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Manolo und das Buch des Lebens

Manolo und das Buch des Lebens

USA 2014 - mit den deutschen Stimmen von Giovanni Zarrella, Pegah Ferydoni ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:The Book of Life
Genre:Animation, Kinderfilm, Abenteuer, Fantasy
Regie:Jorge R. Gutierrez
Kinostart:12.02.2015
Produktionsland:USA 2014
Laufzeit:ca. 97 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.fox.de/manolo-und-das-buch-des-l
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Manolo (gesprochen von Giovanni Zarrella) soll die Familientradition fortführen und ein erfolgreicher Stierkämpfer werden. Doch eigentlich möchte er viel lieber Gitarre spielen und singen und so das Herz von Maria (Pegah Ferydoni) erobern. Doch auch sein bester Freund Joaquin hat es auf die schöne Maria abgesehen. Eine verzwickte Situation, die sich noch verkompliziert, als Maria ihre Heimatstadt verlassen muss. Während die Jahre verstreichen, ändert sich das Leben der beiden Freunde. Doch eines bleibt stets konstant: ihr fester Wille, auf Maria zu warten, um dann um ihre Gunst wetteifern zu können. Doch als sie endlich zurückkehrt, wird der Kampf um ihr Herz ein essentieller Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen dem Reich der Lebenden und der Toten – ein Kampf, bei dem Manolo mehr zu verlieren hat, als Marias Liebe…

"Manolo und das Buch des Lebens" ist eine Herzensangelegenheit für Regisseur Jorge R. Gutierrez und Produzent Guillermo Del Toro. Den Beiden war es wichtig, ein großes Stück mexikanischer Folklore in die Geschichte und den Look des Films einzuarbeiten. Das Ergebnis sollte eine bildgewaltige Liebeserklärung an ihr Land, seine Geschichte und seine Sagen werdend, die aber gleichzeitig auch einem internationalen Publikum leicht zugänglich ist. Das Ergebnis ist visuell etwas gewöhnungsbedürftig, dabei aber äußerst faszinierend. Dramaturgisch dagegen wird hier eine arg konventionelle Geschichte bemüht, die durch die leider gar nicht gelungene Synchronisation noch zusätzlich verwässert wird.

Dabei hätte der ambitionierte Look auf jeden Fall eine bessere Geschichte verdient. Denn die Welt, die Gutierrez und Del Toro auf die Leinwand gezaubert haben, unterscheidet sich in fast allen Aspekten deutlich von allem, was in animierten Kinderfilmen der jüngeren Vergangenheit zu sehen war. Sei es der Holzfiguren-Look der Figuren oder die von lateinamerikanischer Volkskunst inspirierten Designs im Land der Erinnerten und dem Land der Vergessenen, all das bietet dem Zuschauer unzählige kleine Details, in denen man sich gerade in der guten 3D-Version regelrecht verlieren kann. Zudem ist der Film angefüllt mit kleinen sehr schrägen Einfällen - ein wohl auf die ungewöhnlichste Art der Filmgeschichte quiekendes Schwein ist da nur eines von vielen Beispielen – die allesamt deutlich machen, mit wie viel Einfallsreichtum, Liebe und Leidenschaft an diesem Animationsabenteuer gearbeitet wurde.

Dass sich das in der Story nur bedingt widerspiegelt, fällt auch durch den etwas zu extremen Einsatz von Gesangseinlagen negativ auf. Im Prinzip ist die Idee, bekannte Songs in lateinamerikanischen Coverversionen zu präsentieren, gar nicht mal schlecht. Doch die Umsetzung ist gerade in der deutschen Version einfach furchtbar. Das fängt schon bei der völlig inkonsequenten Sprachwahl an: ist der erste Song noch im englischen Original, werden die nächsten Songs mit einem nicht gerade überzeugend gefakten Akzent interpretiert, der dann beim letzten Song vollständig verschwindet. Das ist für die Songs von Elvis Presley, Radiohead, Rod Stewart oder Mumford and Sons nicht gerade schmeichelhaft. Mag sein, dass Giovanni Zarrella im Prinzip kein schlechter Sänger ist. Aber er ist eben Italiener und kein mexikanischer Torero mit einem Herzen voller Musik – und das hört man seinem Film-Akzent auch zu deutlich an.

"Manolo und das Buch des Lebens" gehört zu den Filmen, die man eigentlich lieben möchte, um die visuelle Kreativität und den Mut für den unangepassten Look zu würdigen. Doch leider wird einem das immer wieder extrem schwer gemacht, sei es durch die eher schwache Geschichte, die enttäuschende Synchronisation oder eben die wenig überzeugenden Songs. Hier gilt dann: Ohren zu und durch. Denn nur fürs Auge ist dieses Märchen wirklich ein Fest. Insgesamt aber gilt: Nur mit deutlichen Abstrichen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Manolo und das Buch des Lebens (USA 2014)"
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