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Dezember 2018
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Nichts zu verschenken

Nichts zu verschenken

Frankreich 2016 - mit Dany Boon, Noémie Schmidt, Laurence Arné, Patrick Ridremont u.a

Die Frankfurt-Tipp Bewertung:

Filminfo

Originaltitel:Radin!
Genre:Komödie
Regie:Fred Cavayé
Kinostart:06.04.2017
Produktionsland:Frankreich 2016
Laufzeit:ca. 90 Min.
FSK:ab 0 Jahren
Webseite:www.nichtszuverschenken-film.de
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Auf den ersten Blick scheint der talentierte Violinist François Gautier (Dany Boon) ein ganz normaler Mann zu sein. Doch es kostet den Einzelgänger erhebliche Mühe, um seine Umwelt nicht merken zu lassen, dass er seit frühester Kindheit der wohl größte Geizkragen ist, den die Welt je gesehen hat. Er spart jeden Cent, käme nie auf die Idee, Lebensmittel wegzuwerfen, nur weil sie abgelaufen sind und lässt keine Sekunde länger als nötig das Licht an. Wann immer er sich von seinem Geld trennen muss, bekommt er Panikattacken, während das Sparen ihm große Freude bereitet. Doch dann wird das Leben des Geizkragens gehörig durcheinander gewirbelt: Erst taucht die 16jährige Laura (Noémie Schmidt) auf, die ihm offenbart, dass sie seine Tochter ist – das Ergebnis der Verwendung eines längst abgelaufenen Kondoms. Und dann macht ihm auch noch seine neue Kollegin Valérie (Laurence Arné) Avancen und kommt auch so verrückte Ideen, wie dass er sie zum Essen ausführen könnte. Noch bevor er "Sparschwein" sagen kann, ist seine Gefühlswelt und sein akribisches Sparkonzept komplett auf den Kopf gestellt. Wie soll er das nur wieder richten?

Geizige Menschen können im Kino sehr, sehr witzig sein. Davon bekommt man auch in der Komödie "Nichts zu verschenken" eine Ahnung. Denn zu Beginn ist es wirklich extrem komisch mitanzusehen, wie François pedantisch jeden Cent spart, ganz gleich, ob beim Abendessen, bei der Beteiligung an Geschenken für Kollegen oder beim heimischen Stromverbrauch. Und auch seine Panikattacke im Restaurant beim Blick auf die Rechnung sorgt für viel Spaß beim Zuschauer. Leider kann der Rest des Films nur bedingt halten, was diese guten Momente versprechen.

Denn wie so oft wird auch hier der Bogen einfach überspannt. Nicht nur, dass Dany Boon in vielen Szenen arg überzogen agiert. Auch die Geschichte wird gerade im letzten Akt zunehmend wirrer und chaotischer. Macht sich zu Beginn hier und da noch hintersinniger Humor bemerkbar, bringt Regisseur Fred Cavayé zum Ende hin immer öfter den Holzhammer zum Einsatz. Das ist zwar stellenweise immer noch ganz amüsant, zerrt aber auch gehörig an den Nerven. Das größte Problem ist, dass François nicht wirklich sympathisch ist. Es ist schwer, ihm eine so nette Tochter wie Laura oder eine sympathische Freundin wie Valérie zu gönnen, ganz abgesehen von der Sympathie seiner Nachbarn. Das ändert sich auch dann nicht, wenn er langsam beginnt, sein Verhalten in Frage zu stellen.

Das führt leider dazu, dass man als Zuschauer nicht besonders viel Interesse für seine Geschichte aufbringt. Man wird zwar trotzdem ordentlich unterhalten. Doch spätestens nach einer Stunde ist man von den Kapriolen des Geizkragens nur noch genervt, was den Unterhatungswert der Komödie freilich deutlich nach unten drückt. Gibt es anfangs noch ein paar richtig gute Lacher, artet das Ganze zum Finale hin so sehr aus, dass man eigentlich nur froh ist, wenn das Ende geschafft ist. Wer Dany Boon mag und französische Komödien der turbulenteren Art liebt, der bekommt hier genügend gute Momente geboten, die den Kauf einer Kinokarte rechtfertigen. Wer aber von chaotischen Ekelpaketen schnell genervt ist, sollte um diesen Film einen großen Bogen machen. Nur mit Einschränkungen sehenswert!

Ein Artikel von Sebastian Betzold

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Kino Trailer zum Film "Nichts zu verschenken (Frankreich 2016)"
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