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September 2018
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Monsieur Claude und seine Töchter

Monsieur Claude und seine Töchter

Frankreich 2014 - mit Christian Clavier, Chantal Lauby, Ary Abittan, Medi Sadoun, Frédérique Bel, Noom Diawara u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Qu`est-ce qu`on a fait au bon dieu?
Genre:Komödie
Regie:Philippe de Chauveron
Kinostart:24.07.2014
Produktionsland:Frankreich 2014
Laufzeit:ca. 97 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.monsieurclaude.de/
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Monsieur Claude (Christian Clavier) und seine Frau Marie Verneuil (Chantal Lauby) sind die stolzen Eltern von vier schönen Töchtern. Das Ehepaar liebt nicht nur seine Kinder, sondern auch die Familientraditionen. Daher sind sie wenig erfreut, als sich ihre ersten drei Töchter Ehemänner aussuchen, die so gar nicht ihrem traditionellen Vorstellungen entsprechen: Ségolène (Emilie Caen) heiratet den Chinesen Chao (Frédéric Chau), Isabelle (Frédérique Bel) den Muslim Rachid (Medi Sadoun) und Odile (Julia Piaton) schließlich den Juden David (Ary Abittan). Jedes Familientreffen wird für die Eltern zu einer multikulturellen Belastungsprobe und jedes Gespräch zu einem emotionalen Minenfeld. Die ganze Hoffnung liegt nun auf Töchterchen Laure (Elodie Fontan). Als diese ankündigt, einen französischen Katholiken heiraten zu wollen, ist für Claude und Marie die Welt wieder in Ordnung – bis sie ihrem Schwiegersohn in spe, dem schwarzen Charles (Noom Diawara), gegenüberstehen. Jetzt scheint die Katastrophe perfekt. Doch als die Familie von Charles zur Hochzeit aus Afrika anreist und sein Vater André (Pascal Nzonzi) ähnlich große Vorbehalte gegen diese Mischehe offenbart, geht das Chaos erst richtig los… 

Komödien über die Multikulti-Gesellschaft haben derzeit Hochkonjunktur. Doch der französische Kinohit "Monsieur Claude und seine Töchter" sticht da eindeutig aus der Masse heraus. Denn hier treffen eben nicht nur zwei unterschiedliche Kulturen und Religionen aufeinander, sondern gleich fünf. Und das bietet dem Drehbuch von Regisseur Philippe de Chauveron und seinem Co-Autor Guy Laurent natürlich die Möglichkeit, beim Spiel mit Klischees und Stereotypen aus dem Vollen schöpfen zu können. Hier hat wirklich jeder Vorurteile gegenüber den Anderen, weshalb es nicht nur zwischen Monsieur Claude und seinen Töchtern, sondern auch zwischen den Schwiegersöhnen untereinander immer wieder zu amüsanten Reibereien kommt.

Sehr gut ist dabei, dass der Film nicht so wie andere Multikulti-Komödien eher einseitig positioniert ist und dazu aufruft, dass man sich nur anderen Kulturen öffnen muss, um diese wirklich verstehen zu können. Vielmehr versucht de Chauveron auch zu zeigen, wie schwer es sein kann, wenn man erkennen muss, dass die eigenen, sehr wichtigen Traditionen dadurch mehr und mehr verschwinden und irgendwann höchstens nur noch rudimentär vorhanden sind. Mit einer Mischung aus subversivem Humor und hemmungslosem Slapstick schafft es der Film tatsächlich, die Vermischung verschiedener Kulturen nicht nur zu romantisieren, sondern auch die Sorgen eher traditionell eingestellter Menschen ernst zu nehmen und Monsieur Claude eben nicht nur als verbohrten Spießer oder verkappten Rassisten darzustellen.

Ein weiterer Pluspunkt des Films ist sein Humor, der sich nicht davor scheut, auch mal Seitenhiebe jenseits der Political Correctness auszuteilen. Und auch hier bekommt wirklich Jeder sein Fett ab. Auf extrem komische Art zeigt der Film so, dass es Vorurteile in fast allen Köpfen gibt, auch in denen, die davon überzeugt sind, selber nur Opfer von alltäglichem Rassismus zu sein. Das mag jetzt alles nach schwerer Kost klingen. Doch das Gegenteil ist der Fall. "Monsieur Claude und seine Töchter" ist eine sehr leichte Komödie und einer der amüsantesten Wohlfühlfilme aus Frankreich seit "Ziemlich beste Freunde". Philippe de Chauveron hat es sehr gut geschafft, eine sehr facettenreiche Botschaft auf humorvolle Art und ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben zu erzählen. Das ist charmant, ein wenig böse und vor allem unglaublich witzig.

Sicherlich, "Monsieur Claude und seine Töchter" ist nicht unbedingt gehobene Arthaus-Kost für Feingeister, sondern in erster Linie eine leichte Sommerkomödie, die sich auch für einige kleine Albernheiten nicht zu schade ist. Natürlich lösen sich die Konflikte hier etwas zu leicht auf und die Mauern in den Köpfen werden zu schnell eingerissen. Doch genau das macht ja auch den Wohlfühlcharakter des Films aus. Wer also generell französische Komödien mag und einfach mal wieder richtig herzhaft lachen möchte, dem kann dieser sympathische Film wärmstens ans Herz gelegt werden. Absolut sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Monsieur Claude und seine Töchter (Frankreich 2014)"
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