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Madame Mallory und der Duft von Curry

Madame Mallory und der Duft von Curry

USA 2014 - mit Helen Mirren, Om Puri, Manish Dayal, Charlotte Le Bon ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Hundred Foot Journey
Genre:Komödie, Romantik, Drama
Regie:Lasse Hallström
Kinostart:21.08.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 123 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.madame-mallory.de/
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Schon als kleiner Junge hat es Hassan Kadam (Manish Dayal) geliebt, mit seiner Mutter die Welt des Kochens und der Gewürze zu erkunden. Schnell wurde klar, dass der Junge über ein ganz besonderes Talent verfügt und eines Tages das Familienrestaurant leiten wird. Doch jetzt ist Hassans Mutter tot und seine Familie hat fast alles verloren. Mit den wenigen Habseligkeiten, die ihnen noch geblieben sind, müssen Hassan, sein Vater (Om Puri) und seine Geschwister aus Indien fliehen, in der Hoffnung, in Europa ein neues Leben anfangen zu können. Und das soll ihnen ausgerechnet in einem kleinen Dorf im Süden Frankreichs gelingen, direkt gegenüber dem mit dem Michelin Stern ausgezeichneten französischen Restaurant von Madame Mallory (Helen Mirren). Die ist von den neuen Nachbarn allerdings wenig begeistert. Nicht etwa, weil sie den indischen Genusstempel, den die Familie Kadam hier eröffnen will, als ernsthafte Konkurrenz ansieht, sondern weil sie um ihren guten Ruf fürchtet. Und so entspinnt sich schnell eine regelrechte Fehde zwischen dem Le Saule Pleureur und dem Maison Mumbai, von dem sich einzig Hassan und Marquerite (Charlotte Le Bon), die Sous-Chefin von Madame Mallory, unbeeindruckt zeigen. Als die unterkühlte Restaurantchefin das Talent ihres jungen Nachbarn erkennt, nehmen die Ereignisse eine überraschende Wendung…

Mit der Verfilmung des Romans "Madame Mallory und der Duft von Curry" von Richard C. Morais hat Regisseur Lasse Hallström nach "Chocolat" wieder ein Stück kulinarisches Wohlfühlkino der besonders schmackhaften Art serviert. Dabei schwelgt er oftmals in Bildern, die so appetitlich sind, dass man im Kino mit Sicherheit den einen oder anderen Magen knurren hört. Hungrig sollte man sich diesen Film also auf keinen Fall anschauen, denn ansonsten könnte die Lust auf die im Film zubereiteten Köstlichkeiten das eigentliche Vergnügen zu einer echten Tortur machen. Davon abgesehen gibt es aber nur wenig, was man an diesem charmanten Wohlfühlfilm kritisieren könnte.

Sicherlich, Lasse Hallströms Aufeinanderprallen der Kulturen ist nicht besonders tiefgründig ausgefallen und unbequeme Aspekte wie Fremdenfeindlichkeit werden nur ganz am Rand gestreift. Und irgendwie sind hier alle Menschen ein klein wenig zu nett, um wirklich glaubhaft wirken zu können. Doch ganz ehrlich: manchmal tut überzeichnete, weichgespülte Realitätsflucht doch richtig gut. Und wenn sie so charmant, humorvoll und liebenswert präsentiert wird, wie von Lasse Hallström, dann sollte der Ruf nach mehr Realitätsnähe eigentlich schnell verstummen. Denn wenn man sich darauf einlässt, dass "Madame Mallory und der Duft von Curry" ein schönes Kinomärchen ist, das seine Zuschauer einfach nur glücklich (und hungrig) machen will, dann macht es auch extrem viel Freude, sich in der malerischen Welt von Saint-Antonin-Noble-Val zu verlieren.

Die Darsteller sind allesamt ganz wunderbar, allen voran eine gewohnt souveräne Helen Mirren und ein wunderbar schrulliger Om Puri als dickköpfiges indisches Familienoberhaupt. Im direkten Vergleich zu Manish Dayal, der durchaus verschiedene Facetten seiner Figur zeigen darf, bleibt Charlotte Le Bon ein wenig blass und der Funke zwischen den Beiden will nicht so richtig zünden. Doch Hallströms Inszenierung sprüht derart voller Wärme und Romantik, dass dies dadurch ganz leicht ausgeglichen wird.

Ja, "Madame Mallory und der Duft von Curry" mag dramaturgisch etwas oberflächlich und klischeehaft sein. Ja, Lasse Hallströms Inszenierung lebt in erster Linie von Bildern manipulativer Schönheit. Und ja, Originalität sieht anders aus. Aber all das ist angesichts des ungeheuren Charmes, den der Film ausstrahlt, wirklich zweitrangig. Wer also einfach zwei Stunden puren Wohlfühlgenuss erleben will und nicht mehr erwartet, als sich danach emotional gesättigt und glücklich zu fühlen, der sollte sich dieses schöne Werk auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Madame Mallory und der Duft von Curry (USA 2014)"
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