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Like Father, Like Son

Like Father, Like Son

Japan 2013 - mit Masaharu Fukuyama, Machiko Ono, Keita Ninomiya, Lily Franky, Yoko Maki u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Soshite chichi ni naru
Genre:Drama
Regie:Hirokazu Kore-eda
Kinostart:25.09.2014
Produktionsland:Japan 2013
Laufzeit:ca. 120 Min.
Webseite:www.filmkinotext.de
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Ryota Nonomiya (Masaharu Fukuyama) ist eigentlich überzeugt davon, das perfekte Leben zu führen. Er ist ein erfolgreicher Architekt und lebt mit seiner Frau Midori (Machiko Ono) und dem gemeinsamen Sohn Keita (Keita Ninomiya) in einer schmucken Wohnung in Tokio. Doch das Familienglück wird jäh zerstört, als Ryota und Midori erfahren, dass der Junge, den sie sechs Jahre lang für ihr Kind gehalten haben, nicht ihr leiblicher Sohn ist, da in dem Krankenhaus, in dem Keita geboren wurde, seinerzeit zwei Babys vertauscht wurden. Ihr wirklicher Sohn Ryusei (Shogen Hwang) lebt in sehr einfachen Verhältnissen bei dem Krämer Yudai Saiki (Lily Franky), seiner Frau Yukari (Yoko Maki) und deren Kinder. Für beide Elternpaare stellt sich jetzt die schwierige Frage, was mehr zählt: Blutsbande oder die sechs Jahre, die sie mit den Kindern verbracht haben. Ist es für die Jungs die beste Entscheidung, sie aus ihrem gewohnten Umfeld zu reißen? Und mit welcher Entscheidung können sie als Eltern am ehesten leben?

"Like Father, Like Son" ist nicht der erste Film, der sich mit der Thematik um vertauschte Kinder auseinandersetzt. Doch nicht nur seine nüchterne und dadurch sehr realitätsnahe Inszenierung macht dieses Drama zu einem ganz besonders intensiven Erlebnis. Auch die Entscheidung von Regisseur Hirokazu Kore-eda, das Geschehen fast gänzlich aus der Sicht eines Vaters wie Ryota zu schildern, verleiht der Geschichte eine besondere Note. Ryota hat sich das perfekte Leben aufgebaut und das ist er nicht bereit aufzugeben. Seine Reaktion auf die Erkenntnis, dass Keita nicht sein Sohn sein könnte, fällt daher auch zunächst nicht wirklich emotional, sondern eher rational aus. Er hat in die Erziehung des Jungen investiert und er will, dass sich dieses Investment jetzt auch auszahlt. Deshalb wäre er auch bereit, einfach beide Jungs als seine Kinder zu akzeptieren – was angesichts der Tatsache, dass Yudai Saiki seiner Familie ohnehin kaum etwas bieten kann, eigentlich das Beste für die Kinder wäre.

Nach und nach muss er aber erkennen, dass man die Liebe zu einem Kind nicht daran messen kann, wie gut es Klavier spielt oder wie gut seine Tischmanieren sind. Die emotionale Ebene, die hier jetzt zum Greifen kommt, setzt Hirokazu Kore-eda ohne jeglichen überzogenen Kitsch oder allzu aufgeblasene Dramatik um. Dadurch wirkt die Geschichte extrem realitätsnah, was den Zuschauer quasi automatisch dazu zwingt, sich mit den Charakteren zu identifizieren und sich die Frage zu stellen: "Was würde ich tun"? Und sobald man sich diese Frage gestellt hat, wird einem die ganze Dramatik dieser Geschichte bewusst – denn Gewinner kann es hier einfach nicht geben.

"Like Father, Like Son" behandelt ein sehr schwieriges Thema, ist aber – von seinem getragenen Tempo einmal abgesehen – keine schwere Kost. Hirokazu Kore-eda hat die Geschichte sehr zugänglich inszeniert, so dass er eben nicht nur für Liebhaber asiatischer Arthauskost, sondern für Alle, die sich für anspruchsvolle Dramen interessieren, absolut sehenswert geworden ist. Eine kleine Programmkinoperle, die zum Nachdenken anregt und wohl Niemanden wirklich kalt lässt.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Like Father, Like Son (Japan 2013)"
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