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September 2018
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Money Monster

Money Monster

USA 2016 - mit George Clooney, Julia Roberts, Jack O`Connell u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Money Monster
Genre:Thriller
Regie:Jodie Foster
Kinostart:26.05.2016
Produktionsland:USA 2016
Laufzeit:ca. 99 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.moneymonster-film.de
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Lee Gates (George Clooney) ist der Moderator der erfolgreichen Finanzshow MONEY MONSTER. Da er den Ruf hat, ein echtes Finanz-Genie zu sein, vertrauen viele Zuschauer seinen Anlage-Tipps. Und nicht selten machen sie damit auch satte Gewinne. Doch dann stürzt eine High-Tech-Aktie, die Gates als absolut sicheren Anlagetipp gepriesen hatte, auf mysteriöse Weise ab und die Investoren verlieren Millionen. Unter ihnen ist auch der einfache Arbeiter Kyle (Jack O`Connell), der durch den Kursabfall der Aktie all seine Ersparnisse verloren hat. Und das will er nicht so einfach hinnehmen. Während einer Live-Sendung stürmt er das MONEY MONSTER-Studio und nimmt Gates, seine Produzentin Patty Fenn (Julia Roberts) und den Rest der Crew als Geiseln. Er will Antworten auf die Fragen, die Niemand in den Medien zu stellen wagt. Und sollte er diese nicht bekommen, ist er bereit, sich, Gates und die anderen in die Luft zu jagen. Ein verzweifelter Wettlauf um die Zeit und die Wahrheit beginnt – und alles Live on Air…

Mit ihrer neuesten Regiearbeit "Money Monster" wagt sich Jodie Foster auf das schwierige Parkett des internationalen Finanzmarktes. Börsengeschäfte, Finanzkrise, für den Finanzmarkt entwickelte Computer-Algorithmen – das sind nicht unbedingt Themen, aus denen große Kinounterhaltung gemacht ist. Es ist eine Herausforderung, sehr komplexe Sachverhalte auch für Laien verständlich zu erklären und sie in eine Geschichte einzubinden, die spannend wie unterhaltsam ist, die aber gleichzeitig auch den Intellekt stimulieren kann. Genau das ist Foster mit ihrem Film sehr gut gelungen. George Clooneys Charakter dient dazu, dem Publikum die komplizierten Sachverhalte leicht verständlich näher zu bringen, was ihm mit viel Witz und etwas Biss auch sehr gut gelingt. Und wann immer er doch zu sehr in unverständlichen Fachjargon abzudriften droht, ist da der einfache Mann von der Straße, der eine Pistole auf ihn richtet und ihn zwingt, ihm verdammt noch mal zu erklären, wie es passieren kann, dass eine angeblich so sichere Aktie derart tief fallen konnte.

Was dabei offenbart wird, mag zwar fiktiv sein – unrealistisch ist es dadurch aber noch lange nicht. Es gibt viele Aspekte der Geschichte, die den Alltag an den Finanzmärkten sehr gut widerspiegeln, wodurch beim Zuschauer eigentlich nur eines hervorgerufen wird: Wut! Doch dem kann Foster auch mit einigen gut platzierten Kniffen gekonnt entgegenwirken. Denn obwohl "Money Monster" in erster Linie ein Thriller ist, so gibt es auch viele humorvolle Elemente, wie etwa die Wortgefechte zwischen Gates und Patty oder einen im wahrsten Sinne des Wortes Running Gag um einen der Produzenten der Show. Dadurch wird die aufwühlende Thematik ein wenig aufgelockert, was wiederum dazu führt, dass der Unterhaltungswert des Films deutlich nach oben geht.

Auch wenn die Geschichte und ihr Verlauf im Kern eher konventionell und vorhersehbar ist, so gelingt es Foster doch einige Male sehr gut, der Erwartungshaltung der Zuschauer entgegenzusteuern und so dann doch noch für ein paar Überraschungen zu sorgen. Da durch die Entscheidung, die Geschichte quasi in Echtzeit zu erzählen, auch das Erzähltempo äußerst mitreißend ausgefallen ist, fallen kleinere Schwächen kaum ins Gewicht. Und so bietet der Film richtig gute Unterhaltung mit einem fast perfekten Ende. Denn nach dem großen Showdown gibt es einen Moment, der mit extrem bissigem Zynismus die Medien- und Gesellschaftskritik des Films in wenigen Sekunden perfekt auf den Punkt bringt und somit eigentlich den idealen Schlusspunkt setzt. Leider wird an diesen Moment noch ein unnötiger Epilog angeklatscht, der nicht nur sehr vorhersehbar, sondern auch störend kitschig ausgefallen ist und der die Wirkung der vorangegangenen Szene leider deutlich abschwächt. Das mag zwar verhindern, dass sich "Money Monster" auf bestmögliche Weise von seinen Zuschauern verabschiedet. Dass der Film ein erstklassiger Finanzthriller mit tollen Darstellern und einer hervorragenden Inszenierung geworden ist, kann aber auch diese schwache Szene nicht verhindern. Daher gilt: Absolut sehenswert!    

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Money Monster (USA 2016)"
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