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Mütter und Töchter

Mütter und Töchter

USA/Spanien 2009 - mit Naomi Watts, Annette Bening, Samuel L. Jackson, Kerry Washington, Jimmy Smits ...

Filminfo

Originaltitel:Mother and Child
Genre:Drama
Regie:Rodrigo Garcia
Kinostart:28.04.2011
Produktionsland:USA/Spanien 2009
Laufzeit:ca. 126 Min.
FSK:ab 12 Jahren
Webseite:www.muetter-und-toechter.de
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Elizabeth (Naomi Watts) hat ihr Leben ganz auf beruflichen Erfolg und persönliche Selbstständigkeit ausgerichtet. Eine feste Beziehung oder gar ein Kind kommen für sie gar nicht in Frage. Momente von Selbstzweifeln oder schlechten Erinnerungen an ihre Kindheit werden in harter Arbeit oder bedeutungslosem Sex erstickt. Doch die Affäre mit ihrem neuen Chef Paul (Samuel L. Jackson) zwingt Elizabeth dazu, ihr leben zu überdenken. Für Lucy (Kerry Washington) gibt es dagegen nur ein Ziel im Leben: sie will unbedingt Mutter werden. Doch leider können sie und ihr Mann keine Kinder bekommen, weshalb sich das Paar für eine Adoption entschieden hat. Die Physiotherapeutin Karen (Annette Bening) dagegen hätte eine glückliche Mutter sein können, doch sie hatte ihre Tochter, die sie im Teenageralter bekommen hatte, weggeben müssen. Unter diesem Verlust leidet die resolute Frau noch heute. Auch wenn sich Elizabeth, Lucy und Karen nicht kennen, ihre Schicksale sind doch sehr eng miteinander verknüpft…

"Mütter und Töchter", das neue Drama von Rodrigo Garcia ("Passengers", "Gefühle, die man sieht…"), Sohn des Literatur-Nobelpreisträgers Gabriel Garcia Marquez, ist ein an sich sehr schöner Film. Die Darsteller liefern ordentliche bis sehr gute Leistungen ab, die einzelnen Handlungsstränge sind prinzipiell auch einnehmend und bewegend. Dennoch hinterlässt das Gesamtbild einen nicht wirklich überzeugenden Eindruck. Nicht nur, dass die vielen verschiedenen Handlungselemente, auch wenn sie für den Ausgang des Films eine gewisse Bedeutung haben mögen, einfach zuviel des Guten sind. Auch der Umstand, dass die ganze Inszenierung arg schwerfällig daher kommt, nur um am Ende in einer allzu dick aufgesetzten Auflösung zu gipfeln, steht dem Drama nicht wirklich gut zu Gesicht.

Die Art und Weise, in der Garcia die Figuren in dem von ihm geschriebenen Drehbuch vorstellt, ist durchaus gelungen. Gerade Elizabeth, die so gar nichts von partnerschaftlicher Harmonie zu halten scheint und dies auch anderen Menschen nicht so recht gönnen mag, ist ein sehr interessanter Charakter, dem Naomi Watts mit ihrem überzeugenden Spiel auch die notwendigen Facetten verleiht, die dafür sorgen, dass die junge Frau nicht völlig unsympathisch auf den Zuschauer wirkt. Auch Annette Bening spielt sehr gut, allerdings folgt sie einem zu festgelegtem Muster, dem von ihr verkörperte Rollen immer wieder folgen. Das macht ihre Darstellung zwar nicht schlecht oder schwach, sondern einfach nur überraschungsarm. Kerry Washington ("Der letzte König von Schottland") steht komplett im Schatten dieser zwei sehr starken Schauspielerinnen und bekommt kaum Gelegenheit, daraus hervor zu treten. So bleibt ihr Handlungsstrang so auch der schwächste und uninteressanteste.

"Mütter und Töchter" ist ein reiner Frauenfilm, der allerdings anders als so manch anderes an diese Zielgruppe gerichtete Werk seine Protagonistinnen und somit auch sein anvisiertes Publikum nicht auf  Prosecco-trinkende Modepüppchen reduziert, sondern als sehr viel facettenreichere Frauen mit viel Stärken, aber auch sehr vielen allzu menschlichen Schwächen zeigt. Auch das kann Garcia hoch angerechnet werden. Vielleicht mag das auch dazu führen, dass so manche Zuschauerin über die vielen Längen hinweg sehen kann und den Film als starkes Ensembledrama und großes Gefühlskino genießen kann. Doch unterm Strich hätte dem Ganzen etwas mehr Leichtigkeit und ein nicht ganz so konstruiertes Ende gut zu Gesicht gestanden. Daher gilt: eigentlich nur für Mütter und Töchter mit viel Geduld und Liebhabern getragener US-Dramen durchaus empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Mütter und Töchter (USA/Spanien 2009)"
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