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November 2017
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mother!

mother!

USA 2017 - mit Jennifer Lawrence, Javier Bardem, Michelle Pfeiffer, Ed Harris, Domhnall Gleeson u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:mother!
Genre:Drama, Mystery, Horror
Regie:Darren Aronofsky
Kinostart:14.09.2017
Produktionsland:USA 2017
Laufzeit:ca. 115 Min
FSK:ab 16 Jahren
Webseite:www.paramountpictures.de/
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Eine junge Frau (Jennifer Lawrence) lebt mit ihrem Mann (Javier Bardem), einem gefeierten Poeten mit Schreibblockade, in einem abgelegenen Haus, das sie mit viel Mühe und Liebe in Schuss gebracht hat. Sie will sich hier ein kleines Paradies für sich und ihre große Liebe schaffen. Fremde hat sie gar nicht gerne im Haus, schon gar nicht, wenn sie so mysteriös sind, wie der ältere Mann (Ed Harris), der eines Abends vor ihrer Tür steht und behauptet, er habe geglaubt, ihr Haus sei ein Motel. Der Poet nimmt den Fremden gerne auf und fühlt sich geehrt, dass sich dieser als großer Fan entpuppt. Es stört ihn auch nicht, als plötzlich noch die Frau (Michelle Pfeiffer) des Fremden auftaucht. Die junge Frau dagegen fühlt sich mit den ungeladenen Gästen im Haus unwohl, zumal sich die Frau ihr gegenüber sehr merkwürdig verhält. Als dann auch noch die beiden Söhne des Paares in das Haus kommen und ein Streit zwischen ihnen eskaliert, verwandelt sich die heimische Idylle für die junge Frau in einen Alptraum, der irgendwann komplett verstörende Züge annimmt…

Darren Aronofsky ist ein talentierter – manche mögen sogar sagen begnadeter – Filmemacher. Das steht außer Frage. Was er an atmosphärischen Bildwelten geschaffen hat und wie er die Mittel des Mediums Film nutzt, um seine mitunter sehr tiefsinnigen Geschichten zu erzählen, das ist oft wirklich ganz große Kunst. Doch schon bei seinem esoterischen Trip "The Fountain" und seinem Bibel-Epos "Noah" hatte man stellenweise das Gefühl, dass Aronofskys Ambitionen als Künstler die Verbindung zwischen Regisseur und Publikum extrem gestört haben. Wenn man sich als Zuschauer immer wieder verwundert am Kopf kratzen muss und sich fragt, was die (zugegebenermaßen faszinierenden) Bilder zu bedeuten haben, dann ist das für den Unterhaltungswert oder einen positiven Gesamteindruck wenig zuträglich.

In solchen Momenten zu sagen, dass man das Gezeigte gar nicht verstehen soll, weil Aronofsky ein Künstler mit einer sehr individuellen Vision ist, ist nur eine billige Ausrede. Kunst muss Antworten nicht immer auf den Teller servieren, aber wenn nur Fragen und Verwirrung zurückbleiben, dann ist das einfach enorm frustrierend. Und genau das ist das Wort, das Aronofskys neuestes Werk "mother!" am besten beschreibt. Der Zuschauer wird in diesem Mystery-Psycho-Horror-Kammerspiel derart mit bedeutungsschwangerer Symbolik überhäuft, dass man irgendwann aufgibt zu versuchen, diese zu deuten. Ist das Ganze eine Parabel auf die Flüchtlingssituation, mit der sich unsere Gesellschaft konfrontiert sieht? Ist es eine Schöpfungsgeschichte? Ist es ein Film darüber, dass der Mensch sein Paradies zerstört? Ach egal! Hauptsache es sieht gut aus.

Es ist eben nicht egal. Man hat das Gefühl, dass Darren Aronofsky auf seinem hohen Künstler-Ross sitzt und völlig vergessen hat, dass er seinem Publikum vielleicht ein paar kleine Ansätze hätte bieten sollen, die das wirre Geschehen auf der Leinwand auch nur ansatzweise verständlich machen. Sicherlich, die Atmosphäre des Films hat etwas Faszinierendes an sich. Die Darsteller sind großartig, auch wenn der Gesichtsausdruck von Jennifer Lawrence gerade in der ersten Hälfte des Films etwas festgefroren zu sein scheint. Und ja, es gibt auch einige sehr intensive Szenen, die sich einem regelrecht einbrennen. Doch am Ende bleibt einfach nur ein komplett unbefriedigendes "Was sollte das Ganze?", das sich auch nicht mir einen gewissen Verständnis von Kunst erklären lässt.

Es ist Filmemachern hoch anzurechnen, wenn sie versuchen, gegen den Mainstream-Strom zu schwimmen. Doch wenn sie dabei ihr Publikum völlig aus den Augen verlieren, wird aus einem spannenden, aufregenden Filmerlebnis schnell selbstverliebter Mumpitz. Und da genau das bei "mother!" geschehen ist, gibt es hierfür beim besten Willen nur ein: nur für hartgesottene Aronofsky-Fans sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

Media:

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Kino Trailer zum Film "mother! (USA 2017)"
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