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März 2019
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Lone Ranger

Lone Ranger

USA 2013 - mit Johnny Depp, Armie Hammer, William Fichtner, Ruth Wilson, Tom Wilkinson u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Lone Ranger
Genre:Abenteuer, Komödie, Action
Regie:Gore Verbinski
Kinostart:08.08.2013
Produktionsland:USA 2013
Laufzeit:ca. 149 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.lone-ranger.de
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Never change a winnig team… getreu diesem Motto haben sich Star-Produzent Jerry Bruckheimer, Regisseur Gore Verbinski und Hauptdarsteller Johnny Depp nach drei erfolgreichen "Fluch der Karibik"-Filmen erneut zusammen geschlossen, um einer amerikanischen Legende zu neuem Leben zu verhelfen: dem "Lone Ranger". Seit 1933 gehört der als Radiohörspiel gestartete maskierte Rächer zu den größten Heldenfiguren der amerikanischen Popkultur. Fast 3000 Hörspielfolgen, 221 TV-Episoden, eine Cartoon-Serie, zahlreiche Romane, Comics, Filme und natürlich begleitendes Merchandising machten den "Lone Ranger" zu einer der ganz großen amerikanischen Kultfiguren des 20. Jahrhunderts. Nachdem es lange Zeit ruhig um John Ried und seinen treuen Gefährten, den Indianer Tonto, war, schien die Zeit nun reif für eine Wiedergeburt des "Lone Ranger". In den USA ist der erhoffte Erfolg allerdings ausgeblieben.

Am Unterhaltungswert des Films kann das allerdings nicht liegen. Denn der ist, von einigen Hängern im Mittelteil abgesehen, sehr hoch. Der Film beginnt im Jahr 1869, als der friedliebende Jurist John Ried (Armie Hammer) nach Jahren zurück in seine alte Heimat fährt. In dem Zug befinden sich auch der inhaftierte Schurke Butch Cavendish (William Fichtner), dem in Rieds Heimatstadt der Tod durch den Galgen droht, und der schweigsame Indianer Tonto (Johnny Depp). Doch Cavendish kann von seiner Gang befreit werden und obwohl Tonto John das Leben rettet, wird er von dessen Bruder, dem Texas Ranger Dan (James Badge Dale) nach der Entgleisung des Zugs eingesperrt. Gemeinsam mit seinem zum Deputy beförderten Bruder und sechs anderen Texas Rangers macht sich Dan auf, um Cavendish wieder einzufangen und seiner gerechten Strafe zuzuführen. Doch die Texas Ranger geraten in einen Hinterhalt und werden brutal ermordet. Doch mit Hilfe von dem aus dem Gefängnis entflohenen Tonto und dem ganz besonderen Pferd Silver kehrt John aus dem Reich der Toten zurück. Nachdem sich John damit abgefunden hat, dass es Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, die er nicht erklären kann und dass er sich mit dem etwas eigenartigen Tonto arrangieren muss, gibt es für ihn nur noch ein Ziel: er will den Tod seines Bruders rächen und Cavendish endlich seiner gerechten Strafe zuführen. Der "Lone Ranger" ist geboren…

Wie schon bei ihren gemeinsamen "Fluch der Karibik"-Filmen präsentiert das Dreiergespann Bruckheimer/Verbinski/Depp auch in "Lone Ranger" wieder eine Mischung aus Abenteuer, großen Actionsequenzen, etwas schrulligem Humor und ein wenig Fantasy. Einige markante Dinge, die den maskierten Helden so berühmt gemacht haben, dürfen da natürlich nicht fehlen. Ob die berühmte "Wilhelm Tell" Ouvertüre, die schon in der Radiosendung immer wieder zu hören war, oder sein legendärer Ruf "Hi-Yo, Silver! Away!", all das hat Verbinski auch in seine Neufassung der Heldengeschichte eingebaut. Dennoch war es ihm extrem wichtig, eine ganz eigene Version zu inszenieren, die sich trotz bekannter Versatzstücke deutlich von anderen Interpretationen des Stoffes unterscheidet. Und tatsächlich ist es ihm sehr gut gelungen, dem Film seine eigene Handschrift aufzudrücken.

In das an sich eher lockere Geschehen eingebaute düstere Momente, mitunter etwas schräger Humor und eine opulente Optik gehören etwa zum Markenzeichen des Filmemachers. Der Film ist ein Fest für die Augen, sorgt immer wieder für einige richtig gute Lacher, ist dabei aber auch spannend und, für jüngere Zuschauer, vielleicht sogar ein kleines bisschen gruselig. Dennoch fehlen dem Ganzen die Magie und der Charme, wodurch die "Fluch der Karibik"-Filme so erfolgreich geworden sind. So gibt es hier und da Szenen, in denen die Mischung aus Humor und Dramatik einfach nicht funktionieren will. Wenn etwa gerade in einer sehr intensiven Szene viele Indianer brutal niedergemetzelt wurden, fällt es schwer, schon zwei Minuten später wieder über Tonto und John zu lachen.

Zudem fällt gerade im Mittelteil auf, dass der Film mit zweieinhalb Stunden viel zu lang geraten ist. Denn hier plätschert das Ganze zu gemächlich dahin und kann weder mit den guten Darstellern, noch mit der großartigen Optik davon ablenken, dass die Geschichte mit zu vielen Nebensächlichkeiten aufgepumpt worden ist. Die völlig unnötige Rahmenhandlung, in der ein alter Tonto einem kleinen Jungen seine Geschichte erzählt, oder aber auch der Handlungsstrang um die von Helena Bonham Carter gespielte Red Harrington hätten ohne weiteres geschnitten werden können, ohne dass es sich negativ auf die Geschichte ausgewirkt hätte. Gerade die actionreicheren Momente machen deutlich, wie gut dem Film eine insgesamt straffere Inszenierung getan hätte.

Denn bei der Action stimmt das Timing perfekt und der Film kann ein ungeheuer großes Spaß- und Unterhaltungspotential entfalten.  Das Zusammenspiel aus Musik, Spezialeffekten, Kamera, Schnitt, Kampfchoreografie und Komik sorgt für extrem gute Laune, die man sich in dieser Form nicht nur in knapp der Hälfte des Films gewünscht hätte. Immerhin sorgen der auch hier wieder verlässliche Johnny Depp, der überzeugende Armie Hammer und ein wunderbar fieser William Fichtner dafür, dass auch die schwächeren Momente noch immer weit davon entfernt sind, wirklich schlecht zu sein.

"Lone Ranger" ist ein guter Abenteuerfilm, eine gelungene Western-Komödie mit toller Ausstattung, guten Darstellern und zum Teil wirklich großartigen Effekten. Doch all diesen positiven Aspekten zum Trotz ist es auch ein viel zu langer, dramaturgisch etwas unausgewogener Film mit unnötigen Hängern, der daran zu scheitern droht, dass er den Zuschauern einfach zu viel des Guten bieten will. Kein ganz großer Volltreffer, ein opulentes Popcorn-Abenteuer mit einigen großartigen Höhepunkten ist dieser Ritt durch den Wilden Westen aber allemal. Mit kleinen Abstrichen absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Lone Ranger (USA 2013)"
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