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Mai 2018
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Monsters

Monsters

GB 2010 - mit Whitney Able, Scoot McNairy u.a

Filminfo

Originaltitel:Monsters
Genre:Sci-Fi, Drama
Regie:Gareth Edwards
Kinostart:09.12.2010
Produktionsland:GB 2010
Laufzeit:ca. 93 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.monsters-film.de
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Mit seinem Spielfilmdebüt "Monsters" ist dem Briten Gareth Edwards ein wahres Kunststück gelungen: mit geringem Budget und fast vollständig improvisierten Dialogen hat er einen faszinierenden Mix aus Alien-Invasions-Thriller, Liebesfilm und Roadmovie geschaffen, der mit einnehmender Bildsprache und einer packenden Geschichte begeistern kann.

Vor einigen Jahren kam eine außerirdische Lebensform mit einer NASA-Sonde auf die Erde. Der Teil von Mexiko, in dem sich die Kreaturen ausgebreitet haben, wurde kurzerhand zur infizierten Zone erklärt und mit einer großen Mauer vom Rest des Landes und natürlich von der USA abgegrenzt. Innerhalb der infizierten Zone kämpft das Militär immer wieder gegen die außerirdischen Monster, damit sich diese nicht außerhalb des Gebietes ausbreiten. Der Fotojournalist Andrew Kaulder (Scoot McNairy), der sich auf die Jagd nach dem perfekten Bild von den Monstern nach Mexiko begeben hat, bekommt von seinem Chef die Aufgabe, dessen junge Tochter Samantha (Whitney Able) zurück in die USA zu bringen, da die Grenzen in den nächsten drei Tagen endgültig geschlossen werden sollen. Doch der einzige Weg, der den Beiden bleibt, führt mitten durch die infizierte Zone…

Wer ein Effekte-Spektakel a la "Independence Day" erwartet, wird von "Monsters" garantiert enttäuscht werden. Denn von den riesigen Aliens gibt es kaum etwas zu sehen. Nur aus der Ferne sind die Wesen ab und an schemenhaft zu sehen und erst am Ende tauchen sie kurz in voller Größe auf. Vielmehr wird das Geschehen von der Beziehung zwischen Andrew und Samantha und den Menschen, denen sie auf ihrer gefährlichen Reise begegnen, bestimmt. Es gibt zwar einige echte Spannungsmomente, die sogar in gewisser Hinsicht als Action bezeichnet werden können, doch insgesamt entsteht die eigentliche Spannung durch die bedrohliche Atmosphäre, die Edwards zu Beginn seines Filmes etabliert und bis zum Ende aufrecht zu erhalten schafft.

"Monsters" ist eher ein ruhiger, dialoglastiger Film, der sich mehr an ein Arthaus-Publikum, als an SciFi- und Horrorfans richtet. Und genau hierin liegen gleichermaßen Stärke und Schwäche des Films. Die große Stärke ist, dass Gareth Edwards einfach etwas Neues, etwas Anderes inszeniert hat, das sich der Erwartungshaltung der Zuschauer völlig entzieht. Die große Schwäche ist, dass es diesem an sich großartigen Film dadurch schwer fallen wird, sein Publikum zu finden. Denn während das Arthaus-Publikum wohl weniger in einen Alien-Film mit dem Titel "Monsters" gehen wird, werden nach Effekten hungernde und auf die titelgebenden Monster hoffende Fantasy-Fans derart enttäuscht, dass sie den Film wohl kaum weiter empfehlen werden. Ob die kleine Schnittmenge, die erkennen werden, wie gut "Monsters" tatsächlich ist, ausreicht, um dem Film seinen verdienten Erfolg zu bescheren, erscheint eher fraglich, zumal kleineren Filmen wie diesem heutzutage kaum noch Gelegenheit gegeben wird, um sich langsam aber sicher ein Publikum aufzubauen.

Wer ruhiges, charakterorientiertes Kino mit Fantasy- und SciFi-Elementen zu schätzen weiß, dem wird es sicherlich gelingen, zur erkennen, dass Gareth Edwards mit "Monsters" ein originelles und erstklassiges Stück Independet-Kinos gelungen ist. Wer aber große Effekteorgien und rasante Action braucht, um gut unterhalten zu werden, der wird hier höchstens monstermäßig gelangweilt.

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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