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Mitten im Sturm

Mitten im Sturm

Deutschland/Frankreich/Polen 2009 - mit Emily Watson, Ulrich Tukur, Ian Hart, Benjamin Sadler, Agata Buzek ...

Filminfo

Originaltitel:Within the Whirlwind
Genre:Drama
Regie:Marleen Gorris
Kinostart:05.05.2011
Produktionsland:Deutschland/Frankreich/Polen 2009
Laufzeit:ca. 110 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.mittenimsturm-derfilm.de/
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Eugenia Ginzburg (Emily Watson) ist eine parteitreue, engagierte Universitätsprofessorin, die ihre Leidenschaft für die russische Literatur nur allzu gerne mit ihren Studenten und Kollegen teilt. Doch als sie 1937 in ein Netz aus abstrusen Anschuldigungen verstrickt wird und schließlich zu zehn Jahren Zwangsarbeit im sibirischen Gulag verurteilt wird, bricht ihre ganze Welt zusammen. Zwar geben ihr die Gedichte, die sie sich selbst, aber auch ihren Leidensgenossinnen immer wieder vorträgt, Kraft und den Willen, die schwierige Zeit durchzustehen. Doch als sie vom Tod ihres Sohnes erfährt, wird ihr auch dieses letzte Bisschen an Kraft geraubt. Doch der deutsche Lagerarzt Anton Walter (Ulrich Tukur), der in Eugenia ein Licht in der Alles dominierenden Dunkelheit sieht, schafft es, der gebrochenen Frau neue Hoffnung und Lebenswillen zu geben – und auch die längst verloren geglaubte Fähigkeit zu Lieben...

"Mitten im Sturm" basiert auf den Lebenserinnerungen der Schriftstellerin Eugenia Ginzburg. Gerade in der ersten Hälfte gelingt der niederländischen Regisseurin Marleen Gorris ("Mrs. Dalloway", "The L Word") sehr eindringlich, den Zuschauer das bedrückende Gefühl von totaler Hilflosigkeit, in der Ginzburg gefangen war, nachempfinden zu lassen. Wenn sich Kollegen, Freunde und sogar der eigene Ehemann gegen die Professorin stellen und klar wird, das jede Form von Intelligenz einer mächtigen Mauer aus Dummheit, Angst und Machtgier weichen muss, sorgt das für so manchen Moment intensiver Beklemmung.

Das starke Spiel von Hauptdarstellerin Emily Watson ("Breaking the Waves") und der gut besetzten Nebendarsteller sorgt ebenfalls für einen authentischen und einnehmenden Gesamteindruck. Besonders positiv fällt auch das sanfte und zurückhaltende Spiel von Ulrich Tukur auf, das die sich langsam entwickelnde Liebe zwischen Eugenia und Anton durchaus nachvollziehbar macht.

Das Problem, mit dem "Mitten im Sturm" besonders zu kämpfen hat, ist, dass die zu Beginn im besten Sinne des Wortes sehr nüchterne, aber emotional extrem aufwühlende Inszenierung im letzten Drittel zunehmend von Pathos und fehlender Subtilität dominiert wird. Dadurch verliert das Ganze spürbar an Kraft und Intensität, was zur Folge hat, dass der Zuschauer immer mehr das Interesse an der Geschichte verliert. Sicherlich, das Ganze bleibt bis zum Ende hin in gewisser Weise schon einnehmend und bewegend, doch im Vergleich zu dem sehr starken Anfang ist das im Kern sehr emotionale Ende eher enttäuschend.

Unterm Strich ist dieses Plädoyer für die Kraft des menschlichen Geistes, für die Macht der Poesie und den Sieg der Liebe über die Grausamkeiten eines menschenverachtenden Regimes allen Liebhabern gut gespielter und solide inszenierter Dramen durchaus ans Herz zu legen. Doch es bleibt das Gefühl zurück, dass dieser Film noch sehr viel besser und stärker hätte sein können und dieses Potential unnötig verspielt.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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