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Männertrip

Männertrip

USA 2010 - mit Jonah Hill, Russell Brand, Elisabeth Moss, Rose Byrne, Sean Combs ...

Filminfo

Originaltitel:Get him to the Greek
Genre:Komödie
Regie:Nicholas Stoller
Kinostart:02.09.2010
Produktionsland:USA 2010
Laufzeit:ca. 109 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.maennertrip-film.de
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Zwar war er in der Komödie "Nie wieder Sex mit der Ex" nur eine Nebenfigur. Dennoch war der vom britischen Chaos-Komiker Russel Brand verkörperte Popstar Aldous Snow bei den Zuschauern derart beliebt, dass er nun seinen eigenen Film bekommen hat. Ihm zur Seite steht Jonah Hill, der zwar ebenfalls schon in "Nie wieder Sex mit der Ex" zu sehen war, hier aber eine völlig andere Figur verkörpert.

Hill spielt den ambitionierten, aber noch unerfahrenen Musik-Manager Aaron Green, der vor der größten Herausforderung seiner Karriere steht: er soll den von Alkohol, Misserfolgen und Drogen gebeutelten Aldous Snow für ein großes Comeback-Konzert von London nach Los Angeles bringen. Was eigentlich nach einer einfachen Mission klingt, erweist sich schnell als größter Alptraum für Aaron. Nicht nur, dass Aldous den Flug ständig verschiebt, da er von einer Party auf die nächste zieht. Als er zudem erfährt, dass seine Ex, Popsternchen Jackie Q (Rose Byrne), in L.A. weilt, ist ihm der Versuch, sie zurück zu gewinnen, viel wichtiger, als das große Konzert im Greek Theatre. Ein Abstecher nach Las Vegas, ein wild gewordener Boss (Sean Combs) und eine entnervte Freundin (Elisabeth Moss) machen es Aaron zudem fast unmöglich, Aldous Snow rechtzeitig ins Greek zu bringen…

"Männertrip" ist wahrlich kein anspruchsvolles Comedy-Kino. Was hier an zotigen Dialogen und Körperflüssigkeiten von sich gegeben wird, bewegt sich nicht wirklich auf hohem Niveau. Und dennoch: auch wenn einige Gags eindeutig zu tief unter der Gürtellinie angesiedelt sind, so funktioniert das Ganze dennoch erstaunlich gut. Das liegt, neben einigen selbstironischen Gastauftritten bekannter Größen aus dem Musik- und Filmbusiness, in erster Linie an den Hauptdarstellern. Russel Brand ist als durchgeknallter Popstar mit Über-Ego einfach großartig und erstaunlich glaubhaft. Jonah Hill zeigt zwar, wie schon in den meisten seiner bisherigen Rollen, wenig wirkliche Wandlungsfähigkeit. Aber hier funktioniert er großartig als genaues Gegenstück zu Russel Brand, was dem Film viel seiner komödiantischen Kraft verleiht.

Was dem Film auch zu Gute kommt, ist, dass sich die Macher auch mit dem Soundtrack größte Mühe gegeben haben. Die Songs, die Aldous Snow, aber auch seine geliebte Ex Jackie Q. singen, sind nicht nur komisch, sondern auch sehr eingängig und zum Teil richtig gut. Kein Wunder eigentlich, haben doch auch bekannte Musiker wie Jarvis Cocker, ehemaliger Frontmann von Pulp, an der Entstehung der Songs mitgearbeitet. Auch Jason Segel ("How I met your mother"), Hauptdarsteller und Drehbuchautor von "Nie wieder Sex mit der Ex", hat, wie schon beim Vorgängerfilm, wieder sein Talent als Songwriter unter Beweis gestellt.

Regisseur Nicholas Stoller hat, wie schon bei "Nie wieder Sex mit der Ex", Frivolitäten und Zoten mit Charme und Herz gemischt. Das funktioniert zwar nicht mehr ganz so gut, wie beim ersten Mal, doch unterm Strich hat diese Judd Apatow Produktion mehr Lacher, als Fremdschäm-Momente zu bieten und ist daher, zumindest für Fans etwas deftigerer US-Komödien, absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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