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Merida – Legende der Highlands

Merida – Legende der Highlands

USA 2012 - mit den deutschen Stimmen von Nora Tschirner, Arne Elsholtz ...

Filminfo

Originaltitel:Brave
Genre:Abenteuer, Animation, Komödie, Kinderfilm
Regie:Mark Andrews und Brenda Chapman
Kinostart:02.08.2012
Produktionsland:USA 2012
Laufzeit:ca. 100 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.disney.de/merida
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Der Name Pixar steht zweifelsohne für Qualität, wenn es um Animationsfilme geht. Mit Erfolgen wie "Toy Story", "Findet Nemo", "Ratatouille", "Wall-E" oder "Oben" ist es den Machern der Trickfilmschmiede nicht nur immer wieder gelungen, Millionen von jungen und alten Kinobesuchern zu bezaubern. Auch bei unzähligen Preisverleihungen räumen Pixar-Werke, ganz gleich, ob Kurz- oder Langfilme, mit schöner Regelmäßigkeit ab. Nun liefert das Studio seinen neuesten Streich ab: Das Märchen "Merida – Legende der Highlands". Und auch, wenn mit Fug und Recht behauptet werden kann, dass hier der Einfluss von Pixar-Partner Disney bislang am deutlichsten zu spüren ist, so wird das Studio doch auch hier wieder seinem guten Ruf mehr als gerecht.

Der Film erzählt die Geschichte von Merida (gesprochen von Nora Tschirner), Tochter des schottischen Königs, die ihre Freiheit liebt und nur zu gerne immer ihren Dickkopf durchsetzten würde. Doch Meridas Mutter, Königin Elinor, hat für die Zukunft ihrer Tochter ganz andere Pläne: sie soll so bald als möglich einen der Clan-Söhne aus dem Königreich heiraten und so die Thronfolge sichern. Und so werden die drei Clan-Lords mit ihren Söhnen an den Hof des Königs geladen, um dort bei einem Turnier im Bogenschießen um Meridas Hand zu kämpfen. Doch als Merida mit einer List selbst an dem Wettkampf teilnimmt und über ihre potentiellen Gatten siegt, sorgt das nicht nur bei den Lords für mächtigen Ärger. Auch Elinor schäumt vor Wut. Nach einem heftigen Streit flieht Merida aus dem Schloss, um ihre Wut im Wald ein wenig abkühlen zu lassen. Doch als sie dort einige magische Irrlichter sieht, die sie zu einem verwunschenen Ort führen, nimmt die Geschichte eine ungeahnte und gefährliche Wendung…

Das Team um die Regisseure Mark Andrews und Brenda Chapman haben bei "Merida – Legende der Highlands" visuell wieder erstklassige Arbeit geleistet. Ob die wunderbare Landschaft der Schottischen Highlands, die blauen Irrlichter oder kleine Details beim Design der Charaktere, all das zeugt von ganz großer Animationskunst. Mit viel Liebe zum Detail und gut eingesetzten 3D-Effekten wurde eine bezaubernde Welt erschaffen, in der man sich als Zuschauer jeder Altersklasse nur allzu gerne verlieren kann. Leider gelingt es der Geschichte nicht ganz, dem hohen visuellen Niveau zu entsprechen. Zwar ist die Story am Ende doch noch etwas tiefgründiger, als der Trailer zunächst vermuten lässt, doch im Vergleich zu anderen Pixar-Filmen bietet "Merida – Legende der Highlands" in diesem Aspekt leider nur gutes Mittelmaß. Das ist allerdings immer noch besser, als so manch anderer eher lieblos zusammen gezimmerter Trickfilm.

Mit Elementen aus Märchen, Komödie, Abenteuer und Fantasy wird eine schöne Mutter-Tochter Geschichte erzählt, die berührt, ohne zu kitschig zu werden und viele extrem gute Lacher bietet, ohne zu sehr in infantile Albernheiten abzudriften. Der überraschendste Aspekt des Films dürfte allerdings sein, dass trotz des deutlichen Disney-Einflusses auf den obligatorischen Ritter in strahlender Rüstung komplett verzichtet wird. Es geht nicht um eine aufmüpfige Prinzessin, die ihre wahre Liebe findet. Es geht vielmehr um eine überfürsorgliche Mutter und ihre um Selbstbestimmung kämpfende Tochter. Und das ist für einen Trickfilm ein doch eher ungewöhnliches Thema. Das einzige echte Problem, dass dies mit sich bringt, ist, dass Jungs sich wohl deutlich weniger mit der Geschichte werden anfreunden können, als Mädchen. Zwar gibt es genügend Abenteuer und Komik, über die sich auch Jungs amüsieren dürften. Doch insgesamt ist "Merida – Legende der Highlands" wohl eher ein Film für Mädchen und ihre Mütter.

Für mich als großen Pixar-Fan liegt "Merida – Legende der Highlands" ganz eindeutig vor "Cars" oder "Das große Krabbeln", aber auch deutlich hinter "Wall-E" oder "Oben". Doch auch wenn die Macher hier nicht den ganz großen Wurf abgeliefert haben, so liegt das Ganze in Sachen visueller Umsetzung, Charakterzeichnung und Storyaufbau immer noch ganz weit vorne. Es ist ein bezauberndes Märchen, das, untermalt von der stimmungsvollen Musik von Patrick Doyle, zum Lachen und Träumen einlädt. Und genau daher sind Meridas Abenteuer auch für junge und ältere Animationsfilmfans: absolut empfehlenswert!

Noch ein Tipp: Unbedingt rechtzeitig ins Kino kommen, denn es gibt natürlich auch dieses Mal wieder einen ganz wunderbaren Pixar-Kurzfilm. Der Oscar-nominierte "La Luna" ist wirklich ganz bezaubernd und unbedingt sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Merida – Legende der Highlands (USA 2012)"
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