliche Rolle. Dafür sind die demütigenden und brutalen Attacken von Owens Mitschülern gegen den Jungen noch etwas deutlicher und intensiver ausgefallen. Owens Wut, seine Verzweiflung und das Gefühl, völlig alleine zu sein, ist hier auf jeden Fall noch nachvollziehbarer und glaubwürdiger umgesetzt.

"Let me in" ist einer der seltenen Fälle, in denen das Remake in vielen Momenten dem Original ebenbürtig ist, nur in wenigen Punkten schwächer ausfällt und in mancher Hinsicht sogar als besser bezeichnet werden kann. Ein Film, der übernatürlichen und ganz realen Horror in einer atmosphärischen dichten Inszenierung mit tollen Darstellern bietet. Dafür gibt es natürlich nur eine Empfehlung: absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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