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Monsieur Chocolat

Monsieur Chocolat

Frankreich 2015 - mit Omar Sy, James Thierrée, Clotilde Hesme, Olivier Gourmet, Noémie Lvovsky ...

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Chocolat
Genre:Drama
Regie:Roschdy Zem
Kinostart:19.05.2016
Produktionsland:Frankreich 2015
Laufzeit:ca. 119 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.facebook.com/MonsieurChocolat.fi
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Frankreich Ende des 19. Jahrhunderts: In einem kleinen Wanderzirkus entdeckt der einst erfolgsverwöhnte Clown Georges Footit (James Thierrèe) den aus der Sklaverei entflohenen Raphaël Padill, genannt Chocolat (Omar Sy). Schnell erkennt er dessen Talent und kommt dabei auf eine revolutionäre Idee: Gemeinsam mit ihm will er das erste Schwarz-Weiße Clown-Duo auf die Bühne bringen. Die Bühnenshow der Beiden entwickelt sich schnell zum absoluten Publikumsmagnet und beschert ihnen bald ein festes Engagement in Paris. Obwohl er nun Popularität und Reichtum genießt, ist Chocolat mit seiner Rolle zunehmend unglücklich. Seine Unzufriedenheit versucht er mit Glücksspiel und Opium zu betäuben, was ihn an den Rand des Bankrotts treibt. Doch die Liebe zur engagierten Krankenschwester Marie (Clothilde Hesme) und die Möglichkeit, als erster schwarzer Künstler den Othello zu spielen, könnte seinem Leben und seiner Karriere einen ganz neuen Sinn geben…

Mit "Monsieur Chocolat" setzt der Schauspieler und Filmemacher Roschdy Zem einem großen, aber weitgehend vergessenen französischen Künstler ein Denkmal. Mit einer großartigen Ausstattung, tollen Kostümen und überzeugenden Darstellern zeichnet er den hohen Aufstieg und tiefen Fall von Raphaël Padill nach, der als erster schwarzer Künstler auf einer französischen Bühne gefeiert wurde. Obwohl er sich beim dramaturgischen Aufbau eng an die konventionellen Formen anderer Biopics hält und sich auch etliche Freiheiten erlaubt, wirkt das Drama insgesamt sehr mitreißend und authentisch. Es gelingt Zem nicht nur sehr gut, die Zuschauer in das Paris der Belle Époque zu entführen. Er lässt sein Publikum zudem auch spüren, wie sehr der Jubel Chocolats Seele gestreichelt hat, während ihm die alltäglichen Demütigungen auf und jenseits der Bühne in einen immer tieferen Abgrund gezogen haben.

Omar Sy kann die verschiedenen Facetten des Clowns sehr gut umsetzen. Einerseits versprüht er genau jenen Charme, der ihn schon in "Ziemlich beste Freunde" so bezaubernd und charismatisch gemacht hat. Andererseits kann er aber auch die dunkle, selbstzerstörerische Seite des Künstlers glaubhaft verkörpern. So freut man sich als Zuschauer mit ihm über jeden kleinen Glücksmoment und leidet bei jedem bösen Blick, bei jeder Beleidigung und bei jedem Schritt in Richtung Abgrund mit ihm. Es ist dieses mitreißende Spiel, das den Film auch über seine etwas zäheren Momente hinweg rettet.

Neben dem Leben des Monsieur Chocolat erzählt das Biopic aber auch die berührende Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft, die in vielen Momenten nur eine berufliche Beziehung zu sein scheint, die in Wirklichkeit aber sehr viel mehr war. Dass sich Zem gerade hier einige sehr deutliche Freiheiten bei der Umsetzung der realen Ereignisse nimmt, ist aufgrund der emotionalen Wirkung seiner Inszenierung absolut verschmerzbar. Die Chemie zwischen Omar Sy und James Thierrée – einem Enkel des großen Charlie Chaplin – stimmt auf den Punkt und macht gerade die letzte Szene zwischen Chocolat und Footit zu ganz großem Gefühlskino.

Auch wenn "Monsieur Chocolat" das Rad nicht neu erfindet und sich in einigen Momenten zu sehr in gängigen Klischees verliert, so ist Roschdy Zem doch insgesamt ein wirklich packendes, unterhaltsames und auch bewegendes Biopic gelungen, das vor allem zeigt, dass in Omar Sy ein durchaus vielseitiges Talent steckt. Dafür gibt es ein ganz klares: Sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "Monsieur Chocolat (Frankreich 2015)"
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