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My week with Marilyn

My week with Marilyn

Großbritannien/USA 2011 - mit Michelle Williams, Kenneth Branagh, Eddie Redmayne, Emma Watson, Judi Dench ...

Filminfo

Originaltitel:My week with Marilyn
Genre:Drama, Komödie
Regie:Simon Curtis
Kinostart:19.04.2012
Produktionsland:Großbritannien/USA 2011
Laufzeit:ca. 103 Min.
FSK:ab 6 Jahren
Webseite:www.MyWeekWithMarilyn.de
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Marilyn Monroe ist auch fünfzig Jahre nach ihrem Tod noch immer so viel mehr, als nur eine legendäre Schauspielerin. Sie bleibt eine Ikone, ein Mythos, dem sich die Kunst in verschiedener Form immer wieder zu näheren versucht. Ob Bücher, Ausstellungen, Musik oder Filme, immer wieder wird deutlich, dass es nahezu unmöglich ist, die Faszination, die von Marilyn ausging (und noch immer ausgeht), zu entschlüsseln oder gar zu kopieren. Der Filmemacher Simon Curtis hat es dennoch versucht und hat mit "My week with Marilyn" genau das geschafft, woran so viele vor ihm gescheitert sind. Indem er kein reines Biopic über Marilyn Monroe inszeniert hat, sondern eine kleine Momentaufnahme aus ihrem Leben durch die Augen eines sie bewundernden jungen Mannes erzählt, ist ihm ein ganz besonderer Blick gleichermaßen auf die Kunstfigur Marilyn Monroe, als auch auf den Menschen hinter der schönen Fassade gelungen. Dass das Ganze dann auch noch extrem unterhaltsam, humorvoll und berührend ist, ist ein mehr als angenehmer Nebeneffekt.

Basierend auf den gleichnamigen Memoiren von Colin Clark erzählt "My week with Marilyn", wie sich der damals 23jährige Colin im Sommer 1956 einen großen Traum erfüllt und einen Job als Assistent von Sir Laurence Olivier (Kenneth Branagh) am Set von dessen Regiearbeit "Der Prinz und die Tänzerin" annimmt. Gebannt wartet das ganze Team auf die Ankunft der Hauptdarstellerin, der Hollywood-Göttin Marilyn Monroe (Michelle Williams), die ihren Aufenthalt in England auch dafür nutzen möchte, um ihre Flitterwochen mit dem Schriftsteller Arthur Miller (Dougray Scott) zu verbringen. Doch bald schon sorgt das Verhalten der Diva für Spannungen am Set, die noch zunehmen, als Miller zurück in die USA reist und sich Marilyn vermehrt einsam und unverstanden fühlt. Nur Colin gelingt es mit seiner offenen und herzlichen Art, das Vertrauen und die Zuneigung der komplizierten Schauspielerin zu gewinnen. Bald schon verbringen die Beiden viel Zeit miteinander, wodurch nicht nur Colin regelrecht aufzublühen scheint.

"My week with Marilyn" ist ein wunderbarer Film, an dem irgendwie Alles zu stimmen scheint. Die Mischung aus typisch britischem Humor, der von trockenem Dialogwitz bestimmt wird, und leisem, berührendem Drama ist perfekt abgestimmt. Die Ausstattung lässt die 1950er wieder aufleben und auch der Soundtrack, besonders das wunderbare "Marilyn`s Theme" von Alexandre Desplat, trägt zu der ganz besonders warmen Atmosphäre des Films bei. Schließlich ist da dann auch noch ein wahrlich großartiges Darstellerensemble, dem zuzusehen einfach unendlich viel Freude macht. Ob Emma Watson, die sich mit ihrer kleinen aber feinen Rolle deutlich von ihrer Rolle der Hermine aus den "Harry Potter"-Filmen entfernt, Judi Dench, die als Dame Sybil Thorndike eine der liebenswertesten Figuren gibt, oder natürlich die beiden männlichen Hauptdarsteller Eddie Redmayne und Kenneth Branagh – sie alle machen diesen Film schauspielerisch zu einem echten Hochgenuss.

Die tragendste Rolle und auch das wohl wichtigste Element für das Gelingen des Films ist Michelle Williams als Marilyn Monroe. Auf den ersten Blick möchte man meinen, dass Williams nur entfernte Ähnlichkeit mit dem wohl größten Sexsymbol der Filmgeschichte aufweist. Doch was die mehrfach für den Oscar nominierte Darstellerin äußerlich an Ähnlichkeit vermissen lässt, macht sie durch ihr wunderbares Spiel wieder wett. Dabei schraubt sie die typischen Marilyn-Klischees stark zurück, beschränkt sich auf kleine Nuancen in Stimme (was bei der Synchronisation allerdings verloren geht), Blick und Gestus und erweckt genau dadurch die Leinwandgöttin wieder zum Leben. Die Art und Weise, wie Williams die zwei komplett unterschiedlichen Seiten der Marilyn Monroe vor und hinter der Kamera verkörpert, ist einfach großartig und macht nachvollziehbar, warum nahezu die ganze Welt, aber ganz besonders die Menschen in ihrer direkten Umgebung der Frau zu Füßen lagen und gleichzeitig von ihr in den Wahnsinn getrieben wurden.

Als Blick auf die Entstehung eines Filmklassikers, als Hommage an eine unsterbliche Schauspielerin, als Romanze mit humorvollen und dramatischen Tönen oder einfach als purer Wohlfühlfilm - "My week with Marilyn" funktioniert in jeder Hinsicht. Wer anspruchsvolles britisches Unterhaltungskino mag, sich für die Filmindustrie der 1950er interessiert oder sich einfach von tollen Schauspielern bestens unterhalten lassen möchte, der sollte sich dieses Werk auf keinen Fall entgehen lassen. Absolut empfehlenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "My week with Marilyn (Großbritannien/USA 2011)"
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