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Maleficent – Die dunkle Fee

Maleficent – Die dunkle Fee

USA 2014 - mit Angelina Jolie, Sharlto Copley, Elle Fanning, Sam Riley, Imelda Staunton u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Maleficent
Genre:Fantasy, Abenteuer
Regie:Robert Stromberg
Kinostart:29.05.2014
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 96 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.disney.de/filme/maleficent
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Jeder kennt das Märchen von "Dornröschen" und auch die Disney-Verfilmung aus dem Jahr 1959 dürfte den Meisten bekannt sein. Besonderen Eindruck hat hier die böse Hexe Malefiz – im Original Maleficent – hinterlassen. Doch was wäre, wenn Maleficent eigentlich gar nicht wirklich böse wäre, wenn der Schurke in diesem Märchen ein ganz anderer wäre? Das ist die Ausgangsidee von "Maleficent – Die dunkle Fee", einer bildgewaltigen 3D-Spielfilmvariante des beliebten Zeichentrickfilms.   

Als junge Fee wächst Maleficent (Angelina Jolie) glücklich im Reich des Waldes auf. Ihre Freundschaft zu dem Menschenjungen Stefan könnte ein Grundstein für den lang ersehnten Frieden zwischen den beiden verfeindeten Welten sein. Doch im Laufe der Jahre verändert sich Stefan (Sharlto Copley). Die Gier nach macht und dem Thron des Königreichs treibt ihn dazu, Maleficent zu verraten. Erfüllt von Zorn und Enttäuschung lässt Maleficent ihre dunkle Seite die Oberhand gewinnen. Als der König und seine Frau ein Kind bekommen, belegt die dunkle Fee die kleine Aurora mit einem Fluch, der in Erfüllung gehen soll, sobald das Mädchen 16 Jahre alt ist. Dann wird sich Aurora (Elle Fanning) an einer Spindel stechen und in einen todesähnlichen Schlaf fallen, aus dem sie nie wieder erwachen wird. Doch im Laufe der Jahre muss Maleficent erkennen, während sie das Mädchen aufwachsen sieht, dass dieser Fluch vielleicht ein Fehler war und dass sie die letzte Hoffnung auf Frieden zerstört hat…

"Maleficent – Die dunkle Fee" ist das Regiedebüt von Robert Stromberg, der bislang in erster Linie für die Umsetzung von visuellen Effekten bei Großproduktionen wie "Die Tribute von Panem" oder "Pirates of the Caribbean" verantwortlich war. Sein Einstand als Regisseur ist ein ordentliches Fantasyabenteuer geworden, das allerdings sowohl dramaturgisch, als auch in Sachen Spezialeffekte einige Schwächen aufweist. Die Idee, die bekannte Geschichte mal völlig auf den Kopf zu stellen und aus König Stefan den eigentlichen Bösewicht zu machen, ist sicherlich sehr interessant. Doch nimmt es gleichzeitig einem über Generationen geliebten wie gefürchteten Filmbösewicht viel ihrer Bedrohlichkeit. Und es ist gerade die dunkle Seite von Maleficent, die Angelina Jolie so wunderbar umsetzt. Aus dem Märchen eine Geschichte über Emanzipation zu machen, hat seinen Reiz, doch das daraus entstandene Potential wird leider gerade durch das allzu weichgespülte Finale nur marginal ausgeschöpft.

Ein weiteres Problem des Films sind ausgerechnet die Spezialeffekte. Sind die magischen Welten in einigen Szenen im wahrsten Sinne des Wortes fantastisch umgesetzt, wirken die Hintergründe in anderen Momenten extrem künstlich und scheinen direkt von einem "Tinkerbell"-Film übernommen. Manche Wesen erinnern an eher düstere Fantasy-Abenteuer wie "Herr der Ringe", während andere Figuren zu comichaft animiert sind. Aus all dem entsteht ein wenig harmonisches Gesamtbild, das unentschlossen zwischen reinem Kinderfilm und dunklerem Fantasy-Spektakel hin und her pendelt. Dass sich der deutsche Verleih klar für die kinderfreundliche Variante entschieden hat und den Film um knapp eine Minute zu düsterem Materials erleichtert hat, kann diesen Eindruck nicht wirklich entschärfen.

Die größte Schwäche – besonders aber nicht nur in technischer Hinsicht – sind die drei Feen Knotgrass, Flittle und Thistlewit. Die Drei sind in ihrer verkleinerten Feengestalt wirklich schlecht umgesetzt und die künstlich verfremdeten Stimmen, die bei Thistlewit wahre "Alvin & die Chipmunks"-Ausmaße annimmt, machen die Sache nicht gerade angenehmer. Von einem Regisseur, der seit vielen Jahren im Bereich visuelle Effekte arbeitet, hätte in diesem Bereich weitaus mehr erwartet werden können.

Wenn "Maleficent – Die dunkle Fee" funktioniert, dann gelingt das dem Film richtig gut. Doch in all dem Bemühen, dem wundervollen Zeichentrickfilm gerecht zu werden und den typischen Disney-Look auch auf einen Realfilm zu übertragen, ist dem Ganzen das verloren gegangen, was gerade die frühen Disney-Filme so besonders und erfolgreich gemacht hat: die Magie! Strombergs Märchenvariante wirkt merkwürdig steril und trotz vieler bunter Farben und magischen Wesen zu kalt, um wirklich bis zum Herzen der Zuschauer vordringen zu können. Für wen einige großartige Momente mit Angelina Jolie, ein paar spektakuläre Effekte und eine gehörige Portion Kitsch schon ein tolles Kinoerlebnis ausmachen, der wird über die zahlreichen Schwächen bestimmt hinwegsehen können. Doch wer etwas Besonders mit viel Charme und Magie erwartet, der wird von dieser dunklen Fee wahrscheinlich enttäuscht werden. Daher gilt: nur mit einigen Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Maleficent – Die dunkle Fee (USA 2014)"
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