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LOL – Laughing out loud

LOL – Laughing out loud

USA 2012 - mit Miley Cyrus, Demi Moore, Ashley Hinshaw, Ashley Greene, Douglas Booth, Thomas Jane ...

Filminfo

Originaltitel:LOL
Genre:Komödie, Romantik
Regie:Lisa Azuelos
Kinostart:31.05.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 98 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.lol-movie.de
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Nach dem großen Erfolg in Frankreich durfte Regisseurin Lisa Azuelos nun selber ein Remake ihrer Teenie-Komödie "LOL – Laughing out loud" für den amerikanischen Markt drehen. Mit Miley Cyrus konnte eine beim Zielpublikum sehr beliebte Hauptdarstellerin gewonnen werden, was die Chancen auf eine gelungene Neuinterpretation des amüsanten Stoffes zusätzlich gesteigert hat. Doch leider hat Azuelos die Chance, ihre Geschichte auf neue, dem amerikanischen Markt angepasste Art zu erzählen, komplett verschenkt und hat so eine wirklich nette Mutter-Tochter Geschichte zu einem faden, uninspirierten Abklatsch verwurstet.

Die Geschichte ist exakt die Gleiche, wie die des Originals: Das sorglose Teenagerleben der16jährigen Lola (Miley Cyrus), genannt Lol, findet nach den Ferien ein jähes Ende, als sie erfährt, dass sie ihr Freund Chad betrogen hat. Während Chads bester Freund Kyle (Douglas Booth) alles versucht, um die Beziehung der Beiden doch wieder zu kitten, entwickeln sich zwischen Lola und ihm zarte Bande – was Lol aus Rücksicht auf Chad natürlich vor anderen und auch sich selbst zunächst leugnet. Von ihrer Mutter Anne (Demi Moore) kann Lola nur wenig Hilfe erwarten. Zwar führen die Beiden eine recht gute Mutter-Tochter-Beziehung, doch in Sachen Liebe ist Anne nicht gerade das beste Vorbild für ihre Tochter. Schließlich steht die dreifache Mutter gerade vor den Scherben ihrer Ehe, kann aber nicht wirklich von ihrem treulosen Ehemann (Thomas Jane) lassen. Als Anne beim Aufräumen Lolas Tagebuch in die Hände fällt und sie darin ganz andere Seiten ihrer "braven" Tochter entdeckt, scheint es mit der Harmonie zwischen den Beiden endgültig vorbei zu sein...

"LOL – Laughing out loud" ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass sich das Erfolgsrezept eines Landes nicht einfach auf ein anderes Land übertragen lässt. Lisa Azuelos hat die Möglichkeit, ihre Geschichte dem amerikanischen Markt anzupassen, völlig verspielt und präsentiert lieber eine 1:1 Kopie des französischen Originals, wobei sie sogar so weit geht, die Frisuren einiger Darsteller zu übernehmen und einige der Songs, die in der französischen Version zu hören sind, auch hier einzubauen. Die Folge ist allerdings, dass Dinge, die im Originalfilm charmant und lustig wirkten, hier gekünstelt und irgendwie bemüht anmuten. Ob die eigentlich sehr originelle und komische Szene mit einem gefrorenen Huhn, das für einen ganz besonders erotischen Videochat herhalten muss, oder das Spiel mit kulturellen Vorurteilen während der Klassenfahrt nach Frankreich (bzw. im Original nach England), all das wirkt in der US-Variante irgendwie lieblos heruntergekurbelt und erschreckend seelenlos.

Doch während man mit viel gutem Willen vielleicht noch behaupten kann, dass die Handlungselemente rund um Lola und ihre Freunde gerade für Teenager noch ein gewisses Unterhaltungspotential bieten, gilt dies für die Szenen rund um die erwachsenen Charaktere so gar nicht. Der französische Originalfilm war ja irgendwie auch irgendwie für den einstigen Teenie-Star Sophie Marceau eine Übergabe ihrer "La Boum"-Fackel an eine neue Generation. Sowohl das Verhältnis zu ihrer Filmtochter Christa Theret, als auch ihre Dreiecksbeziehung mit ihrem Ex-Mann und dem attraktiven Polizisten wirkten wie ein wichtiger und glaubwürdiger Teil der Geschichte. Nicht so im amerikanischen Remake. Auch wenn die Geschichte exakt die Gleiche ist und auch an den Dialogen nur wenig geändert wurde, so wirkt Mutter Anne eher wie ein Fremdkörper und ihre Geschichte wie völlig unnötiges Füllmaterial.

Es gibt zwar einige positive Aspekte. Ashley Hinshaw ist als ihren Lehrer anhimmelnde Emily ähnlich bezaubernd, wie ihr französisches Pendant Marion Chabassol (wobei hier auch wieder eine deutliche Ähnlichkeit festgestellt werden kann) und für romantische Teenager-Herzen gibt es einige durchaus gelungene Schmacht-Momente. Doch ansonsten lässt sich über dieses uninsprierte Remake kaum etwas Gutes sagen. Lisa Azuelos scheint irgendwie keine große Lust gehabt haben, ihre Geschichte noch einmal neu zu erzählen. Sie hat sich nicht einmal die Mühe gemacht, Miley Cyrus beizubringen, wie man einen Stift richtig hält, wodurch die Szenen, in denen sie angeblich engagiert in ihr Tagebuch schreibt, einfach nur lächerlich wirken. Die US-Version von "LOL" ist eine reine Auftragsarbeit ohne einen eigenen Charakter und ohne Seele. Wer die Geschichte in einer schönen Variante sehen möchte, der sollte unbedingt zum französischen Original greifen. Ansonsten werden hier wirklich nur ganz treue Miley-Fans und alle Mädchen, die bei Douglas Booth ins Schwärmen geraten, ihre Freude haben. Enttäuschend!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "LOL – Laughing out loud (USA 2012)"
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